krankenversicherung

Kopfpauschale

Empfehlungen zur Krankenversicherung "vertane Chance"

Der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzvb) und Rürup-Kommissions-Mitglied Edda Müller hat die Empfehlungen der Kommission zur Krankenversicherung als vertane Chance bezeichnet. "Die Kommission hätte der Politik Rückendeckung für schwierige aber notwendige Veränderungen im Gesundheitswesen geben müssen." Es sei klar, dass das Gesundheitssystem in der Zukunft erheblich umgebaut werden müsse, um finanzierbar zu bleiben. "Das wissen auch die Bürger und sie sind auch bereit, ihren Beitrag zu leisten.", so Müller.

Krankenversicherung

Sozialverband warnt vor Ausbluten der GKV ohne Bürgerversicherung

Die Belastungen durch die geplante Gesundheitsreform - höhere Zuzahlungen, Leistungsausgrenzungen und private Absicherung von Zahnersatz und Krankengeld - treibt nach Ansicht des Sozialverbands Deutschland (SoVD) Besserverdienende massenweise in die private Krankenversicherung. Die Abwanderung ausgerechnet dieser guten Risiken mache dann die erhofften beitrags-senkenden Wirkungen weitgehend zunichte. Damit drohe ein "Reformdesaster", warnte SoVD-Vizepräsidentin Marianne Otte. Nur die schnelle Einführung einer Bürgerversicherung bei gleichzeitiger Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze könne diese absehbare Entwicklung verhindern. Sie würde es zudem ermöglichen, auf die unsozialen Leistungskürzungen weitgehend oder gänzlich zu verzichten.

630 Millionen Verlust im 1. Quartal

Mehr Ausgaben, weniger Einnahmen bei gesetzlichen Krankenversicherungen

Die gesetzlichen Krankenkassen haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres ein Minus von 630 Millionen Euro eingefahren. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte, gingen die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,2 Prozent zurück. Zugleich stiegen die Ausgaben um 1,6 Prozent.

Krankenversicherung

Kontroverse über Gutachten des Sachverständigenrat zum Gesundheitswesen

Anlässlich der Übergabe des Gutachtens 2003 des Sachverständigenrates für die konzertierte Aktion im Gesundheitswesen erklärte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Helga Kühn-Mengel: „Ich begrüsse die Empfehlung des Sachverständigenrates, unser Gesundheitssystem ohne Systemwechsel auf der Grundlage des Solidarprinzips weiterzuentwickeln.“ Eine Zwei-Klassen-Medizin ist nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) längst Realität. Die Aufteilung in ein System von gesetzlichen und privaten Kassen sei dafür verantwortlich, dass gut Verdienende in der Bundesrepublik eine bessere Behandlung bekämen als ärmere Menschen, sagte DIW-Experte Friedrich Breyer am Mittwoch in Berlin.

Krankenversicherung

Karlsruhe: Privat versicherte Elternteile müssen weiter Kinder mitversichern

Kinder verheirateter Eltern bleiben in bestimmten Fällen weiterhin von der kostenlosen Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen. Das entschied das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch in Karlsruhe. Dieser Ausschluss von der Familienversicherung gelte dann, wenn der besser verdienende Elternteil nicht gesetzlich, sondern privat krankenversichert ist. Die Regelung betrifft rund 160 000 Kinder. Damit wiesen die Karlsruher Richter die Verfassungsbeschwerde einer Mutter und ihres Sohnes zurück.

Gesundheitsreform

Paritätische Finanzierung der Krankenversicherung bleibt erhalten

Die Bundesregierung hat den Bericht des Nachrichten-Magazins "Stern" dementiert, wonach Bundeskanzler Gerhard Schröder einen Systemwechsel in der gesetzlichen Krankenversicherung plane. Die Bundesregierung hat nicht die Absicht, die paritätische Finanzierung durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufzugeben und die lohnbezogenen Kassenbeiträge durch Kopfprämien abzulösen.

Gesundheitsreform

Krankenversicherten-Verband gegen neue Sparvorschläge der Rürup-Komission

Der Präsident des Verbandes der Krankenversicherten Deutschlands, Heinz Windisch, lehnt die jüngsten Überlegungen zur Reform der Krankenversicherung ab. Wenn Arbeitnehmer unter 35 Jahren künftig private Vorsorge für die Zahlung von Krankengeld treffen müssten, bestehe die Gefahr, dass sie ganz in die privaten Krankenversicherungen gehen, sagte Windisch am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Sie würden jedoch in den gesetzlichen Krankenversicherungen gebraucht.

Kaskoversicherung für Kranke

Sozialverband lehnt Krankenversicherung mit Selbstbeteiligung der TK ab

Der Präsident des Sozialverbands VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, hat das Angebot der Techniker-Krankenkasse für einen Tarif mit Selbstbeteiligung scharf kritisiert. "Damit werde der Kaskoversicherung im Gesundheitswesen Tür und Tor geöffnet, was der VdK schärfstens ablehnt. Kaskoversicherung kann man beim Auto machen. Der Mensch ist aber kein Auto."

Ärzte drohen mit Großkundgebungen wegen Sparplänen

Verbraucherschützer: Notpaket für Krankenversicherung ist sozial ausgewogen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) bezeichnete den Gesetzentwurf zur Sicherung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung als sozial ausgewogen. Gerade im Hinblick auf die Rabatte bei Arzneimitteln und die Preissenkungen im Zahnbereich seien verbraucherfreundliche Effekte zu erwarten. Ärzte und Krankenhäuser wollen mit Großkundgebungen auf die Sparpläne von Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) reagieren. Die Apotheker planen darüber hinaus juristische Schritte. Das kündigten Verbandsvertreter am Donnerstag in Berlin an.

