kunden Nachrichten & Informationen

Urteile bei Mehrwertdiensten zu Gunsten des Kunden entschieden

0900

Die Gerichte in Schleswig-Holstein haben in diesem Jahr fast alle Klagen, bei denen es um die strittige Zahlung von sogenannten "Mehrwertdiensten" ging, zugunsten der Verbraucher entschieden. Das berichtet die Verbraucherzentrale Schleswig-Holststein. Vorwiegend habe es hohe Rechnungen betroffen, die durch Dialerprogramme verursacht wurden, die sich, von den betroffenen Verbrauchern unbemerkt, auf dem Computer eingenistet hatten und den unseriösen Anbietern satte Gewinne einfahren sollten. Viele Verbraucher hätten auf Rat der Verbraucherschützer die ungerechtfertigten Entgeltforderungen der Telekommunikationsunternehmen nicht widerspruchslos bezahlt und ihre Telefonrechnungen um die streitigen Dialerentgelte gekürzt.

Tipps gegen miese Tricks bei Handwerker- und Kundendienstrechnungen

Verbraucherschutz

Verstopftes Rohr, defekter Fernseher oder ein Auto, das nicht mehr fährt: In solchen Fällen sind guter Rat und schnelle Hilfe vom Fachmann lieb und teuer. Den Ärger gibt’s häufig frei Haus dazu. Da werden Termine nicht eingehalten oder die vereinbarten Kosten überschritten, und bei der Ausführung wird geschlampt. "Unliebsame Überraschungen und Streitigkeiten lassen sich jedoch vermeiden, wenn Angebote zu Handwerker- und Kundendienstleistungen vorher sorgfältig gecheckt und die Kosten schriftlich fest fixiert werden", rät die Verbraucherzentrale NRW.

Vodafone-Kunden schreddern ihre Verträge

Protest

Im Rahmen einer Attac-Aktion vor der Düsseldorfer Vodafone-Zentrale haben ehemalige Kunden des Mobilfunk-Unternehmens ihre Handy-Verträge mit einem Schredder zerstörten. "Vodafone will sich trotz Milliardengewinnen ums Steuerzahlen drücken. Mit so einem Unternehmen will ich nichts mehr zu tun haben", sagte der Bremer Unternehmer Klaus Rainer Rupp.

Regierung verbummelt Strom- und Gasregulierung zu Lasten der Kunden

Verbraucherschützer

Verbraucherschützer haben das Bundeswirtschaftsministerium ermahnt, endlich die Strom- und Gasmärkte zu regulieren. "Bereits vor einem Jahr am 26. Juni 2003 sind die neuen EU-Richtlinien in Kraft getreten. Eine Umsetzung bis 1. Juli 2004 ist dort vorgeschrieben. Bis heute hat das Bundeswirtschaftsministerium noch nicht einmal einen kompletten Entwurf einer Richtlinienumsetzung vorgelegt. Offensichtlich will man die Umsetzung weiter verzögern. Die Leidtragenden sind die Verbraucher. Sie müssen monatlich rund eine Milliarde Euro durch überhöhte Strom- und Gaspreise bezahlen. Gerechte Strompreise würde die Verbraucherkaufkraft stärken und über 100.000 neue Arbeitsplätze entstehen lassen" beklagt Dr. Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energieverbraucher e.V.

Kunden sollen Gartenmöbel zu Aldi zurückbringen

Tropenholz aus Raubbau?

Die Umweltschutzorganisation Robin Wood empfiehlt allen Käufern, bei Aldi Nord gekaufte Tropenholz-Gartenmöbel zurückzugeben. Es sei nicht auszuschließen, dass das Holz dafür aus Regenwaldzerstörung stamme. Aldi weigere sich, Informationen über die Herkunft des Holzes zu geben. Die Umweltschützer kritisierten neben der Informationspolitik des Aldi-Konzerns auch die Gesetzeslage in Deutschland, die die Einfuhr illegal geschlagenen Holzes ermögliche und Kunden über dessen Herkunft in Unklaren lasse.

