dortmund Nachrichten & Informationen

Bahn will Bus-Tochter verkaufen

Kritisiert

Die Eisenbahngewerkschaft Transnet hat den geplanten Verkauf der Deutschen Touring GmbH (DTG) kritisiert. Die Deutsche Bahn will sich noch in diesem Jahr von der Bus-Tochter trennen. Betroffen seien insgesamt rund 260 Beschäftigte an zehn Standorten. "Es ist für uns völlig unverständlich, dass ein hochprofitables Unternehmen verkauft werden soll", erklärte das zuständige Vorstandsmitglied der Gewerkschaft, Karl-Heinz Zimmermann. Außerdem ergänze die DTG mit ihrem Bus-Angebot die Reisekette der Bahn. Durch den nun vorgesehenen Verkauf werde "letztlich nur kurzfristig Geld in die Kassen gespült."

Im Jahr 2003 wurden fünf Millionen Wildtiere getötet

Bundesjagdgesetz novellieren

Anlässlich der am Dienstag beginnenden Ausstellung "Jagd und Hund 2004" in Dortmund bekräftigt der Deutsche Tierschutzbund seine Forderung nach einer grundlegenden Überarbeitung des Bundesjagdgesetzes. "Wir erwarten von der rot-grünen Bundesregierung, dass sie ihr im Koalitionsvertrag festgeschriebenes Versprechen hält und das Jagdrecht novelliert", erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. "Eine solche Reform ist längst überfällig. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als fünf Millionen Wildtiere durch Jäger getötet."

Auswüchse des Brieftaubensports anlässlich Ausstellung in Dortmund kritisiert

Tierschutz

Anlässlich der heute in Dortmund beginnenden Deutschen Brieftaubenausstellung erneuert der Deutsche Tierschutzbund seine bereits wiederholt geübte Kritik an den Auswüchsen dieses so genannten Sports, der aus Sicht des Tierschutzes mehrfach gegen das Tierschutzgesetz verstößt. Die Flugsaison der Brieftauben dauert nur wenige Monate. In der übrigen Zeit werden die intelligenten Tiere in viel zu engen Verschlägen gehalten. Wichtigstes Auswahlkriterium für die Brieftaubenzüchter ist die Flugleistung und eine gute Platzierung ihrer Tauben.

Schlechte Noten für Uni-Websites

Unterentwickelt

Ein vernichtendes Urteil stellt eine Studie des ProfNet Institut für Internet-Marketing den Web-Auftritten deutscher Universitäten aus. "Die Hochschulen entwickeln sich nicht weiter - zumindest im Internet", sagte Uwe Kamenz, wissenschaftlicher Direktor von ProfNet. Demnach hätten die Hochschulen in der Untersuchung, in der das Layout, die Handhabung, der Inhalt und die Interaktivität untersucht worden sind, mit 46 von möglichen 100 Punkten das identische Ergebnis wie vor fünf Jahren erzielt. Verhältnismäßig gut schnitten die Hochschulen noch beim Inhalt ab, schlecht kamen Handling und Layout weg.

Wehrmachtsausstellung nur noch bis März 2004

Hamburg letzte Station

Die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944" wird schon bald nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen sein. Die Schau des Hamburger Instituts für Sozialforschung werde letztmals vom 29. Januar bis zum 28. März 2004 in Hamburg gezeigt, teilte das Institut mit. Danach würden die Exponate im Deutschen Historischen Museum in Berlin eingelagert.

Frankfurt beschließt völligen Verzicht auf Cross-Border-Leasing

Erfolg für Bürgerbegehren

Frankfurt am Main verzichtet künftig komplett auf Cross-Border-Leasing-Geschäfte. Um zu verhindern, dass ein Bürgerentscheid durchgeführt werden muss, hat das Stadtparlament am Donnerstag die Forderungen eines Bürgerbegehrens komplett umgesetzt und beschlossen, "keine derartigen Verträge mehr abschließen, soweit sie kommunales Eigentum der Stadt Frankfurt betreffen". Gegen die Pläne der Stadt, das U-Bahn-Netz für 99 Jahre an einen US-Trust zu verleasen und zurückzumieten, hatte ein Bürgerbegehren rund 48.000 Unterschriften gesammelt.

