werbung

Mehr Werbung

Weltweite Werbeausgaben steigen auf 500 Milliarden Dollar

Der weltweite Werbemarkt soll im kommenden Jahr um fast sechs Prozent ansteigen und ein Volumen von knapp 500 Milliarden Dollar erreichen. Diese Diagnose stellt Robert J. Coen, Analyst bei Universal McCann. Demnach soll allein der US-Werbemarkt noch stärker anwachsen und mit einer Steigerung von fast sieben Prozent ein Volumen von 266,4 Milliarden Dollar erreichen. Damit werde weltweit mehr als jeder zweite Werbe-Dollar in den USA ausgegeben, berichtet das Wall Street Journal. Vor allem die Kosmetikindustrie, Pharmaunternehmen und die Kfz-Produzenten hätten in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres erheblich mehr für Werbung ausgegeben.

Grenzen für Kommerz im Klassenzimmer

Verbraucherschützer verklagen Kellogg wegen "Schulsport"-Werbung

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) verklagt die Firma Kellogg wegen ihrer Werbeaktion "Kellogg's Frosties für Schulsport". Der Aufforderung des vzbv, die umstrittene Aktion zu unterlassen, habe Kellogg nicht entsprochen, teilten die Verbraucherschützer am Freitag mit. Mit dem Musterverfahren will der vzbv gerichtlich klären, wie weit Unternehmen bei auf Schulen ausgerichteter Werbung gehen dürfen. "Wir wollen in Sachen Werbung an Schulen keine amerikanischen Verhältnisse", begründete vzbv-Vorstand Edda Müller die Klage. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Unterfinanzierung der Schulen durch Werbung ausgeglichen werden müsse.

Klage gegen Kellogg angekündigt

Verbraucherschützer starten Kampagne gegen Kinder-Werbung

Aufklärung und juristische Mittel sollen Kinder künftig vor irreführender Werbung schützen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) startete am Mittwoch eine Kinderkampagne unter dem Titel "Schaust du nur oder kaufst du schon?", mit der er gegen rechtlich unzulässige und inhaltlich problematische Werbung für Kinder und Jugendliche vorgehen will. "Wir erleben eine Invasion der Werbung in Kinderzimmern, auf Frühstückstischen und in Klassenzimmern", sagte vzbv-Vorstand Edda Müller beim Start der Kampagne in Berlin. Wegen einer Werbeaktion "für Schulsport" will der vzbv zunächst die Firma Kellogg in einem ersten Musterverfahren verklagen.

Zeitungskongress in Berlin

Zeitungsverleger wollen Tabakwerbung

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) begrüßt die Bereitschaft der Politik, das Kartellrecht zu novellieren. Allerdings dürfe eine Lockerung der Pressefusionskontrolle auf keinen Fall mit gesetzlichen Auflagen verknüpft werden, mit denen die privatwirtschaftliche Verfassung der Verlage in Frage gestellt wird, erklärte BDZV-Präsident Helmut Heinen bei der Eröffnung des Zeitungskongresses in Berlin. Deutliche Kritik übte der Verband an der EU-Politik, die die wirtschaftliche Leistungskraft der Verlage akut bedrohe. Es sei konsequent, dass die Bundesregierung sich auch juristisch gegen das Tabakwerbeverbot wehre. Werbeverbote seien ein Verstoß gegen die Pressefreiheit. Doch dies halte die EU-Bürokratie nicht davon ab, neue Verbotsschilder aufzustellen. Hinter einer solchen Politik stecke ein Menschenbild, das sich gegen den mündigen und eigenverantwortlichen Bürger richte.

