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Tarifverhandlungen

Uniklinik-Ärzte wollen mehr Geld

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die rund 22 000 Ärzte an Universitätskliniken ist am Donnerstag (29. Januar) ohne Annäherung zu Ende gegangen. "Die Positionen liegen noch weit auseinander", sagte der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), Knut Bredendiek, nach den rund vierstündigen Gesprächen in Berlin. Die Arbeitgeberseite habe deshalb noch kein konkretes Angebot vorgelegt. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund sprach trotzdem von einer "konstruktiven Atmosphäre" bei dem Treffen.

12-Stunden-Schichten

Uniklinik-Ärzte sollen zwischen 3200 und 7000 Euro pro Monat verdienen

Der monatelange Medizinerstreik an Uni-Kliniken steht möglicherweise vor dem Ende. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) einigten sich am Freitag in Berlin auf einen ärztespezifischen Tarifvertrag. Dem Tarifvertrag zufolge beträgt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit für Ärzte an Uni-Kliniken künftig 42 Stunden. Dabei sind Schichten bis zu zwölf Stunden möglich. Die mögliche Höchstarbeitszeit bei Bereitschaftsdienst beträgt 24 Stunden, die wöchentliche Höchstarbeitszeit maximal 58 Stunden. Durch Tarifvertrag auf Landesebene kann in Einzelfällen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 66 Stunden vereinbart werden. Die monatlichen Bruttolöhne reichen von 3200 Euro bis zu 7000 Euro.

Länger arbeiten

Dienstleistungsgewerkschaft stimmt Tarifkompromiss für Unikliniken zu

Der Tarifkonflikt an den baden-württembergischen Universitätskliniken ist beigelegt. Wie die Gewerkschaft ver.di am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, stimmten in einer Urabstimmung über 90 Prozent der betroffenen Gewerkschaftsmitglieder für den Mitte Oktober erzielten Kompromiss. Der Tarifabschluss habe "Signalwirkung" für andere Tarifauseinandersetzungen etwa im Bereich der Länder und Kommunen, sagte die ver.di-Landesvorsitzende Sybille Stamm.

38-39 Stunden pro Woche

Länger arbeiten und wiederholte Einmalzahlungen für Beschäftigte an Unikliniken

Der Tarifkonflikt für die rund 25 000 nicht-ärztlichen Beschäftigten der baden-württembergischen Universitätskliniken ist beigelegt. Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di einigten sich am Sonntagabend, wie ver.di-Fachbereichsleiter Günter Busch der Nachrichtenagentur ddp sagte. Im Streit um die Arbeitszeit einigten sich beide Seiten laut Busch auf ein Stufenmodell. Beschäftigte bis 40 Jahre sollen 39 Stunden wöchentlich arbeiten, bis 55-Jährige 38,5 Stunden und über 55-Jährige 38 Stunden. Für Auszubildende gilt weiter die 38,5-Stunden-Woche. Bei der Vergütung laute der Kompromiss, dass es in diesem Jahr eine Einmalzahlung von 390 Euro (195 Euro für Auszubildende) gebe, in den kommenden beiden Jahren soll die Einmalzahlung für alle Beschäftigten jeweils 300 Euro betragen. Das Weihnachts- und Urlaubsgeld wird zusammengefasst und soll 88 Prozent einer Monatsvergütung betragen.

Nicht-ärztliche Beschäftige

Sondierungsgespräch der Tarifparteien im Uniklinik-Streik

Angesichts der seit Mittwoch andauernden Streiks von Tausenden Beschäftigten an den Universitätskliniken in Baden-Württemberg gibt es jetzt offenbar eine Annäherung der Tarifparteien. "Es wird am Dienstagmorgen in Stuttgart ein Sondierungsgespräch zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft geben", sagte ver.di-Sprecher Ralf Berchtold am Freitag in Stuttgart. Die Arbeitgeber seien auf die Gewerkschaft zugekommen.

"Schmerzhafte finanzielle Einbußen"

Uniklinikpersonal in Freiburg streikt gegen Lohnabbau

Mit Pfeifkonzerten und Blechtrommeln haben sich Pflegekräfte und technische Mitarbeiter der Universitätsklinik Freiburg am Mittwochmorgen auf den ersten unbefristeten "Erzwingungsstreik" in der Geschichte Baden-Württembergs eingestimmt. "Bestandsschutz" fordern die rund 600 in bunter Eintracht auf dem Klinikumsgelände versammelten Beschäftigten, darunter Krankenschwestern, Pfleger sowie Verwaltungs- Technik-, Küchen- und Reinigungspersonal.

Gegen unbezahlte Überstunden

Ärzte von Unikliniken setzen Streikaktionen fort

Mit mehreren Protestaktionen haben die Ärzte der baden-württembergischen und hessischen Universitätskliniken am Dienstag ihre Streikwoche fortgesetzt. In Wiesbaden gingen nach Polizeiangaben rund 600 Mediziner auf die Straße, um ihrem Ärger über zu wenig Geld und verschlechterte Arbeitsbedingungen Luft zu machen. In Tübingen und Heidelberg beteiligten sich dem Marburger Bund zufolge jeweils rund 250 Ärzte an Demonstrationen. Bei einem weiteren Protestmarsch in Ulm wurden etwa 200 Teilnehmer gezählt.

Ab 9.9.2004

Ausstellung über das Atommülllager Morsleben im Uniklinikum Magdeburg

Am Donnerstag, den 9. September laden die Greenkids in Zusammenarbeit mit der Blutbank des Uniklinikums um 19.00 Uhr zur Vernissage der Ausstellung "Morsleben - Geschichte eines umstrittenen Atomprojekts" ein. Die Ausstellung ist bis mindestens Ende November in den Räumen des Instituts für Transfusionsmedizin zu besichtigen und wandert dann zum nächsten Ausstellungsort, wahrscheinlich der Gedenkstätte in Marienborn.