Bioproduzenten wollen weiter investieren

Trotz mieser Konjunktur

Trotz schlechter Konjunkturlage wollen 72 Prozent der deutschen Bio-Lebensmittelproduzenten und –händler in den nächsten drei Jahren investieren. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung zur Wachstumsfinanzierung in der Branche für Bio-Lebensmittel, die im Rahmen des Bundesprogramms ökologischer Landbau mit Mitteln des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft finanziert wird. Insgesamt haben 146 Unternehmen an der Befragung teilgenommen. Zusammen erzielten sie einen Umsatz im Bio-Bereich von deutlich über 500 Mio EUR im Jahr 2002.

Kriegsgegner rufen zum Tragen einer weißen Schleife auf

Weißes Band

Vor fünf Wochen entstand das weiße Friedensband aus der Sorge heraus, dass es wieder nicht gelingt, einen Konflikt friedlich zu lösen. Analog der roten Schleife, die Solidarität mit den Aids-Opfern symbolisiert, sieht das weiße Zeichen aus. Die Initiatoren wollen damit die feste Überzeugung ausdrücken, dass Kriege vermeidbar sind. Inzwischen trügen viele Menschen die weiße Schleife im Büro, auf der Straße, in der Kirche – und sie verbreite sich immer schneller. Unterstützt wird die Aktion von Aachener Friedenspreisträgern, von Politikern, ver.di, Künstlern und Friedensgruppen.

Grüne kritisieren höhere Zuschüsse vom Bund für den Metrorapid

Transrapid

Die Bundesregierung ist bereit, die Realisierung der Transrapid-Technik in Deutschland stärker zu fördern als ursprünglich geplant. Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe hat am 20. Januar 2003 erklärt, für die Finanzierung des Metrorapids zwischen Dortmund und Düsseldorf könnten weitere 250 Millionen Euro bereitgestellt werden, falls auch die beiden beteiligten Industrieunternehmen Siemens und ThyssenKrupp ihre Investitionszusagen verbindlich jeweils um 100 Millionen Euro erhöhten. Die Grünen kritisieren die Entscheidung von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD): "Diese Zusage wäre fatal", sagte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Albert Schmidt.

Bundeszuschüsse für deutsche Transrapidprojekte stehen bereit

Transrapid

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat auf seiner China-Reise Ende Dezember anlässlich der Jungfernfahrt des Transrapid in Shanghai die Unterstützung der Bundesregierung für die beiden Transrapidprojekte in Deutschland bekräftigt. In Nordrhein-Westfalen sollen mit dem "Metrorapid" die Städte Düsseldorf und Dortmund verbunden werden. In Bayern ist eine Anbindung des Flughafens München an die Innenstadt geplant.

Polizei spürte zehn illegale Schieber auf

Autoschieber gefasst

Einer zehnköpfigen Autoschieberbande ist die Polizei im Ruhrgebiet auf die Spur gekommen. Wie die Staatsanwaltschaft Dortmund und die Polizei Hamm am Dienstag mitteilten, soll die Bande 37 Fahrzeuge - zumeist Transporter im Wert von bis zu 60 000 Euro - im nördlichen und östlichen Revier sowie in den Städten Wuppertal, Wiesbaden und Mainz mit gefälschten Papieren angemietet und anschließend nach Bosnien verschoben haben. Dadurch sei den Autovermietern allein im vergangenen Jahr ein Schaden von rund einer Million Euro entstanden.

Verträge zur Metrorapid-Projektgesellschaft paraphiert

Zwischen Düsseldorf und Dortmund

Das Land Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Bahn AG haben offiziell die Gründung einer gemeinsamen Projektgesellschaft für den Bau der Metrorapidstrecke zwischen Düsseldorf und Dortmund beschlossen. Ein entsprechender Rahmenvertrag und ein Gesellschaftsvertrag wurden am Dienstag in Berlin paraphiert. Planung, Bau und Vorbereitung des Metrorapid-Betriebs werden damit gemeinsam vom Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Bahn AG realisiert. Ziel ist es, den Metrorapid bis zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in Fahrt zu bringen.

