rwe Nachrichten & Informationen

RWE-Chef will Atomkraftwerke länger betreiben

"Dazu stehen wir"

RWE-Chef Harry Roels fordert eine Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke. Dies könnte zu niedrigeren Strompreisen beitragen, weil sich Deutschland so auch unabhängiger von teureren Energieimporten machte, sagte Roels der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Außerdem stießen Kernkraftwerke kein Kohlendioxid aus und man gewänne Zeit, um kohlendioxidfreie Kraftwerke und alternative Energien "zu entwickeln".

RWE und Eon wollen Strompreise erhöhen

"Marktbeherrschende Stellung"

Die Stromkonzerne RWE und Eon wollen Anfang 2006 die Strompreise erhöhen. Beide Konzerne haben für ihre zusammen mehr als 15 Millionen Kunden bei den Wirtschaftsministerien der Bundesländer eine Preisanhebung beantragt. Unter Berufung auf Branchenkreise schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung von Preissteigerungen von bis zu 6 Prozent. Eine Sprecherin habe die Preisanhebung insbesondere mit gestiegenen Brennstoffkosten und auch mit einer höheren Umlage für die Einspeisung von Ökostrom begründet. Bundesumweltminister Jürgen Trittin bezeichnete dies in Bild am Sonntag als faenscheinige Argumentation. Der Hinweis auf gestiegene Brennstoffkosten verfange nicht, weil RWE im wesentlichen Kohle verfeuere und Strom aus Atomkraftwerken einspeise. Auch das Bundeskartellamt verfolgt offenbar auf Druck der strombeziehenden Industrie die Preispolitik von RWE und Eon mit Mißtrauen. Die Verbraucher Initiative fordert ein Ende der Selbstbedienung auf dem Energiemarkt.

Kritik an geplantem Braunkohlekraftwerk des Energieriesen RWE

Neues Braunkohle-Kraftwerk

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace protestierte am Donnerstag in Essen gegen den vom Energiekonzern RWE geplanten Bau von zwei neuen Braunkohle-Kraftwerksblöcken in Neurath bei Neuss. Schon heute sei RWE in Deutschland der größte Betreiber von Braunkohle-Kraftwerken. In Europa sei der Energieriese für 15 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen aus der Stromproduktion verantwortlich und mit jährlich 168 Millionen Tonnen Kohlendioxid größter Produzent von Treibhausgasen. Das neue Braunkohle-Kraftwerk in Neurath würde nach Angaben von Greenpeace zusätzlich 14 Millionen Tonnen Kohlendioxid jährlich in die Luft blasen. Die offiziellen Klimaschutzziele Deutschlands wären dann nicht mehr einhaltbar, meint die Organisation.

Zweifel an Sicherheit des Atomreaktor-Betriebs durch RWE und E.On

Stilllegung statt Laufzeitverlängerung

Eine grobe Täuschung der Öffentlichkeit wirft die bundesweite Anti-Atom-Organisation "X-tausendmal quer" den Energiekonzernen RWE und E.on am Donnerstag vor. Beide Unternehmen hätten sich in den letzten Tagen für eine Verlängerung der Laufzeit ihrer Atomkraftwerke ausgesprochen, sollte es im Herbst zu einem Regierungswechsel kommen. Möglich wäre dies aufgrund der Sicherheit der Anlagen, hätten Manager beider Firmen behauptet. Laut X-tausenmal quer standen aber Kraftwerke beider Betreiber schon kurz vor einer Katastrophe. Die Initiative forderte statt Laufzeitverlängerungen die sofortige Stillegung aller Atomkraftwerke.

Umweltschützer fordern von RWE Abschied von der Braunkohle

Energie und Klimaschutz

Anlässlich der diesjährigen Hauptversammlung der Rheinisch- Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE) forderten Vertreter von Greenpeace und der Umweltstiftung WWF die Aktionäre auf, Druck auf die Unternehmensführung auszuüben, um die Investitionspolitik des Energieversorgers Klima verträglicher zu gestalten. "Das Unternehmen steht am Scheideweg", betont Regine Günther, Leiterin des Referats Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. Entscheiden sich die Manager des Energiekonzerns bei den anstehenden Investitionen für Kohlekraftwerke, sei dies nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern mittelfristig eine Gefahr für die Dividende.