Protest und Boykott-Aufruf gegen Vattenfall wegen Braunkohle

Bewag- und HEW-Kunden sollen wechseln

Aus Protest gegen die Pläne des Energiekonzerns Vattenfall, eine ökologisch wertvolle Teichlandschaft in der Lausitz für den Braunkohletagebau Cottbus-Nord zu zerstören, haben AktivistInnen von Robin Wood und Naturschützer aus dem betroffenen Ort Lacoma vor der Berliner Konzernzentrale von Vattenfall demonstriert. Robin Wood-Aktivisten erklommen das Vattenfall-Gebäude und entrollten dort ein Transparent mit dem Slogan: "So viel Natur für so wenig Kohle? - Rettet Lacoma! Energiewende jetzt!" Die Umweltschützer fordern Stromkunden des Konzerns, zu dem die Berliner Bewag und die Hamburger HEW gehören, zu einem Wechsel zu Ökostromanbietern auf. Unterdessen brachen zwei Bewohner der Braunkohlen-Region ihren Hungerstreik ab, wie es hieß aus gesundheitlichen Gründen.

Warnung für Flüssiggas-Kunden vor Abzocke

Energiekonzerne

Für die etwa 300.000 Flüssiggas-Kunden in Deutschland sind schwierige Zeiten angebrochen. Denn ein Urteil des Bundesgerichtshofs hatte voriges Jahr die Befüllung eines lediglich gemieteten Flüssiggastanks verboten. Die tankverleihenden Flüssiggaslieferanten binden ihre Kunden durch Miet- und Lieferverträge und liefern das Gas etwa ein Drittel teurer als freie Anbieter. Die Füllung eines 4.000-Liter Tanks kostet dann statt 1.700 Euro schon 2.100 Euro.

Payback-Kundenkarten mit "Schnüffelchips" ausgestattet

Metro-Konzern

Wie Mitglieder des "Vereins zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs" (FoeBuD) ermittelten, hat der Metro-Konzern Payback-Kundenkarten mit RFIDs, sogenannten "Schnüffelchips", ausgestattet, ohne die Kunden darüber zu informieren. Diese Chips, unter Preisetiketten an Waren angebracht, sollen den herkömmlichen Strichcode ersetzen. Sie werden nicht mehr umständlich per Lichtstrahl, sondern per Funk ausgelesen. Getestet wird dieses System im Future Store, einem Extra-Supermarkt in Rheinberg. Problematisch wird der Einsatz der Schnüffelchips, wenn auch die Kundenkarten berührungslos und vom Kunden unbemerkt ausgelesen werden können.

Kundenkarten verstoßen flächendeckend gegen Datenschutz

Illegale Kundenprofile

Bei den in Deutschland angebotenen Kundenkarten gibt es flächendeckende Verstöße gegen den Datenschutz. Dies ist das Ergebnis einer am Montag vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) veröffentlichten Studie. So sammeln fast alle Kundenbindungssysteme mehr Daten über den Kunden, als für das Durchführen des Bonusprogramms notwendig ist. vzbv-Vorstand Edda Müller rief die Unternehmen zu einem "Wettbewerb für mehr Verbraucherschutz und Datenschutz bei den Kundenkarten" auf. "Millionen von Verbrauchern erweisen dem Handel mit dem Erwerb von Kundenkarten ihr Vertrauen - dieses Vertrauen darf nicht durch einen dürftigen Datenschutz mit Füßen getreten werden", sagte Müller. Zu den häufigsten Verstößen zählen das Sammeln von Daten über die gekauften Produkte, eine fehlende Information der Verbraucher über ihre Datenschutzrechte und unzureichende Einwilligungserklärungen über die Verwendung der Daten.

Bahnkunden sollen nicht mehr rechtlos sein

Bundesrats-Entschließung

Der Bundesrat dringt auf mehr Rechte für die Kunden der Deutschen Bahn AG. Es sei "dringend angebracht", die Rechtsstellung der Bahnkunden als Verbraucher zu stärken, mahnt die Länderkammer in einer am Freitag in Berlin beschlossenen Entschließung. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, den Verbraucherschutz beim Eisenbahnpersonenverkehr "nachhaltig zu verbessern".