Unzulässige Werbung

Täuschung mit falschen Rückrufnummern verboten

Das Landgericht München I hat eine Täuschung von Handynutzern mit falschen Rückrufnummern untersagt. In einem am heutigen Dienstag veröffentlichten Urteil verbot die Kammer, dass ein Betreiber zur Täuschung Anrufkennungen im Handy-Display aus fernen Ländern hinterlässt. Dies sei "unzulässige belästigende Werbung". Ein Mobilfunknetzbetreiber hatte an zwei Tagen ungewöhnlich viele Anrufe festgestellt. Insgesamt wurden 775.876 Verbindungen aus dem deutschen Festnetz zu den Handynummern seiner Kunden aufgebaut.

Englisch

Käufer verstehen Werbung nicht

Englische Werbesprüche werden von den Konsumenten nicht oder kaum verstanden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuell veröffentlichte Studie der Kölner Endmark AG. Gegenstand der Befragung waren zwölf derzeit in der Werbung kommunizierte Aussagen in englischer Sprache, die von den Probanden übersetzt werden sollten. Mehr als die Hälfte der 14- bis 49-Jährigen, der eigentlichen Hauptzielgruppe der Werber, verstanden zehn dieser Sprüche nicht in vollem Umfang.

Mehr Einnahmen

Werbung im Internet erholt sich wieder

Die Einnahmen durch Internet-Werbung sind im vierten Quartal 2002 in den USA nach zwei Jahren des Rückganges wieder gestiegen. Das ergibt der "Internet Ad Revenue Report", den das amerikanische Interactive Advertising Bureau (IAB) gemeinsam mit der New-Media-Gruppe Pricewaterhouse Coopers (PwC) veröffentlicht hat. Demnach betrugen die Einnahmen durch Online- Werbung im letzten Quartal 2002 1,6 Milliarden Dollar, was eine Steigerung um neun Prozent zum dritten Quartal 2002 mit 1,5 Milliarden Dollar darstellt. Im gesamten Jahr 2002 hätten die Umsätze 6,0 Milliarden Dollar betragen und waren damit um 16 Prozent gegenüber 2001 gesunken.

Internet wird stärker

Aufschwung in der Werbung ab 2004

Martin Sorrell, Chef der weltgrößten Werbe- und PR-Gruppe WPP, hat bei der World Association of Newspapers in Dublin einen Aufschwung für den problembehafteten Medien- und Werbe-Sektor vorhergesagt. Das berichtet die Financial Times. Allerdings dürfe die Industrie sich keine Wiederholung von einigen "Exzessen" aus der Vergangenheit erwarten, so Sorrell. Die Ursache für den Auftrieb sieht Sorrell in den Olympischen Spielen in Athen, in der europäischen Fußballmeisterschaft sowie in der Präsidentenwahl in den USA.

Olympia-Bewerbung Leipzig

Olympia bringt Naturzerstörung, aber keine Jobs

Eine Woche nach der Kür Leipzigs zum deutschen Bewerber für die olympischen Sommerspiele 2012 reißen die Diskussionen um die Entscheidung nicht ab. Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) erklärte, für Olympia wichtige Bauprojekte vorziehen zu wollen. Gleichzeitig räumte er ein, eine rasche Belebung des regionalen Arbeitsmarktes sei von der Entscheidung nicht zu erwarten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kündigte an, umweltzerstörende Bauvorhaben für die Spiele verhindern zu wollen.

Konsumententäuschung

EU will Werbung ehrlicher machen

Die Europäische Kommission plant weitere Einschränkungen für die Werbebranche. Wie das Handelsblatt berichtet, will Kommissar David Byrne die Produzenten von Nahrungs- und Genussmitteln dazu verpflichten, künftig nur noch mit Slogans zu werben, deren Aussage einer strengen wissenschaftlichen Prüfung standhalten. Byrne will damit die zahlreichen falschen Versprechungen der Werbung und die Täuschung der Konsumenten unterbinden. Sollte der dem Handelsblatt vorliegende Entwurf der Kommission so umgesetzt werden, so die Wirtschaftszeitung, bedeute dies das Aus für zahlreiche bekannte Werbeslogans.