Energiekonzern RWE trennt sich von Laurenz Meyer

Nicht mehr nützlich?

Der ehemalige CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer, der formal noch immer Mitarbeiter des Essener Energie- und Atomkonzerns RWE ist, wird angeblich rückwirkend zum 31. Dezember 2004 aus dem Unternehmen ausscheiden. Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, haben Meyer und RWE sich nach schwierigen Detailverhandlungen auf eine Trennung im gegenseitigen Einvernehmen verständigt. Meyer werde eine Abfindung von 400.000 Euro bekommen.

RWE und der CDU-Politiker Meyer stritten sich über Spende

Von Abfindung zur Spende

Die vom Energie- und Atomkonzern RWE an den früheren CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer gezahlte Abfindung in Höhe von 81.000 Euro war offenbar Gegenstand eines Streits zwischen dem Konzern und dem Politiker. Meyer hatte aufgrund des öffentlichen Drucks angekündigt, die Summe an SOS-Kinderdörfer zu spenden. Dort kam das Geld aber offenbar bislang nicht an. Jetzt soll Meyer die Abfindung an RWE zurückzahlen und von dort an die Kinderdörfer überwiesen werden.

RWE unter Druck - Angeblich neue Pannen im Fall Meyer

"Bedenkliche Zahlungen"

Die Zahlungen an den früheren CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer führten offenbar zu einer Krise in Vorstand und Aufsichtsrat des Essener RWE-Konzerns. Nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" gab es erheblich größere Pannen bei der Aufklärung des Falles als bislang bekannt.

Atom- und Rüstungskonzerne finanzieren Parteien

Nicht nur ein Fall RWE?

Nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" hat CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer die Öffentlichkeit über das tatsächliche Ausmaß der materiellen Vorteile "getäuscht", die ihm sein früherer Arbeitgeber, der inzwischen von der Essener RWE aufgekaufte Dortmunder Energieversorger VEW, gewährte. Nach Informationen der Zeitung "bezog Meyer auch noch als CDU-Generalsekretär Gehalt und Erfolgsbeteiligungen von RWE/VEW". Zudem soll er auch Gas zu vergünstigten Konditionen bezogen haben. Unterdessen wies die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW darauf hin, "dass die Bezahlung von Politikern und Parteien durch Großkonzerne systematisch erfolgt". Die Organisation erinnerte an "die nach dem Flick-Parteispendenskandal legalisierten Großspenden". Parteien würden systematisch von Großaktionären der Atomkonzerne und von der Rüstungsindustrie finanziert.

Billigstrom & Darlehen | Atomkonzern RWE unterstützt Laurenz Meyer

Billigstrom & Darlehen

CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer hat am Wochenende bestätigt, dass er Strom vom RWE-Konzern zu einem reduzierten Preis bezieht, obwohl sein Arbeitsverhältnis mit der RWE-Tochter VEW seit 1999 ruht. Den geldwerten Vorteil bezifferte er auf rund 1400 Euro im Jahr. Anfang 2001 hat Meyer eigenen Angaben zufolge "irgendeine Ausschüttung" von RWE erhalten. Er habe aber alle Vergünstigungen stets als geldwerten Vorteil versteuert. Meyer bestätigte weiterhin, ein Darlehen zum Bau seines Privathauses im westfälischen Hamm von seinem ehemaligen Arbeitgeber erhalten zu haben, das er zur Zeit noch abzahle.

Wollte RWE den CDU-Arbeitnehmerflügel schwächen?

Frankfurter Allgemeine

Nach dem Rücktritt des Vorsitzenden der CDU-Sozialausschüsse Hermann-Josef Arentz wegen einer regelmäßigen Bezahlung durch den Energie- und Atomkonzern RWE befasste sich die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) mit der Frage, "wer die Informationen an die Medien lanciert hat, die viele vertrauliche Details aus dem Unternehmen enthielten". Die mit direkten Informationen aus der Wirtschaft gewöhnlich gut versorgte Zeitung weist darauf hin, dass der CDU-Generalsekretär "und Merkel-Vertraute" Laurenz Meyer einst als Düsseldorfer Landtagsabgeordneter ebenfalls in der Energiewirtschaft tätig war. Meyer war beim Stromerzeuger VEW tätig, schreibt die FAZ, und sein Chef war der heutige Vorstandsvorsitzende von RWE Power, Gert Maichel. Die Wirtschaftszeitung legt durch diese Zusammenhänge den Verdacht nahe, Maichel könnte die "vielen vertraulichen Details" über den Vertrag mit Arentz an Generalsekretär Meyer weitergegeben haben.

