frankfurt Nachrichten & Informationen

Neue Vorwürfe gegen Frankfurter Polizei

Folter

Gegen die im Mordfall Jakob von Metzler unter Folter-Verdacht geratene Frankfurter Polizei sind erneut Gewalt-Vorwürfe bekannt geworden. Nach einem Bericht der "Frankfurter Rundschau", den der Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Job Tilmann, bestätigte, habe ein 30-Jähriger aus Frankfurt am Main Anzeige wegen Körperverletzung im Polizeigewahrsam erstattet. Beamte des im Bahnhofs- und Rotlichtviertel gelegenen 4. Polizeireviers sollen den körperbehinderten Mann, der in einer Ausnüchterungszelle war, am 14. Februar mit einem Metallrohr auf das rechte Becken geschlagen haben. Dabei habe er einen Oberschenkelhalsbruch erlitten.

Millionen-Beihilfen für Frankfurter Chipfabrik genehmigt

EU-Komission gibt grünes Licht

Bei der Finanzierung der geplanten Chipfabrik in Frankfurt (Oder) ist ein entscheidender Durchbruch gelungen. Die EU-Kommission genehmigte am Mittwoch staatliche Beihilfen für das 1,5-Milliarden-Euro-Projekt. Damit können 371 Millionen Euro öffentliche Gelder fließen. Zugleich stellte die EU das Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesregierung als unbegründet ein. Brüssel hatte nach einer Bürgerbeschwerde geprüft, ob gegen EU-Umwelt-Richtlinien verstoßen worden war.

"Magic Love" in Frankfurt

Europäisches Theaterfestival

Das erste Theaterfestival "Magic Love" beginnt heute in Frankfurt (Oder). Zu dem viertägigen Treffen erwarten die Veranstalter 15 freie Gruppen aus 14 europäischen Ländern. Morgen zeigen die Theatergruppen Ausschnitte aus Dramen ihrer Länder, die sich dem Thema Liebe widmen. Am Samstag bringt das Krakower Teatr Mumerus erstmals seine multimediale Adaption "A trip to the Moon" nach Jules Verne auf die Bühne. Ein Höhepunkt des Festivals wird am selben Tag eine Parade "Love in Europe" über die Grenzbrücke nach Polen zum Collegium Polonicum sein.

Buchmesse Frankfurt eröffnet mit weniger Ausstellern

Schwerpunkt Globalisierung

Mit weniger Ausstellern als in den vergangenen Jahren öffnet die Buchmesse Frankfurt am Mittwoch ihre Pforten für das Fachpublikum. Nach Angaben von Buchmesse-Direktor Volker Neumann präsentieren sich 6375 Aussteller aus 110 Ländern. Dies seien rund vier Prozent weniger als im Jahr zuvor, sagte Neumann am Dienstag. Auch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels meldet rückläufige Zahlen für die Branche in diesem Jahr. Die Buchmesse-Veranstalter hoffen jedoch, dass von der diesjährigen Schau ein "Signal zum Aufbruch" ausgeht. Die Veranstaltung dauert bis 14. Oktober und ist der weltgrößte Branchentreff. Zur offiziellen Eröffnung der Buchmesse am Nachmittag wurde neben dem scheidenden Kultur-Staatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) auch der Präsident des Gastlandes Litauen, Valdas Adamkus, erwartet.

Buchmesse Frankfurt - "Fortsetzung folgt"

Die Buchmesse 2002

Am Dienstag beginnt die jährliche Buchmesse in Frankfurt. Thematischer Schwerpunkt der bis zum 14. Oktober dauernden Messe ist unter dem Motto "Bridges for a World Divided" die Globalisierung. Als Gastland stellt in diesem Jahr der EU-Beitrittskandidat Litauen seine Kultur unter dem Motto "Fortsetzung folgt" vor. 2002 werden sich jedoch deutlich weniger Verlage präsentieren als in den Vorjahren. Nach Angaben der Messeleitung beteiligen sich knapp 6300 Aussteller. Das bedeutet ein Minus von 4,7 Prozent. Zur offiziellen Eröffnung der Buchmesse am Dienstagnachmittag werden neben Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auch der Präsident des baltischen Staates, Valdas Adamkus, erwartet. Ab Mittwoch sind die Ausstellungshallen dann für das Fachpublikum zugänglich, am Wochenende auch für Privatbesucher.

Attac-Büro zieht nach Frankfurt am Main

Stellenausschreibungen von Attac Deutschland

Nach über zwei Jahren im ländlichen Verden/Aller zieht das Büro von Attac ab November nach Frankfurt/Main. Das neue Büro ist dringend notwendig, um den Anforderungen der immer weiter wachsenden Bewegung gerecht zu werden. Dafür werden engagierte Menschen für: Geschäftsführung, als Pressesprecher/in, für Allgemeine Öffentlichkeitsarbeit, Gruppenbetreuung, Kampagnenunterstützung GATS/WTO, Fundraising/Drittmittelbeschaffung, Sekretariat und die Finanz- und Personalbuchhaltung gesucht.

ver.di fordert Rückkehr an den Verhandlungstisch

Banker setzen in Frankfurt Streik fort

Mehrere tausend Bankangestellte haben am Freitag in Frankfurt am Main ihren Streik für mehr Lohn und Gehalt fortgesetzt. Auf dem Goetheplatz in der Frankfurter Innenstadt versammelten sich am Vormittag nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di rund 2.500 Streikende. Während der Kundgebung wurde die Resolution "Denkzettel an Arbeitgeber" verabschiedet. In dieser fordert ver.di die Rückkehr an den Verhandlungstisch mit den Arbeitgebern. Sollte diese nicht erfolgen, drohen die Gewerkschaftler mit Streiks im 14-Tage-Rhythmus.

