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"Lacomaer Teiche"

EU-Kommission hat offenbar Einwände gegen Vattenfall-Braunkohletagebau

Nach Darstellung von brandenburgischen Naturschutzverbänden hat die Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission eine Abbaggerung der schutzwürdigen "Lacomaer Teiche" und somit den dort geplanten Braunkohletagebau des Energiekonzerns Vattenfall verboten. "Wir begrüßen sehr, dass die EU-Kommission in ihrem Schreiben an Deutschland klargestellt hat, dass eine Genehmigung derzeit mit europäischem Recht nicht vereinbar wäre", so Tom Kirschey vom Naturschutzbund Brandenburg. Ein harter Vorwurf folgt, gerichtet an das deutsche Bundesumweltministerium: "Das Umweltministerium hat das Schreiben öffentlich falsch wiedergegeben." Vor zwei Wochen hätten Mitarbeiter des Bundesumweltministeriums erklärt, aufgrund des Schreibens aus Brüssel könne die Zerstörung des Gebietes nun genehmigt werden.

Brandenburg/Lausitz

Häuserübergabe in Lacoma an Braunkohletagebau verweigert

Zur heutigen Barbarafeier der Braunkohlenwirtschaft in Cottbus erklärt René Schuster, Mitglied des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg: "Es gibt keinen Grund den Lausitzer Braunkohlenbergbau zu bejubeln. Er hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Mit seinen derzeitigen Plänen und Vorhaben ist er für die Region nicht verträglich." Mit der Lacomaer Teichlandschaft will der Vattenfall-Konzern direkt vor den Toren der Stadt den landschaftlich wertvollsten Teil des Stadtgebietes zerstören. Damit würden der Stadt langfristige Entwicklungschancen genommen, aber nur kurzfristig Arbeitsplätze gesichert.

Betrugsvorwürfe gegen Vattenfall

Bewohner von Lacoma spricht auf Hauptversammlung

Ein Bewohner des vom Vattenfall-Tagebau Cottbus-Nord bedrohten Ortes Lacoma wird am Donnerstag vor der Vattenfall-Aktionärsversammmlung sprechen und dem Vorstand dabei unter anderem Betrug an den Aktionären vorwerfen. In der Frage, was naturschutzrechtlicher Ausgleich und Ersatz für die Lacomaer Teichlandschaft das Unternehmen kosten würden, habe der Vorstand seine Aktionäre um etwa 10 Millionen Euro betrogen. Die Kosten würden eine einstellige Millionenhöhe nicht überschreiten, hatte der Vorstand in der letzten Hauptversammlung im August 2003 auf eine entsprechende Frage geantwortet. Durch Akteneinsicht beim Umweltministerium konnten die Naturschutzverbände aber feststellen, dass Bergbau-Chef Häge bereits im Juli 2003 von Kosten bis zu 20 Millionen ausging.

Erhalt von Lacoma

Hungerstreik gegen Braunkohlenbagger

In Lacoma bei Cottbus werden ab Donnerstag zwei junge Menschen in einem von Abriss bedrohten Haus in den unbefristeten Hungerstreik treten. Franziska Liesigk (26) und Robert Künne (22) wollen damit gegen die anhaltenden Vorbereitungen für den Braunkohletagebau protestieren. "Wir wehren uns dagegen, dass in Lacoma immer mehr zerstört und abgerissen wird, bevor überhaupt über die Zukunft der Lacomaer Teichlandschaft entschieden ist." begründen Franziska und Robert ihren Schritt. Bis zu dieser Entscheidung wäre das Aussetzen aller Abrisse im Dorf möglich.

Braunkohle

Bewohner protestieren gegen Dorfabriss - Lacoma bleibt besetzt

Die Besetzer der Kulturscheune in Lacoma bei Cottbus protestieren weiter gegen den vorzeitigen Abriß des Ortes für den Braunkohletagebau. Der Lacoma-Verein sowie die Besetzer wenden sich heute in einem gemeinsamen offenen Brief an den Kohlekonzern Vattenfall. "Es wird sich zeigen, ob Vattenfall wirklich Gespräche will oder ob das Angebot des Konzerns nur eine Image-Trick ist", sagt Daniel Häfner, der Sprecher der Lacoma-Aktivisten.

Braunkohletagebau

Ab Montag soll Lacoma trotz Dachbesetzung abgebaggert werden

Seit Freitag halten Demonstranten die Dächer der Kulturscheune und eines weiteren Hauses besetzt um den vom Energiekonzern Vattenfall geplanten Abriss der Gebäude zu verhindern. Sie fühlen sich dazu genötigt, da ,Vattenfall' zu keinen Verhandlungen bereit war und ist. Dem Großkonzern wäre es nach Auffassung der Protestierenden ohne weiteres möglich, die Abrisse der Gebäude des Dorfes bis zur Klärung der rechtlichen Lage auszusetzen.

Braunkohle

Kultur und Natur statt Kohlegrube in Lacoma gefordert

ROBIN WOOD und die Grüne Liga fordern den Erhalt des ostbrandenburgischen Dorfes Lacoma und seiner Teichlandschaft. Die weitere Vernichtung ganzer Dörfer und Landstriche in der Lausitz zu Gunsten des Braunkohletagebaus sei gegenüber den dort lebenden Menschen wie auch klima- und energiepolitisch nicht zu verantworten.Geht es nach dem Willen des Energieriesen Vattenfall Europe, hätten die BewohnerInnen des kleinen Dorfes Lacoma bereits am 30. September ihre Häuser räumen müssen. Der Stromkonzern will hier im Tagebau Braunkohle abbauen. In den nächsten Tagen sollen Abrissbagger anrücken und vier Höfe und die sogenannte Kulturscheune dem Erdboden gleich machen. Die Bewohner haben angekündigt, ihr Dorf nicht freiwillig zu verlassen.