Mobilfunkanbieter müssen Kundendaten nicht speichern

Bundesverwaltungsgericht

Deutsche Mobilfunkprovider müssen die Daten ihrer Prepaid-Kunden weder erheben, noch sind sie dazu verpflichtet, diese zu speichern. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in einem aktuellen Urteil entschieden. Eine Pflicht, personenbezogene Daten zu speichern, stelle einen staatlichen Eingriff in das verfassungsrechtlich gewährleistete Recht der Kunden auf "informationelle Selbstbestimmung" dar, heißt es in dem Spruch der Leipziger Richter, die damit anderslautende Entscheidungen niederer Instanzen aufgehoben haben.

Züge fahren weiter ohne Ausschreibung

Schlecht für Kunden, Umwelt und Länder

Die Länder müssen ihre Aufträge für Bahn-Nahverkehrszüge weiterhin nicht ausschreiben. Das Oberlandesgericht Brandenburg bestätigte mit dieser am Dienstag verkündeten Entscheidung die Praxis des Landes Brandenburg, langfristige Verträge mit der Deutschen Bahn AG abzuschließen, ohne die Strecken auszuschreiben. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sieht in der Entscheidung einen bundesweiten Rückschlag für die Bahnreform und den Wettbewerb auf der Schiene. Konkurrenzunternehmen hätten so auch künftig keine Chance, sich zu etablieren, die Bahnreform bleibe weitgehend wirkungslos. Dies gehe zu Lasten der Kunden, der Umwelt und der Länderfinanzen.

Falsche Kundenzahlen bei AOL

Massenverkäufe

Der US-Onlinedienst AOL Time Warner soll seine Kundenzahlen mit Sonderkampagnen nach oben getrieben und damit gefälscht haben. Das berichtet das Wall Street Journal am heutigen Freitag. Demnach habe AOL-Manager Don Logan signalisiert, dass ein möglicher Grund für den unerwartet hohen Rückgang der Abonnentenzahlen das Resultat gewisser "Bereinigungen" sein könnte. AOL habe seine Kundendateien um Kunden bereinigt, die es durch eine kaum bekannte Kampagne seit dem Jahr 2000 gewonnen hatte.

Kunden lassen sich nicht kaufen

Loyalität nimmt ab

Deutsche Unternehmen verlieren zunehmend den Kontakt zu ihren Kunden. Die Fähigkeit, Kunden langfristig an sich zu binden, sinkt dramatisch. Zu diesem Schluss kommt eine Management-Studie unter Leitung von Lothar Rolke, Professor für BWL und Unternehmenskommunikation an der FH Mainz. Demnach rechnen rund 45 Prozent der deutschen Unternehmen mit einer anhaltenden Abnahme der Kundenloyalität. Ihnen stünden lediglich 22 Prozent gegenüber, die diesbezüglich optimistisch seien. Grund für die Entfernung vom Kunden seien Kommunikations- und Marketingstrategien, die falsche Prioritäten setzten.

Informationen über Kundenrechte bei Bus und Bahn

Fahrgastrechte

Ausfall, Verspätung, Überfüllung – wohl nur wenige sind bisher von solchen Erfahrungen mit Bus und Bahn verschont geblieben. Wer in der Folge versucht, bei dem jeweiligen Verkehrsunternehmen eine Entschädigung oder einen Ausgleich für den entstandenen Schaden einzufordern, ist in vielen Fällen auf die Kulanz des Unternehmens angewiesen. Teilweise gibt es aber auch bereits weitreichende Kundenrechte, die in den allgemeinen Beförderungsbedingungen verbrieft, jedoch nur wenigen Verbrauchern bisher bekannt sind. Daher haben der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Fahrgastverband Pro Bahn ein neues Infoblatt „Verbraucherschutz für Fahrgäste – Ihre Rechte bei Bahn uns Bus“ herausgegeben.