Reform der Sozialsysteme

Gesundheit geht in Qualitätswettberwerb, Rentenbeiträge steigen

Der geplante Umbau in der Kranken- und Rentenversicherung stößt auf heftige Kritik der Opposition. Diese Pläne der Bundesregierung seien "schamlos", sagte Unions-Fraktionsvize Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag im Bundestag in Berlin. Zuvor hatte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) angekündigt, bereits in Kürze ein Vorschaltgesetz vorzulegen, um nicht die Leistungen für Patienten zu kürzen oder den Versicherten mehr Zuzahlungen abzuverlangen.

Krankenversicherung

Wechsel zur privaten Kasse schon ab November erschwert

Der Wechsel von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wird für alle Versicherten erschwert. Koalitionskreise am Donnerstag in Berlin, dass die so genannte Versicherungspflichtgrenze von 3375 auf 3825 Euro angehoben werden soll. Erst ab diesem Einkommen ist dann künftig der Wechsel in eine Privatkasse möglich. Ursprünglich war in den Koalitionsgesprächen vereinbart worden, die Versicherungspflichtgrenze auf 5100 Euro zu erhöhen - allerdings nur für Neuversicherte. Darüber hinaus wurde bestätigt, dass Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) für die gesetzlichen Krankenkassen einen Beitragsstopp verhängen will.

DGB für mehr Vorbeugung

"Union gefährdet solidarische Krankenversicherung"

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt die Union vor einer Unterhöhlung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die geplante größere Wahlfreiheit über den Umfang des Versicherungsschutzes berge die Gefahr einer Zwei-Klassen-Medizin, kritisierte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer am Donnerstag in Berlin. Dies hätte zur Folge, dass sich junge und gesunde Menschen durch geringere Beiträge der Solidarität entziehen könnten. Die Last der Beitragssätze müssten dann vornehmlich die Alten und chronisch Kranken tragen.

Wahljahr

Koalition entlastet freiwillig versicherte Rentner

Wahljahre sind Zeiten für Geschenke an die Wählerinnen und Wähler. Rentner, die während ihrer Berufstätigkeit freiwillig gesetzlich krankenversichert waren, sollen künftig die günstigere Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten. Das sieht ein Gesetzentwurf der Koalition vor, der am Freitag vom Bundestag gegen die Stimmen der Union verabschiedet wurde. Damit dürfte der überwiegende Teil der bisher 3,5 Millionen freiwillig versicherten Rentner weniger zahlen, da eine Beitragspflicht auf Miet- und Zinseinkünfte entfällt. Der Verlust für die gesetzlichen Krankenkassen wird offiziell auf 40 Millionen Euro geschätzt. Union und FDP sprachen von möglichen 300 Millionen Euro.

Prävention & Versicherung

Sozialverband fordert Krankenversicherung für alle Erwerbstätigen

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert angesichts der dramatischen Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen die Einführung einer Erwerbstätigenversicherung. In diese müssten alle Erwerbstätigen und ihre mitversicherten Familienangehörigen einbezogen werden, sagte Verbandspräsident Peter Vetter am Freitag in Berlin. Darüber hinaus müsse die Bundesregierung die Krankheitsvorbeugung durch neue Programme verbessern. Dies müsse den Ausbau der Früherkennung ebenso umfassen wie Entwöhnungsprogramme bei Suchtmittelabhängigkeit, schlug Vetter vor.

Steigende Krankenversicherungsbeiträge

Deutsche zahlen angeblich 15 Milliarden Euro mehr Steuern und Abgaben

Die Bundesbürger werden nach Angaben von Unions-Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) zu Beginn des Jahres zusätzlich mit 15 Milliarden Euro Steuer- und Abgabenerhöhungen belastet.

Umfrage

Bevölkerung gegen Privatisierung der Krankenversicherung

Die Mehrheit der Deutschen lehnt einen privaten Vorsorgeanteil nach dem Vorbild der Rentenversicherung bei der Krankenversicherung ab. Eine am Freitag vom Nachrichtensender N24 veröffentlichte Umfrage des Meinungsinstitutes Forsa ergab, dass 63 Prozent der Befragten, einen derartigen Vorschlag für nicht richtig halten. Lediglich 32 Prozent befürworten die Ergänzung der Krankenversicherung um einen privaten Anteil.

Krankenversicherung

Ellis Huber wird neuer Vorstand der SECURVITA BKK

Der frühere Präsident der Berliner Ärztekammer Dr. Ellis Huber wird ab 1.7.2001 neuer Vorstand der bundesweiten gesetzlichen Krankenkasse SECURVITA BKK. Dies hat der Verwaltungsrat der Kasse jetzt in Hamburg beschlossen. Stellvertreterin des Vorstands und Vorstandssprecherin bleibt wie bisher Birgit Radow, früher Greenpeace-Geschäftsführerin. Die SECURVITA BKK ("Kasse für Ganzheitlichkeit") engagiert sich für die Gleichberechtigung von Schulmedizin und bewährten Naturheilverfahren und für mehr Vorsorge im Gesundheitswesen. Sie wurde 1997 bundesweit geöffnet und ist nach Firmenangaben seitdem auf rund 100.000 Mitglieder und Familienangehörige gewachsen.

Krankenversicherung

Höhere Beiträge wahrscheinlich

Steigende Beiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung werden immer wahrscheinlicher. Wie die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen am Donnerstag bei einem Gespräch mit Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) mitteilten, lassen sich zum Jahresende Erhöhungen bei einer Reihe von Kassen "kaum noch vermeiden".