jobs

Hans-Josef Fell

Gabriel und Seehofer vernichten immer mehr grüne Jobs

Hans-Josef-Fell zur aktuellen LageAreva, Weserwind, Repower (jetzt: Senvion), Bard, Powerblades ... Man läuft Gefahr, sich an die sich häufenden Meldungen über Stellenstreichungen, Kurzarbeit und Insolvenzen in der Windenergie-Industrie zu gewöhnen. Laut einer Umfrage der IG Metall Küste unter Betriebsräten sind dieses Jahr in der Offshore-Industrie 1.000 Arbeitsplätze in Gefahr, nachdem die Branche letztes Jahr bereits 2.000 Menschen auf die Straße setzen musste. Die Gewerkschaft macht die Große Koalition dafür verantwortlich, die massive Vergütungskürzungen für die Windenergie auf See vorsieht.

Aktuelle E-Mail zielt auf Überweisungsbetrug ab

„Jobangebot“ mit betrügerischem Hintergrund

In diesen Tagen erhalten viele Verbraucher eine ominöse E-Mail eines unbekannten Absenders. „Wer auf das „Jobangebot“ eingeht, macht sich strafbar“, warnt Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Die Verbraucherzentrale Sachsen hat das Landeskriminalamt Sachsen informiert.

Mehr Gewinn für Beschäftigte und Entleihbetriebe

Jobs durch Leiharbeit - Rekruteam erfindet die Zeitarbeit neu

Aktuell sind ca. 700.000 Beschäftigte im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung tätig. Die Arbeitsbedingungen bei den Verleihern entsprechen trotz Mindestlohnverordnung und der erforderlichen Anwendung der Flächentarifverträge oft bei weitem nicht den gesetzlichen Anforderungen. Andererseits werden die Arbeitnehmer im Falle der Arbeitslosigkeit oft von der Arbeitsagentur direkt an etablierte Zeitarbeitsfirmen verwiesen, die damit sehr gute Möglichkeiten haben, die Situation der Arbeit suchenden für ihre eigenen Zwecke zu nutzen, um sie so günstig wie möglich „einzukaufen“ und dann so teuer wie möglich zu „vermieten“ bzw. zu „verleihen“. Nur wenige Beschäftigte in der Arbeitnehmerüberlassung wissen, dass ihnen ohnehin das Recht zusteht, sich im Entleihbetrieb nach den dort vergleichbaren Vergütungsregelungen zu erkundigen. Dies ist in § 13 des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) auch so festgelegt. Allerdings scheuen viele Beschäftigte den Weg zu den Verantwortlichen des Entleihbetriebes, weil sie fürchten, dass ihnen bei entsprechender Indiskretion des Entleihers, Repressalien durch ihren „Verleiher“ drohen - bis hin zur Entlassung.

Offener Vollzug

Drohender Jobverlust muss bei Strafvollzug berücksichtigt werden

Die Justiz muss bei der Entscheidung über einen offenen oder geschlossenen Strafvollzug die Resozialisierungsinteressen eines Verurteilten von vornherein ausreichend berücksichtigen. Darauf verwies das Bundesverfassungsgericht in einem am 15. Oktober in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss. Drohe etwa der Verlust eines Arbeitsplatzes, sei es geboten, diesem Umstand schon im Vollstreckungsverfahren Rechnung zu tragen, also vor Antritt der Strafe.

Zuschüsse

Bundesregierung kündigt für 2007 Kombilöhne für Billigjobs an

Die große Koalition will nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel an ihren Plänen zur Einführung eines Kombilohns für so genannte Billigjobs festhalten. Der Kombilohn könne aber erst Anfang kommenden Jahres realisiert werden, weil es noch zahlreiche ungeklärte Fragen gebe, sagte Merkel in einem Interview der Zeitschrift "Super Illu". "Wir müssen nun in der Regierung entscheiden, ob man solche Zuschüsse auch auf Dauer gewähren sollte, ohne größere Mitnahmeeffekte auszulösen", so Merkel.

Neumann

"Nebenjobs geben Abgeordenten Praxisbezug"

Nebenjobs von Abgeordneten tun dem Bundestag gut. Das meint der ehemalige Vorsitzende des Parteispenden-Untersuchungsausschusses, Volker Neumann (SPD). Im Bundestag müsse es eine Mischung von Leuten geben, die nebenbei ihren Beruf noch ausüben. Es gebe im Bundestag eine Reihe von Abgeordneten, die direkt von der Universität kämen, die also nie einen Beruf und damit die Praxis kennen gelernt hätten. Es müsse aber alles vermieden werden, was in die Nähe von Abgeordneten-Bestechung komme, sagte Naumann. Doch Lobbyismus gehöre zur Demokratie, "weil jeder versucht, Einfluss zu nehmen. Dennoch muss man wissen, was dahinter steht."

ver.di-Chef Bsirske

Arbeitszeitverlängerung kostet bis zu 500.000 Jobs

Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, spricht sich vehement gegen eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit im öffentlichen Dienst aus. Eine zehnprozentige Arbeitszeitverlängerung im öffentlichen Dienst koste 400.000 bis 500.000 Arbeitsplätze. Zu der Finanznot der öffentlichen Haushalte habe etwa allein die Unternehmensteuerreform 2001 bis 2003 mit Einnahmeausfällen von 60 bis 70 Milliarden Euro beigetragen.

Entlastung fraglich

Kommunen finden weniger Ein-Euro-Jobs als die Bundesregierung

Anders als die Bundesregierung hält der Deutsche Städte- und Gemeindebundes (DStGB) im nächsten Jahr nur "eine Zahl von über 100 000 Ein-Euro-Jobs für realistisch". Es gebe sicher einen großen Bedarf in Kitas, Schulen oder bei der Altenbetreuung, sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Berliner Zeitung". Eine Kernfrage werde aber sein, ob man genügend Zusatzjobs finde, "ohne den ersten Arbeitsmarkt zu beeinflussen". Die Bundesregierung geht dagegen von 600 000 solcher Jobs aus.