Das Milliarden-Vorhaben Chipfabrik Frankfurt/Oder

Chronologie

14. Juli 2000: Frankfurts Stadtverordnete stimmen dem Entwurf eines Bebauungsplans für das künftige Chipfabrik-Gelände nahe der Autobahn Berlin-Polen zu. 7. Februar 2001: Land und Betreibergesellschaft Communicant geben den Bau der Chipfabrik erstmals öffentlich bekannt. Strategische Investoren sind Intel und das Frankfurter Institut für Halbleiterphysik (IHP). Die Produktion soll im ersten Quartal 2003 starten.

Wortlauf der Resolution zur Anzeigen-Ablehnung der Frankfurter Rundschau

"Politische Kultur unseres Landes beschädigt"

Die Frankfurter Rundschau weigerte sich, eine Anzeige des Bündnisses "Achse des Friedens" zum Bush-Besuch zu veröffentlichen. ngo-online dokumentiert die Resolution des Attac-Ratschlags zu diesem Thema:

Gerichtshof gestattet rechtsextreme Demonstration

Urteil

Der hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel hat die für den 1. Mai in Frankfurt am Main geplante Demonstration der rechtsgerichteten "Bürgerinitiative für deutsche Interessen" gestattet. Der VGH untersagte am Montag allerdings, wie von der Stadt Frankfurt gefordert, dem rechtsextremistischen Antragsteller Steffen Hupka die Versammlungsleitung.

EZB-Präsident Duisenberg gibt sein Amt im Juli 2003 ab

Rücktritt

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Wim Duisenberg, gibt sein Amt am 9. Juli 2003 ab. Das teilte die EZB in Frankfurt am Main mit. Duisenberg habe bereits den amtierenden EU-Ratspräsidenten und spanischen Regierungschef Jose Maria Aznar, den EU-Finanzministerrat und die Beschlussorgane der EZB über diese Entscheidung informiert.

Neonazi Roeder in Frankfurt am Main vor Gericht

Rechtsextremismus

Vor dem Landgericht in Frankfurt am Main muss sich der Rechtsextremist Manfred Roeder verantworten. Die Anklage wirft dem 72-Jährigen unter anderem Verunglimpfung des Staates vor. Zu Prozessauftakt stellten die Verteidiger Roeders gegen den Vorsitzenden Richter Horst Zimmermann einen Befangenheitsantrag, der vom Gericht als unzulässig zurückgewiesen wurde. Einem von Roeder mitgebrachten Rechtsbeistand verwehrten die Richter die Zulassung als Wahlverteidiger. Mit weiteren Befangenheitsanträgen erzwangen die Anwälte daraufhin eine Prozessunterbrechung.

Frankfurter Flughafen arbeitet wieder normal

Flugverkehr

Zwei Wochen nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York und das Washingtoner Pentagon hat sich die Lage am Frankfurter Flughafen fast normalisiert. Die Verspätungen hielten sich "in normalen Grenzen", sagte der Sprecher der Flughafengesellschaft Fraport, Klaus Busch, am Mittwoch auf ddp-Anfrage. Die Schlangen vor den Schaltern seien zwar ab und zu noch "deutlich länger" als vor den Anschlägen, draußen warten müsse inzwischen aber niemand mehr. Von Streichungen seien derzeit "weit weniger als zehn Prozent" der täglich mehr als 100 Flüge von und nach Amerika betroffen, sagte Busch.

Behörden schweigen zum Verdacht Frankfurt/Main

Terrorermittlungen

Landes- und Bundesbehörden lehnen jede Stellungnahme zu Berichten ab, wonach sich das Deutschland-Kommando des islamistischen Terrornetzes von Osama Bin Laden in Frankfurt am Main befindet. Bundesanwaltschaft, das hessische Innenministerium, Landeskriminalamt sowie Frankfurter Polizei und das Büro der Oberbürgermeisterin wollten am Mittwoch keinen Kommentar abgeben. Die Bundesanwaltschaft geht einer Sprecherin zufolge "sämtlichen Spuren und Hinweisen unverzüglich nach", berichte aber "nur über Ermittlungsergebnisse".

Konzentrierte Schwefelsäure ausgetreten

Chemie-Unfall

Bei einer Chemiefirma in Frankfurt-Hoechst ist es gestern Abend zu einem Unfall gekommen. Der Austritt von konzentrierter Schwefelsäure (Oleum) bei der Firma Grillo im Industriepark Frankfurt-Hoechst sei aber nach zwei Stunden gestoppt worden, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Um 19:45 Uhr konnte für die Anwohner Entwarnung gegeben werden. Messungen hätten gezeigt, dass es keine gesundheitsgefährdenden Säurekonzentrationen in der Luft gegeben habe.