vögel Nachrichten & Informationen

Vögel: Die Amsel Frieda

Es war eine wunderbare Freundschaft - Meine Amsel hing an mir wie ich an ihr

Meine Amsel FriedaAls ich im November von einer längeren Abwesenheit zurückkehrte, umflog sie mich beim Mülleimer Heraustragen fast zum Erschrecken. „Friedachen, da bist Du ja! Komm gleich mit rein, ehe dich jemand verjagt!“ Schwupp, war sie mit im Haus. Ein paar Rosinchen sind immer schnell zur Hand und vor ihr auf den Teppich gelegt. Das pickt sich besser als von den Fliesen. „O wie gut du wieder aussiehst! So schöne Federn und ein blankes Äugelchen hast Du!“ Sie genoss es, gelobt zu werden. Wie verschieden Vögel gucken können! Bei Anwesenheit fremder Menschen hatte sie einen wachsamen Raubvogelblick, was meine Freundin auch seinerzeit bemerkte und sicher an der Warmherzigkeit eines Vogels Zweifel hegte. Nein, das war nicht nur ein Abholen von Rosinen. So hatte es auch gar nicht angefangen.

Vögel: Pirol zurück nach Afrika

Sommer ist für auffälligen Auenvogel vorbei

Rückflug des Pirol nach Afrika Warmen Sommertagen und reichhaltigem Nahrungsangebot zum Trotz: Für den Pirol, einem Charaktervogel der Rheinauen zwischen Mainz und Bingen, ist der Sommer vorbei. „Im August treten diese etwa amselgroßen Vögel langsam ihren Flug Richtung Süden an“, erläutert Michael Markowski, Leiter des Auenservice am NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen. Zusammen mit ehrenamtlichen Helfern hat der Diplom-Biologe die Vogelwelt der Rheinauen im Blick. Im Winter werden rastende Wasservögel gezählt und im zeitigen Frühjahr die Reviere von Mittel- und Kleinspecht untersucht. Außerdem werden die Horste von Schwarzmilan und Weißstorch betreut.

Vögel mit dem den "birdpen" schützen

Vogeltod an Fensterscheiben

Jeden Tag fliegen sich nach Expertenschätzungen rund 250.000 Vögel in Europa an Fenstern und anderen transparenten oder spiegelnden Flächen zu Tode. Das ist eine unglaublich große Zahl von Todesopfern.

Tierschutz | Hilfe für Adler

Türkische Wilderer schießen Schreiadler östlich von Ankara ab

Der Schreiadler hatte keine Chance, als er vor wenigen Tagen von einem Wilderer in der Türkei östlich von Ankara ins Visier genommen wurde. Mit Schrotschüssen holte ihn der Mann vom Himmel. Blutig taumelte das Tier zur Erde, schlug in der Nähe einer Straße hart auf den Boden und verendete Stunden später elendig an seinen schweren Verletzungen. „Anhand der Beringung konnte der Schreiadler sofort identifiziert werden“, sagt Margit Meergans, Schreiadlerexpertin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Der Adler hat die Ringnummer Lativia ET 2189 Riga, zusätzlich eine Flügelmarke mit der Nummer 42 und war vor zwei Jahren im Natur Reservat Teici in Lettland von unserem Partner Dr. Bergmanis beringt worden.“ Abschuss und Identität des Schreiadlers wurden jetzt von türkischer Seite offiziell bestätigt.

Energiekonzerne sollen "vogelgefährliche Strommasten" schnell beseitigen

Gesetzliche Verpflichtung

Der Naturschutzverband NABU und die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) fordern eine forcierte Umrüstung "vogelgefährlicher Strommasten". Diese Umrüstmaßnahmen verliefen derzeit nur schleppend. Besonders gefährdet seien vor allem die großen Arten wie Eulen, Greifvögel und Störche. "Immer noch sterben Tausende Vögel an ungesicherten Mittelspannungsmasten durch Stromschlag", beklagen die Naturschützer. Deutschlandweit müsste noch mindestens mit 350.000 gefährlichen Masten gerechnet werden, wie aus den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage der EGE hervorgehe. Nach Ansicht der Verbände messen die Energiewirtschaft und die Umweltminister dem Problem zu wenig Bedeutung bei, obwohl der Gesetzgeber bis 2012 die Umrüstung aller vogelgefährlichen Strommasten vorschreibe.