Energiekonzern RWE spendierte CDU-Politiker jährlich 60.000 Euro und Gratisstrom

"Jederzeit zur Verfügung"

Der Energie- und Atomkonzern RWE zahlt dem Chef der CDU-Sozialausschüsse (CDA), Hermann-Josef Arentz, offenbar jährlich ein Gehalt dafür, dass der Politiker dem Unternehmen "jederzeit zur Verfügung" steht. Nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" vom Freitag steht dem Jahresgehalt des Landtagsabgeordneten von rund 60.000 Euro und einem Stromdeputat von 7500 Kilowattstunden jährlich "keine erkennbare Arbeitsleistung" gegenüber.

Energieversorger kümmern sich nicht um Klimaschutz

Internationales Ranking

Weltweit ist die Strombranche nicht gewappnet, der Herausforderung des Klimawandels konsequent entgegen zu treten. Dieses Fazit zieht der WWF in einem jetzt vorgestellten Report, in dem die Geschäftspolitik der wichtigsten Energieversorgungsunternehmer unter die Lupe genommen wird. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwieweit Firmen durch eine nachhaltige Investitionspolitik in der Lage sind, ihren Ausstoß von Treibhausgasen entscheidend zu verringern. 90 Prozent der untersuchten Unternehmen bekamen weniger als drei von zehn möglichen Punkten.

Protest gegen RWE-Wassergeschäft mit bundesweiter Vortragstour

Privatisierung der Wasserversorgung

Wasser-Aktivisten ketten zweibeinige Wassertropfen an das RWE-Logo und demonstrieren gegen die zunehmende Privatisierung der Wasserversorgung. Auftakt zu bundesweiter Vortragstour mit Eddie Cottle aus Südafrika. Ein buntes Transparent haben die Attac-Aktivisten vor dem Haupteingang des Essener Konzerns RWE aufgespannt. Es zeigt einen Wasseranschluss mit zwei Hähnen: Der Hahn auf der einen Seite ist verknotet, ein armer Mann mit Trinkgefäß kann kaum einen Tropfen zapfen, auf der anderen Seite ist die Hand aus dem Firmenlogo von RWE zur gierigen Kralle geworden und fängt sprudelnde Gewinne auf.

WWF warnt RWE vor Fehlinvestitionen in Kohlekraftwerke

Investment in Zeiten des Klimawandels

In Deutschland sprechen nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Argumente gegen Investitionen in Kohlekraftwerke. Zu diesem Ergebnis kommt der WWF in einer am Mittwoch vorgestellten Analyse, die mögliche Investitionsstrategien von Energiekonzernen am Beispiel der RWE (Rheinisch Westfälische Elektrizitätswerke) unter die Lupe nimmt. "Bei einer anspruchsvollen Klimapolitik, ist die Gefahr durch Investitionen in Kohlekraftwerke, Milliarden in den Sand zu setzen, deutlich größer als bei emissionsarmen Gasturbinen", betont Regine Günther Leiterin des Referats Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland.

Schmutzige Bilanz: RWE blockiert Klimaschutz

Klima und Energie

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Rheinisch Westfälischen Energiewerke (RWE) aufgefordert, ihren Widerstand gegen den vom Bundesumweltministerium vorgelegten Nationalen Allokationsplan zum Emissionshandel aufzugeben. RWE müsse in eine zukunftsfähige Energieversorgung investieren anstatt Innovationen zu blockieren und weitere Kohlekraftwerke zu planen. RWE sei mit 127 Millionen Tonnen pro Jahr größter CO2-Emittent in der Europäischen Union. Vier der fünf deutschen Industrieanlagen mit dem höchsten CO2-Ausstoß seien im Besitz der RWE. Es sei deshalb höchste Zeit, dass sich RWE der ökologischen Modernisierung stelle, anstatt an veralteten Technologien festzuhalten.