Streiks auf dem Bau und bei Banken

16 000 Teilnehmer auf über 1000 Baustellen

Der erste branchenweite Arbeitskampf am Bau der Nachkriegszeit hat sich am Mittwoch auf den Süden und Osten Deutschlands ausgeweitet. In einer zweiten Streikwelle traten am Morgen über 16 000 Beschäftigte auf nunmehr 1034 Baustellen für 4,5 Prozent mehr Lohn im Ausstand, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilte. Gleichzeitig begann im privaten deutschen Bankgewerbe eine bundesweite Streikwelle. Zum Auftakt trafen sich am Vormittag in Dortmund nach Angaben der Gewerkschaft ver.di mehr als 5000 Bankangestellte. ver.di-Bundesvorsitzender Frank Bsirske forderte auf der Kundgebung die Banken-Arbeitgeber zu "spürbaren Lohnerhöhungen" auf.

RWE expandiert nach Tschechien und wird Nummer vier in Europa

Gasmarkt

Die RWE Gas AG, Dortmund, hat am Montag von der Kartellbehörde der Tschechischen Republik die Genehmigung zum Erwerb von 97% der Anteile am Gasversorgungsunternehmen Transgas sowie zwischen rund 46 und 58% der Anteile an den acht regionalen Gasversorgungsunternehmen des Landes erhalten. Die Genehmigung wurde unter Auflagen erteilt, die im wesentlichen eine Minderheitsbeteiligung der Transgas und die Aktivitäten im Wärmegeschäft betreffen.

Entscheidung über WM-Spielorte 2006

Fussball WM in Deutschland

Die Entscheidung über die zwölf Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hat sowohl Jubel als auch Empörung ausgelöst. In Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart knallten am Montag die Sektkorken. Die Bürgermeister aus den Verliererstädten Bremen, Düsseldorf und Mönchengladbach kritisierten dagegen die Entscheidung des Weltfußballverbandes FIFA und des WM-Organisationskomitees (OK).

Fahrgastverband Pro Bahn gegen Transrapid-Projekte

Transrapid

Der Fahrgastverband Pro Bahn erteilt den Transrapid-Projekten in Nordrhein-Westfalen und München eine klare Absage. Die Bundesregierung sollte die zugesagten 2,3 Milliarden Euro in sinnvollere Projekte im konventionellen Rad-Schiene-System investieren, forderte der Verband. Angesichts der allgemeinen Sparzwänge im Bundeshaushalt sei nicht nachvollziehbar, warum Geld zu sparen in Projekte fließen solle, deren Nutzen nur knapp über den Kosten liege. Außerdem seien in der Machbarkeitsstudie zum Transrapid gravierende Fehler gemacht worden.

Deutsche Bauteile für indische Atomraketen?

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt gegen die Montanhydraulik GmbH aus Holzwickede (Kreis Unna) wegen des Verdachts illegaler Lieferungen für das indische Atomraketenprogramm. Wie ein Behördensprecher am Montag mitteilte, stehen drei Mitarbeiter des Unternehmens im Verdacht, 1997 Hydraulikzylinder für den Bau von Raketenabschussrampen nach Indien geliefert und damit gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen zu haben.

Deutsche Behörden diskriminieren AusländerInnen

Studie

Ausländer erleben Diskriminierung am häufigsten in Behörden und weniger im privaten Lebensumfeld. Dies ist das Ergebnis eines Modellprojekts zum Thema "Antidiskriminierung", das der nordrhein-westfälische Sozialminister Harald Schartau (SPD) am Montag in Düsseldorf vorgestellt hat. Demnach richteten sich 60 Prozent der 400 untersuchten Klagen gegen staatliche und private Institutionen und nur 29 Prozent gegen Einzelpersonen. Über 60 Prozent der Beschwerden stammte von TürkInnen und AraberInnen.