Naturschutzbund sieht alarmierenden Rückgang von Wiesenvögeln

Artenschutz

Mit Blick auf die Ostertage hat der Naturschutzbund NABU auf "die alarmierende Situation bei Deutschlands Wiesenvögeln" aufmerksam gemacht. Den Feld- und Wiesenvögeln gehe es so schlecht wie nie zuvor, einige seien mittlerweile in Deutschland sogar vom Aussterben bedroht. Aktuelle Auswertungen des NABU zeigten, dass typische "Ostervögel" wie Kiebitz, Uferschnepfe und Feldlerche bundesweit erschreckende Bestandsrückgänge aufwiesen.

Bundesregierung stützt globale Strategie gegen Vogelgrippe

Zugvögel im Blick

Deutschland befürwortet im "Kampf" gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe eine internationale Strategie über den europäischen Rahmen hinaus. Die Bundesregierung unterstütze hierzu die gemeinsamen Anstrengungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Welternährungsorganisation (FAO) und der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE), sagte Verbraucherschutz-Staatssekretär Alexander Müller am Freitag in Berlin.

Artenschützer fordern Wildvogel-Importverbot

Ziervögel

Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober macht die Artenschutzorganisation Pro Wildlife auf "das tödliche Geschäft mit Wildvögeln" aufmerksam: Etwa 3,5 Millionen Vögel würden jährlich der Natur entrissen, um die Nachfrage nach Papageien, Beos, Prachtfinken und anderen "Ziervögeln" allein in der EU zu decken. Die Hälfte dieser Tiere sterbe bereits bei Fang, Lagerung und Transport in den Herkunftsländern, die restlichen 1,75 Mio. Tiere würden "in Kisten gepfercht" und "völlig legal" in die EU gebracht. Eine Studie der Artenschutzorganisation von PRO WILDLIFE zeige, wie dieser Handel immer neue Arten an den Rand der Ausrottung treibe. Mit 87 Prozent der Importe sei die EU mit Abstand weltgrößter Abnehmer von Ziervögeln aus freier Wildbahn. Weit über 200 Tier- und Naturschutzverbände forderten von der EU, "den grausamen Vogelimport endlich zu verbieten". Auch zur Bekämpfung der Vogelgrippe sei ein solcher Schritt "längst überfällig", heißt es bei Pro Wildlife.

Forschungsprojekt setzt auf großangelegte Vögeltötung

Sündenbock Krähe

In Ostfriesland gibt es seit Anfang 2004 eine groß angelegte Tötungsaktion von Rabenvögeln. Das Institut für Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover will damit nach eigener Aussage seltene, am Boden brütende Vogelarten vor dem Aussterben bewahren. Die Rabenvögel seien wegen ihrer Vorliebe für Eier und Jungvögel mit dafür verantwortlich, dass die Bestände an seltenen Wiesenbrütern immer mehr zurückgehen, meint das Institut. Da das Institut wissenschaftliche Gründe für die Aktion angibt, hat es von der zuständigen Jagdbehörde eine Sondererlaubnis bekommen, um Fallen zu verwenden, die eigentlich EU-weit verboten sind. Das Deutsche Tierhilfswerk(DTHW) nannte die Aktion unseriös. Der Verlust an Singvögeleiern und -jungen sei nur zu einem sehr kleinen Teil den Rabenvögeln zuzuschreiben und "falle nicht ins Gewicht". Einig sind sich Tierhilfswerk und Institut, dass zum allergrößten Teil der Mensch für die Zerstörung der Lebensräume verantwortlich ist. Bisher wurden über 5500 Rabenkrähen und Elstern gefangen und erschlagen.

Zugvögel erreichen selten ihre Brutgebiete

Vogeljagd

Mit dem Frühlingsanfang kehren die Zugvögel zurück: Sie sind auf ein intaktes und eng geknüpftes Netz von Rastplätzen angewiesen. Doch diese verschwinden immer mehr aus Europa, kritisierte Claus-Peter Hutter, Präsident der Umweltstiftung Euronatur. Das geschehe durch Landschaftszerstörung aller Art. Aber nicht nur dadurch seien Zugvogel bedroht: Nach wie vor sei würden die Vögel auf ihrer Reise gejagt. Allein im Libanon würden jährlich 20 bis 25 Millionen Patronen verkauft. Das sei "eine unvorstellbare Zahl für ein Land, das kleiner ist als Schleswig-Holstein und nur wenig mehr Einwohner als Berlin hat", sagte Hutter.

