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ver.di ruft Frankfurter Bankkunden zu Protestaktionen auf

Gegen Provisionen statt festem Gehalt

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di will den Tarifkonflikt im Bankengewerbe mit Hilfe von Bankkunden wieder in Schwung bringen. Am kommenden Freitag sollen Bankkunden und Passanten in den Tarifkonflikt miteinbezogen und zu Protestaktionen aufgerufen werden, sagte Herbert Bayer, Sekretär für den Bereich Finanzdienstleistungen von ver.di in Frankfurt am Main. Der bisher vorgeschlagene Weg der Arbeitgeber, die Gehälter durch Provisionszahlungen umzustellen, würde das Verhältnis zwischen Bankkunden und Kundenberatern total verändern.

Kunden bekommen bei Banken-Ombudsmännern in der Hälfte der Fälle Recht

Seit zehn Jahren

Beim Streit mit Geldinstituten haben deren Kunden gute Chancen, Recht zu bekommen. Seit ihrer Einrichtung vor zehn Jahren hat die Schlichtungsstelle des Bundesverbands deutscher Banken in 3 200 Fällen zu Gunsten der Kunden entschieden, berichtet die in Berlin erscheinende Verbraucherzeitschrift "Guter Rat" in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Beitrag. 3 400 Mal bekamen die Kreditinstitute Recht, bei 200 Streitfällen gab es einen Vergleich. Die Schlichtungsstelle besteht aus drei ehemals hohen Richtern.

Kundenkarten führen zu gläsernem Verbraucher

"Nutzen für Verbraucher teuer erkauft"

In Zusammenhang mit der wachsenden Verbreitung von Kundenkarten hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) vor einer Aushöhlung des Datenschutzes und einem gläsernen Konsumenten gewarnt. "Der tatsächliche Vorteil der Kundenkarten für den Verbraucher steht in keinem Verhältnis zu den umfangreichen personenbezogenen Daten über das Einkaufsverhalten, die die Unternehmen gewinnen", sagte Edda Müller, Vorstand des vzbv bei der Vorstellung einer repräsentativen Studie zu den Folgen des Wegfalls des Rabattgesetzes. Danach ist lediglich einem Viertel der befragten Verbraucher die Datenschutzproblematik überhaupt bewusst. "Der nachlässige Umgang vieler Verbraucher mit ihren persönlichen Daten wird sich als Bumerang erweisen", so Müller. Auf den einzelnen Kunden maßgeschneiderte Werbung werde künftig stark zunehmen. Der vzbv forderte eine intensive Aufklärungsarbeit zu den Folgen der Datenweitergabe.

Verkehrsclub Deutschland empört über kundenfeindliche Stornoregelungen

Neues Preissystem der Deutschen Bahn

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) ist über die im neuen Preissystem der Deutschen Bahn AG vorgesehenen Stornoregelungen empört. Wie der VCD jetzt erfahren hat, sollen mit Einführung des neuen Preissystems im Dezember massive Einschränkungen bei der Rückgabe von Bahntickets zu Sonderpreisen eingeführt werden. Für alle Fahrkarten des so genannten Plan&Spar-Tarifs, die der Kunde Tage vor der Reise für einen bestimmten Zug kaufen muss, heiße es ab dem Reisetag "Umtausch ausgeschlossen". Auch wer nur eine Stunde später fahre als geplant, bekomme nicht einen Cent angerechnet. "So viel Kundenfeindlichkeit kann sich die Deutsche Bahn AG nicht leisten. Das Unternehmen muss diese Regelung unverzüglich zurückzunehmen und auch weiterhin eine Umtauschmöglichkeit für alle Fahrkarten sicherstellen", fordert Thomas Schaller, VCD-Bundesvorsitzender.

"Bahn gängelt Kunden"

Guten-Abend-Ticket

Die Deutsche Bahn AG schränkt das "Guten-Abend-Ticket" ab 10. Juni massiv ein. Wie das Unternehmen am heutigen Montag in Berlin mitteilte, soll damit der Überbesetzung von Fernverkehrszügen in Spitzenzeiten entgegengewirkt werden. Das Ticket muss jetzt für einen bestimmten Zug gekauft werden, je nach Auslastung der Züge sollen mehr oder weniger der günstigen Tickets verkauft werden. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisierte den Schritt als "weiteren Mosaikstein in der seit Monaten zunehmenden Gängelung der Kunden", so VCD-Bundesgeschäftsführer Dirk Flege.