OLG-Urteil

In Werbung versprochene Gewinne müssen gezahlt werden

In Werbebriefen versprochene Gewinne müssen ausgezahlt werden. Und das auch dann, wenn der Gewinn an anderer Stelle in der Werbung von eigenem Ermessen abhängig gemacht wurde. Das hat das Oberlandesgericht Oldenburg in einem am Montag veröffentlichten Urteil entschieden. Die Richter sprachen einer Frau aus dem Ammerland 4.090 Euro zu und bestätigten damit ein Urteil des Amtsgerichts Westerstede.

Werbung

Bahn lieferte den Marketingflop 2002

Die Deutsche Bahn hat 2002 den Marketingflop des Jahres geliefert. Bei der von der Universität Hohenheim organisierten Online-Wahl sprach sich eine Mehrheit der rund 7.500 Abstimmenden, laut Universität Hohenheim Marketing-Experten aus Wissenschaft und Praxis, für die Deutsche Bahn aus. Das Unternehmen punktet auf Platz zwei gleich wieder und schafft damit einen Doppelsieg bei der Wahl zum schlechtesten Marketing des vergangenen Jahres. Zur Wahl standen zehn Marketing-Aktionen. Die Initiative der Stuttgarter Universität versteht sich als "Beitrag zur Qualitätssicherung im Marketing".

Jugendbezogene Zigarettenwerbung

"Camel"-Werbeplakate werden abgehängt

Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) hat einen Erfolg gegen jugendbezogene Zigarettenwerbung errungen. Nach einer Klage des vzbv hat der Zigarettenhersteller JT International eine Unterlassungserklärung abgegeben, die beanstandete Plakatwerbung für die Marke "Camel" nicht weiter zu verwenden. Der vzbv ist der Ansicht, dass die Werbung mit jugendlich aussehenden Personen geeignet ist, Jugendliche und Heranwachsende zum Rauchen zu veranlassen. Mit seiner Unterlassungserklärung verpflichtet sich das Unternehmen auch, auf den Slogan "slow down - pleasure up", der aus Sicht des vzbv und des Landgerichts in Verbindung mit den Motiven ein gesteigertes Wohlbefinden durch Zigarettenkonsum suggeriert, zu verzichten. "Dies ist auch ein Signal an andere Tabakfirmen, verantwortungsbewusst zu agieren und von ähnlichen Werbeaktionen abzusehen", so Ines Nitsche, Rechtsexpertin des vzbv.

Werbung

Online-Werbemarkt trotzt der Wirtschaftsflaute

Der Online-Werbemarkt trotzt der allgemeinen Werbeflaute und hat sich in diesem Jahr positiv entwickelt. So hätten die entsprechenden Umsätze in Deutschland mit einem Volumen von 228,9 Millionen Euro bereits im November das Gesamtergebnis des Vorjahres von 211,6 Millionen Euro übertroffen. Das teilte der teilte der Deutsche Multimedia Verband (DMMV) am Dienstag, unter Berufung auf aktuelle Erhebungen von Nielsen Media Research mit.

Europäisches Parlament

Werbeverbot für Tabakwaren ab 2003

Das Europäische Parlament (EP) hat in erster Lesung über eine neue Richtlinie zum Verbot von Tabakwerbung abgestimmt. Dabei hat das Parlament eine Reihe von Veränderungen abgelehnt, die das Werbeverbot aufgeweicht hätten. Nun soll der Ministerrat die Richtlinie mit den Änderungen des EP endgültig beschließen. Der Vorschlag sieht ein generelles Werbeverbot für Tabakwaren in den Printmedien und im Internet vor, ebenso im Rundfunk (TV, Radio). Verboten werden soll auch das Sponsoring von Rundfunkprogrammen und Events, wenn sie grenzüberschreitend sind. Die Kommission hat die Entscheidung des Parlaments begrüßt.