Proteste gegen deutsches Steinkohlekraftwerk in der Türkei

6,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid

Gegen ein deutsches Steinkohlekraftwerk in Iskenderun/Türkei haben heute bei der Einweihung durch Bundeskanzler Gerhard Schröder rund 80 lokale Umweltschützer und Greenpeace- Aktivisten protestiert. Das umstrittene Kraftwerk Iskenderun wird nach Angaben der Umweltschutzorganisationen den Ausstoß der Türkei von klimaschädlichen Treibhausgasen deutlich nach oben treiben.

Erneut Störfall im Atomkraftwerk Biblis

CDU-Minister kritisiert RWE scharf

Das Atomkraftwerk Biblis in Hessen wird seinen zweifelhaften Ruf als Pannenreaktor nicht los. Nach der Schnellabschaltung von Block B am Wochenende musste die Betreiberfirma RWE Power am Montagabend auch Block A vom Netz nehmen. Die Anlage sei heruntergefahren worden, um ein Leck an einer Messleitung zu reparieren, teilte das hessische Umweltministerium am Dienstag mit. Ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen in den Blöcken A und B gebe es nicht. Block A war bereits im Frühjahr 2003 wegen gravierender Sicherheitsmängel abgeschaltet worden und erst im Januar wieder in Betrieb gegangen. In ungewöhnlich scharfem Ton kritisierte Landesumweltminister Wilhelm Dietzel (CDU) die Informationspolitik von RWE wegen der Pannen in Block B. Er zitierte den Vorstand des Energieversorgers für Mittwoch in sein Ministerium.

RWE wusste seit Jahren vom mangelhaften Notkühlsystem im AKW Biblis

Demonstration für Stilllegung

AktivistInnen der Umweltorganisation ROBIN WOOD haben heute in Wiesbaden dafür demonstriert, den Atomreaktor Biblis stillzulegen. Vor dem Hessischen Landtag spannten sie ein Transparent mit der Aufschrift: "28 Jahre lügen & vertuschen. AKW Biblis stilllegen!" In Schutzanzügen gekleidet verteilten sie Flugblätter an die PassantInnen auf dem Marktplatz. Am kommenden Donnerstag wird der Umweltausschuss im Hessischen Landtag über Konsequenzen aus dem Biblis-Skandal beraten. Nach und nach ist in den letzten Wochen ans Licht kommen, dass die Notkühlung des Atommeilers Biblis A im Ernstfall nicht gesichert ist. Die Ansaugfläche vor den Notkühlpumpen im Reaktorsumpf war vom ersten Betriebstag an wesentlich kleiner als notwendig. In den Genehmigungsunterlagen sind 7,3 Quadratmeter als notwendige Fläche genannt. Trotzdem wurden nur 5,9 Quadratmeter realisiert. Diese Fläche wurde obendrein durch Siebe und Rohre so verdeckt, dass real nur 4,8 Quadratmeter Ansaugfläche vorhanden sind. Fast drei Jahrzehnte wurde dieser gravierende Mangel nicht behoben.

RWE-Tochter soll Auftrag zum Aufbau im Irak erhalten

Kriegsgewinne

Während im Irak täglich dutzende oder hunderte von Menschen sterben, bemühen sich zahlreiche Unternehmen um Aufträge zum Wiederaufbau des Irak, der gerade durch Panzer und Bombem zerstört wird. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) hat sich die britische Wirtschaftsministerin Patricia Hewitt bereits mit der amerikanischen Entwicklungsbehörde USAID ins Benehmen gesetzt, um potenzielle Auftragnehmer aus Großbritannien frühzeitig ins Gespräch zu bringen. Auf ihrer Vorschlagsliste stünden die Baukonzerne Balfour Beatty und Amec sowie der zum deutschen Energiekonzern RWE gehörende Wasserversorger Thames Water. Zu den von der US-Regierung bereits vorausgewählten amerikanischen Konzernen gehört auch eine Tochtergesellschaft des texanischen Ölfeldausrüsters Halliburton. Vorstandschef von Halliburton war bis zum Jahr 2000 der derzeitige amerikanische Vizepräsident Dick Cheney.