Italien will seltene Vögel zum Abschuss freigeben

Artenschutz

Die italienischen Regierung plant die Jagd auf Vögel zu lockern. Das meldet die Umweltstiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur). Künftig soll die Jagdsaison verlängert, die Zahl der jagdbaren Vogelarten von 36 auf 41 erhöht und die Haltung von lebenden Lockvögeln vereinfacht werden. "Bei illegalen Abschüssen sollen nur noch Bußgelder und keine Haftstrafen mehr verhängt werden können und zum Training von Jagdhunden könnte dann selbst in Naturschutzgebieten ganzjährig gejagt werden", berichtet Vogelexperte-Martin Schneider-Jacoby von Euronatur.

EU verantwortlich für 86 Prozent des Handels mit Wildvögeln

Wildvogelimporte

222 Tier- und Naturschutz- verbände aus aller Welt haben die EU heute in einer gemeinsamen Deklaration aufgefordert, die Einfuhr wildgefangener Vögel zu beenden. Die Verbände beklagen die Rolle der EU als "mit Abstand der größte Abnehmer" von sogenannten Ziervögeln. Demnach würden pro Jahr mehr als 1 Million Tiere importiert. Es sei höchste Zeit, dass die EU dem Beispiel anderer Industriestaaten folgt, stellt Daniela Freyer von Pro Wildlife fest. Während zum Beispiel die USA, Kanada und Australien solche Importe längst verbieten würden, lasse die EU Vogelbestände in Entwicklungsländern rücksichtslos plündern. Der Handel sei ausserdem nicht nur verantwortlich für die Gefährdung vieler Arten und das sinnlose Leiden unzähliger Individuen, sondern berge auch erhebliche Gesundheitsgefahren. So könne zum Beispiel die in Asien grassierende und auch für Menschen tödliche Vogelgrippe durch Wildvögelimporte eingeschleppt werden.

Viele Fledermäuse wandern jetzt ins Winterquartier

Nicht nur Vögel wandern

Könnten wir bei Dunkelheit sehen, wäre der Zug der Fledermäuse ebenso gut zu beobachten wie das Ziehen der Kraniche oder Wildgänse. Fast lautlos und von den meisten unbemerkt ziehen die fliegenden Säuger zu Beginn der kalten Jahreszeit in ihre Winterquartiere. Dabei legen Sie, nach Angaben der Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur), oft große Distanzen zurück, denn geeignete Quartiere, wo die Tiere frostfrei und ungestört den Winter verschlafen können, werden immer seltener. So kann es schon vorkommen, dass ein Großes Mausohr, das den Sommer über auf Insektenjagd an der deutsch-tschechischen Grenze war, dieser Tage bis in einen ehemaligen Brauereikeller nach Frankfurt an der Oder fliegt.

Italien gibt Millionen geschützte Vögel zum Abschuss frei

Vogelschutzcamp ab 1. Oktober

Kurz vor dem offiziellen Beginn der Jagdsaison haben zahlreiche italienische Regionen den Abschuß und Fang von mehreren Millionen nach EU-Recht geschützten Zugvögeln erlaubt. So dürften allein im Veneto vom 19. September bis Ende Dezember ganz offiziell bis zu 6 Millionen Stare, 2,4 Millionen Buchfinken, 1,2 Millionen Bergfinken sowie mehr als 12 Millionen Sperlinge geschossen werden, so das Bonner Komitee gegen den Vogelmord. Ein entsprechendes Regionalgesetz wurde im August von Silvio Berlusconis Partei "Alleanza Nazionale" im Regionalparlament von Venedig vorgelegt und verabschiedet. Hinzu kommt eine große Zahl gewilderter Tiere. Naturschützer wollen der illegalen Jagd mit einem Vogelschutzcamp entgegentreten und Fallen abbauen.