Viele Bahnkunden sehen sich als Verlierer des neuen Bahn-Preissystems

Musterbrief-Aktion

Mit Hilfe eines Bahnfahrer-Profil-Tests konnten die Mitglieder des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) die voraussichtlichen Auswirkungen des neuen Preissystems auf ihr individuelles Reiseverhalten überprüfen und in einem Musterbrief festhalten. Die Auswertung ergab: Über 90 Prozent der rund 1500 eingesendeten Musterbriefe weisen die Teilnehmer des Profil-Tests als Verlierer des neuen Preissystems aus. Abgefragt wurde unter anderem, ob die Reisenden vorwiegend allein oder in Begleitung unterwegs sind, ihre Reisen spontan oder geplant durchführen und wie es mit ihrer terminlichen Flexibilität aussieht.

Kunden sollen von Mehrwertsteuersenkung profitieren

Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn hat weitere Preissenkungen für Fern- und Nahverkehrstickets in Aussicht gestellt. Vorstandschef Hartmut Mehdorn sagte am Montag, eine Senkung der auf die Fahrscheine erhobenen Mehrwertsteuer von 16 auf 7 Prozent werde die Bahn "natürlich insgesamt an ihre Kunden weitergeben". Das würde besonders Strecken im Fernverkehr, zum Teil aber auch im Nahverkehr verbilligen. Die Bahn habe immer Chancengleicheit der Verkehrsträger in Deutschland und Europa gefordert, sagte Mehdorn. Je eher sie komme, desto mehr Verkehr bekomme man auf die Schiene.

NABU findet neue Fahrpreise gut - Pro Bahn beklagt Nachteile für Stammkunden

Neue Bahn-Preise ab 2003

Der Naturschutzbund NABU sieht im heute vorgestellten neuen Preissystem der Bahn deutlich mehr Chancen als Risiken. Zu den Gewinnern zählten vor allem Familien, Gruppenreisende und Frühbucher, sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth: "Wer in Zukunft mit seiner vierköpfigen Familie im Stau steht, ist selber schuld." Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Fahrgastverband PRO BAHN haben deutliche Nachbesserungen eingefordert. "Wer mit der Bahn ähnlich flexibel reisen möchte wie mit dem Auto, zahlt künftig drauf", stellten beide Organisationen fest. Vor allem Vielfahrer und Wochenendpendler würden durch die Abschaffung der "Bahncard 50" zu den Hauptbetroffen. Des weiteren kritisieren die Verbraucherverbände die überhöhten Gebühren bei Rückgabe des Fahrscheins.

Kunden zahlen künftig mehr für Anschlüsse

Telekom-Preiserhöhungen

Die Deutsche Telekom will offenbar ihre Kunden stärker zur Kasse bitten. Die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb eines Telefonanschlusses sollten künftig vollständig vom Kunden getragen werden, schreibt das "Handelsblatt" vom Mittwoch. unter Berufung auf Unternehmenskreise. Zusätzlich zur bisherigen Pauschalgebühr von netto 44,45 Euro wolle das Unternehmen künftig alle anfallenden Arbeiten in Rechnung stellen. Der Kunde müsse in Zukunft bei einem einfachen analogen Telefonanschluss die Verlegung der Leitung bis zur Telefonbuchse bezahlen.

Hochwasserschäden werden übernommen

Eine Million Allianz-Kunden mit DDR-Police

Über eine Million Kunden der Allianz AG in den vom Hochwasser betroffenen Ländern Sachsen und Thüringen haben bei Schäden gute Chancen auf eine finanzielle Entschädigung. Sie besitzen DDR-Policen über eine so genannte erweiterte Haushaltversicherung, die nach der Wiedervereinigung von dem Münchner Versicherungsriesen übernommen wurden. In ihnen sind Elementarschäden wie Hochwasser automatisch enthalten. Bislang lägen nur wenige Schadenmeldungen vor, sagte ein Allianz-Sprecher am Freitag auf Anfrage. Dementsprechend gebe es "noch nicht einmal annähernd" einen Überblick über mögliche Schäden durch die Flutkatastrophe.