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Linux und Co.

Brasilien setzt auf Open Source

Brasilien setzt unter der Präsidentschaft Luiz Inacio Lula da Silvas auf Open Source Software. Der neu ernannte Chef des nationalen IT-Institutes ITI, Sergio Amadeu, will alle Regierungsstellen ermutigen, auf Linux und Co. umzusteigen. "Wir haben im Bereich der Bundesregierung einige Open-Source-Inseln. Wir wollen aber einen ganzen Kontinent schaffen", sagte Amadeu. Demnächst sollten die mehr als 400.000 elektronischen Wahlmaschinen auf Open Source umgestellt werden, berichtet AustralianIT.

Open-Source

SCO will Lizenzgebühren für Linux

Die SCO Group hat angekündigt von den Benutzern des populären Open-Source-Betriebssystems Linux Lizenzgebühren verlangen zu wollen. Dabei beruft sich der Konzern auf seine Urheberrechte über Teile von Linux, wie das Wall Street Journal berichtet. SCO wolle nun jene Unternehmen, die Linux verwenden, über sein Vorhaben informieren und behalte sich rechtliche Maßnahmen vor falls diese einer Lizenzgebühr nicht zustimmen sollten. Insgesamt könnte SCO durch die Vergabe von Lizenzen mehrere Milliarden Dollar einnehmen. Einer Sprecherin von IBM zufolge hätte SCO aber bisher keinen konkreten Quellcode anzeigen können, der die Urheberrechte verletzt hätte: "SCO verlangt von den Kunden Lizenzgebühren aufgrund von Behauptungen, aber nicht von Fakten".

Wachstum erwartet

Mehr Linux in Europa

Linux steht in Europa ein starkes Wachstum bevor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschers IDC, welche im Auftrag des Veranstalters der kommenden LinuxWorld erstellt wurde, die im September in Birmingham stattfindet. Demnach rechnet IDC mit einer Verdreifachung des Umsatzes bei Linux-Servern bis zum Jahr 2007 in Westeuropa. Für das laufende Jahr geht IDC von einem Absatz von 162.000 Stück mit einem Wert von 621 Millionen Dollar aus.

Open Source in der Stadtverwaltung

München stellt auf Linux um

Geht es nach dem Willen der regierenden SPD und Grünen wird die Stadtverwaltung in München zukünftig auf Linux und ein Office-Paket aus der Open-Source-Szene setzen. Der endgültige Beschluss für das freie Betriebssystem soll in der nächsten Stadtratsitzung am morgigen Mittwoch gefällt werden. Der Umstieg der über 14.000 PCs und Notebooks mit über 16.000 Benutzern soll in einer "sanften Migration" erfolgen. Da sich auch die Grünen auf Linux festgelegt haben, stehen die Chancen gut, dass die SPD auch ihre Position durchsetzen kann.

Microsoft gibt zu

Freies Betriebssystem Linux ist doch billiger

Nach einem Bericht des US-Dienstes VARBusiness hat Microsoft-Chef Steve Ballmer eine neue Position seines Konzerns gegenüber Linux definiert. Demnach gibt das Softwareunternehmen seinen Standpunkt auf, dass Microsoft die billigste Lösung bietet und will sich mehr auf den Wert seiner Produkte konzentrieren. "Bis jetzt war unsere Position, dass wir der billigste Anbieter sind", erklärte Ballmer auf der Fusion-Partnerkonferenz in Los Angeles. "Wir haben jetzt in Linux einen einzigartigen Konkurrenen. Wir können nicht billiger anbieten als Linux. Für uns als Unternehmen bedeutet das eine völlig neue Welt." Microsoft steht sowohl wegen der Ausnutzung seines Quasi-Monopols, als auch wegen der vielen Sicherheitslöcher in seiner Software unter massivem Beschuss.

OpenOffice 1.0 steht im Netz

Freie Office-Suite für Windows, Linux und Unix Systeme

OpenOffice.org hat die Version 1.0 seines Office-Pakets ins Netz gestellt. Die Software stellt eine freie Alternative für Windows, Linux oder Solaris-Systeme dar. Die Suite besteht aus einer Textverarbeitung, einem Tabellenkalkulations-, einem Präsentations- und einem Zeichenprogramm. OpenOffice kann eine Reihe unterschiedlicher Dateiformate verwerten und exportieren. Das Projekt basiert auf dem von Sun freigegebenen Code von StarOffice. StarOffice gilt als einziges Office-Paket, das es in der Bedienbarkeit mit Microsofts Office aufnehmen kann bzw. dieses teilweise gar überflügelt. Allerdings teilt es nicht die vielen Sicherheitslücken des Marktführers.