Kraniche rasten wieder zu Tausenden in Mecklenburg-Vorpommern

"Vögel des Glücks"

Herbstzeit ist in Mecklenburg-Vorpommern auch Kranichzeit. Wieder wird an den Rastplätzen der "Vögel des Glücks" ein grandioses Schauspiel geboten, wenn sie zu Tausenden geräuschvoll starten und landen. Im Frühjahr machen diese imposanten Vögel nur kurz Rast auf dem Weg zu ihren Nist- und Brutplätzen in Skandinavien und Osteuropa. Länger in Mecklenburg-Vorpommern bleiben die Kraniche dagegen bei ihrem herbstlichen Rückflug, teilt der Tourismusverband des Landes mit.

Zähler für unsere Gartenvögel gesucht

22. Mai 2004

Der NABU veranstaltet die Mitmach-Aktion am 22. Mai gleichzeitig in vielen Bundesländern. In Hessen sind alle Naturfreunde aufgerufen, eine Stunde lang - von 9.00-10.00 Uhr - alle Vögel zu notieren, die sie beim Blick in den Garten oder Kleingarten, vom Balkon oder der Terrasse aus beobachten können. Amsel, Drossel, Fink und Star und weitere - ganz gleich, welcher Art sie angehören. Es zählen also Menschen in großer Zahl fast überall in Deutschland nach gleicher Methode ihre Amseln, Buchfinken, Zaunkönige oder Rotkehlchen in ihrem persönlichen Wohnumfeld.

Vögel singen gegen Großstadtlärm an

Nicht nur Auswirkungen auf den Menschen

Lärm beeinträchtigt nicht nur Menschen in der Großstadt, sondern kann auch Auswirkungen auf das Verhalten von wilden Tieren haben. Der Verhaltensbiologe Henrik Brumm von der Freien Universität Berlin hat untersucht, wie Singvögel mit dem teilweise immensen Verkehrslärm in der Stadt zurecht kommen und hat dazu den morgendlichen Gesang von männlichen Nachtigallen in Berlin analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass die Tiere versuchen, sich im Großstadtlärm Gehör zu verschaffen, indem sie ihren Gesang deutlich lauter vortragen und damit gegen die Geräuschkulisse um sie herum ansingen.

Heimische Vogelarten sterben aus

Gefährliche Landwirtschaft

Auf die dramatischen Bestandsrückgänge vieler heimischer Feldvogelarten hat heute der Naturschutzbund NABU hingewiesen. In Deutschland müssten derzeit über 65 Prozent der in der Agrarlandschaft heimischen Feldvögel auf der Roten Liste der Brutvögel geführt werden. Einge der für Deutschland typischen Arten wie Rebhuhn, Kiebitz oder Feldlerche seien bereits ganz verschwunden. Eine aktuelle Studie der Naturschützer belege, dass die Intensivierung der Landwirtschaft die mit Abstand wichtigste Ursache für die teilweise tragischen Entwicklungen sei.

Vogelschützer zerstören 8390 Vogelfallen und Fangnetze in Norditalien

Erfolgreicher Einsatz gegen Wilderei

Mehr als 60 freiwillige Vogelschützer aus Deutschland und Italien haben in den vergangenen vier Wochen in den Alpen um den Gardasee rund 8300 Bogenfallen und 110 Netze für den illegalen Vogelfang abgebaut und den Behörden übergeben. Die Fanggeräte wurden im Rahmen von systematischen Suchaktionen des Komitees gegen den Vogelmord und italienischer Verbände entdeckt und unschädlich gemacht. In den Fallen befanden sich etwa 380 getötete Singvögel, etwa 260 Tiere konnten unversehrt befreit werden. Über die Aktionen berichtet heute abend die Fernsehsendung "Zeitspiegel" um 21.20 Uhr im Bayerischen Rundfunk.

Zaunkönig ist "Vogel des Jahres 2004"

Naturnahe Lebensräume

Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz, NABU-Partner in Bayern, haben am Freitag den Zaunkönig als "Vogel des Jahres 2004" vorgestellt. "Der Zaunkönig, einer der kleinsten heimischen Vögel, wirbt als populärer Sympathieträger stellvertretend für viele andere Tiere des Siedlungsraumes für naturnahe Gärten, Parks und Grünflächen", sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz in Berlin.