Medikamentenwerbung

Deutsche AIDS-Hilfe und Verbraucherzentrale mahnen Pharmariesen ab

Die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) und der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) gehen gemeinsam gegen Verstöße gegen das Werbeverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel vor: Der vzbv hat die Firma Bristol-Myers Squibb wegen einer Anzeige abgemahnt, in der gleich drei rezeptpflichtige Medikamente gegen HIV genannt werden. "Wir sehen darin einen besonders dreisten Versuch, das in Deutschland geltende Werbeverbot für Arzneimittel zu unterlaufen", sagte dazu Dr. Stefan Etgeton, Referent für Gesundheit beim vzbv. Der Zeitpunkt für dieses Vorgehen sei offenbar bewusst gewählt: Nachdem die EU-Kommission vorgeschlagen hat, die direkte Werbung für rezeptpflichtige Medikamente zur Behandlung von HIV/AIDS, Diabetes und Asthma modellhaft zulassen, wird am kommenden Mittwoch im zuständigen Ausschuss des Europäischen Parlamentes über die Arzneimittelgesetzgebung der EU verhandelt.

Jugendschutz

Verbraucherzentralen ziehen wegen "Camel"-Werbung vor Gericht

Die Verbraucherzentralen verklagen die Tabakfirma JT International wegen jugendbezogener Zigarettenwerbung. Die Darstellung jugendlich erscheinender Personen auf einem Werbeplakat für die Marke "Camel" verleite Jugendliche zum Rauchen, teilte der Verbraucherzentrale Bundesverband mit. Die Verbraucherschützer erwarten, dass die beanstandete Werbung im Interesse des Jugendschutzes gerichtlich untersagt werde, sagte Vorstand Edda Müller.

EU-Parlament einigt sich auf Kompromiss bei Datenschutz

Datenspeicherung erlaubt, Werbemails verboten

Die beiden größten Fraktionen des EU-Parlaments haben sich auf einen Kompromiss bei den europaweiten Datenschutzrichtlinien geeinigt. Die Christdemokraten EPP-ED und die Sozialisten PES wollen sieben Zusätze für die zweite Lesung zur Datenschutzrichtlinie am 30. Mai einbringen. Die Speicherung von Verbindungsdaten von Telefon- und Internet-Nutzern wird beschränkt erlaubt. Werbemails sollen nur nach vorheriger Zustimmung des Empfängers gestattet sein, und über den Einsatz von Cookies muss informiert werden.

Keine Werbung mehr für Produkte des Herstellers

Aids-Stiftung protestiert gegen Preispolitik von GlaxoSmithKline

Einer der größten Anbieter von Spezialbedarf für HIV-Patienten, die Aids Healthcare Foundation (AHF), will Produkte des britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline (GSK) in ambulanten Einrichtungen nicht mehr bewerben. Die Organisation protestiert mit dieser Maßnahme gegen die Preispolitik des Pharmaunternehmens.

Neue "E.ON"-Werbung zu Strom aus "Tschernobyl"-Reaktoren

Kennzeichnung soll Verschleierung der Strom-Herkunft beenden

Mit einer satirischen Darstellung der "Arnold Schwarzenegger-Werbung" für den E.ON-Strommix demonstrierte Greenpeace am Freitag, dem 16. Jahrestag der Atom-Katastrophe von Tschernobly, vor der Münchener Zentrale des Konzerns für ein neues Konzept zur Stromkennzeichnung. Aktivisten haben ein Plakat, auf dem Schwarzenegger anstelle eines Mixers ein Atomkraftwerk in der Hand hält, an die Fassade des Konzerns montiert. Mit der Aktion macht Greenpeace darauf aufmerksam, dass E.ON über seine Beteiligung an einem russischen Energieunternehmen Strom aus Atomreaktoren des "Tschernobyl"-Typs RBMK verkauft. So versorge E.ON über die Firma Lenenergo St. Petersburg mit Atomstrom aus dem nahe gelegenen Kraftwerk Sosnowi Bor. In Litauen profitiere E.ON durch die Beteiligungen an einem Regionalversorger vom Stromverkauf aus dem "Tschernobyl"-Reaktor Ignalina.