NGO DIE Internet-Zeitung

Südamerika

Südamerika ist der südliche Teil des amerikanischen Doppelkontinents und mit rund 17,8 Millionen Quadratkilometern die viertgrößte kontinentale Landfläche der Erde. Auf dem Kontinent leben etwa 440 Millionen Menschen; er umfasst nach üblicher Zählung zwölf unabhängige Staaten. Prägend sind die Anden als längste über dem Meeresspiegel gelegene Gebirgskette der Erde, das Amazonasbecken mit dem wasserreichsten Fluss der Erde und die Atacama im Norden Chiles. [1] [2]

Lage und Abgrenzung

Südamerika wird im Osten vom Atlantischen Ozean und im Westen vom Pazifischen Ozean begrenzt. Im Norden verbindet die Landenge von Panama den Kontinent mit Nordamerika, im Süden trennt die Drakestraße die Insel Feuerland vom Nachbarkontinent Antarktika. [1]

Eine Übersicht der Erdteile sammelt die Rubrik Kontinente.

Auf einen Blick

Südamerika in Zahlen
Flächerund 17,8 Millionen Quadratkilometer, die viertgrößte kontinentale Landfläche der Erde [1]
Einwohnerrund 440 Millionen [1] [2]
Staatenzwölf unabhängige Staaten; je nach Zählung bis zu vierzehn Gebiete [2]
Höchster Punktder Aconcagua mit 6961 Metern, an der Grenze zwischen Argentinien und Chile [1]
Längste Gebirgskettedie Anden mit über 7000 Kilometern [3]
Wasserreichster Flussder Amazonas mit 206.000 Kubikmetern Wasserführung je Sekunde [4]
Trockenste Wüstedie Atacama im Norden Chiles [5]
SprachenSpanisch in fast allen Staaten, Portugiesisch in Brasilien [1]

Landschaft und Klima

Die Landschaft gliedert sich in drei Großräume: die Anden an der Westseite, die Flussebenen östlich davon und die Bergländer im Osten. [1]

Die Anden ziehen sich entlang des Pazifiks über mehr als 7000 Kilometer von Venezuela bis zur Südspitze Patagoniens und gelten als die längste über dem Meeresspiegel gelegene Gebirgskette der Erde. [3] Ihr höchster Berg ist der Aconcagua mit 6961 Metern. [1]

Die größte Flussebene ist das Amazonasbecken. Der Amazonas ist mit einer mittleren Wasserführung von 206.000 Kubikmetern je Sekunde der wasserreichste Fluss der Erde; seine Länge wird mit mindestens 6400 Kilometern angegeben. [4] Der Amazonas-Regenwald bedeckt nahezu das gesamte Becken, erstreckt sich über neun Länder und stellt mehr als die Hälfte des weltweit verbliebenen tropischen Regenwaldes. [6]

Im Norden Chiles liegt die Atacama. Sie gilt als die trockenste Wüste der Erde außerhalb der Polargebiete; in ihrem zentralen Bereich besteht seit mindestens 15 Millionen Jahren ein hyperarides Klima, in dem jahrzehntelang kein Regen registriert wurde. [5] Verursacht wird die Trockenheit durch den kalten Humboldtstrom vor der Küste und den Regenschatten der Anden. [1] [5]

Staaten und Bevölkerung

Zu den zwölf unabhängigen Staaten zählen Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Guyana, Kolumbien, Paraguay, Peru, Suriname, Uruguay und Venezuela. Hinzu kommt Französisch-Guayana als Überseegebiet Frankreichs; je nach Zählung, die auch Teilgebiete wie den südamerikanischen Teil Panamas einbezieht, werden bis zu vierzehn Gebiete genannt. [2] Auf dem Kontinent leben etwa 440 Millionen Menschen. [1]

Amtssprache ist in den meisten Staaten Spanisch, in Brasilien Portugiesisch. Grund dafür ist der Vertrag von Tordesillas von 1494, mit dem Spanien und Portugal den Kontinent unter sich aufteilten; der Osten, das heutige Brasilien, fiel an Portugal. [1] In Suriname wird Niederländisch, in Guyana Englisch gesprochen. [1]

Geschichte

Nach herrschender Auffassung wurde Amerika um etwa 15.000 vor Christus über die Beringstraße besiedelt; in Südamerika reichen die frühesten menschlichen Spuren bis in die Zeit zwischen 20.000 und 10.000 vor Christus zurück. Ab dem zweiten Jahrtausend vor Christus entstanden lokale Kulturen, darunter die Chavín-, Nazca-, Moche- und Chimú-Kultur. Zwischen etwa 1200 und 1532 beherrschten die Inka große Teile des Kontinents. [1]

1494 teilte der Vertrag von Tordesillas Südamerika zwischen Spanien und Portugal auf. Spanische und portugiesische Eroberer unterwarfen in der Folge die indigenen Reiche; es entstanden die Vizekönigreiche Spanisch-Amerikas. [1] Zwischen 1810 und 1825 erkämpften sich die meisten Gebiete die Unabhängigkeit; die Schlacht bei Ayacucho beendete 1824 die spanische Herrschaft. Brasilien wurde 1822 unter dem portugiesischen Thronfolger Pedro unabhängig und zunächst Monarchie. [1]

Wirtschaft

Die Anden sind reich an metallischen Bodenschätzen. Im zentralen Andengürtel liegen große Kupfer-, Zinn-, Gold- und Silberlagerstätten; Chile war lange das bedeutendste Kupferförderland. In den Salzseen von Chile und Bolivien befinden sich große Lithiumvorkommen, im Nordwesten Erdölreserven. Für viele Staaten ist der Export der Bodenschätze die wichtigste Devisenquelle. [1]

Zur wirtschaftlichen Integration gründeten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay 1991 den Gemeinsamen Südamerikanischen Markt (Mercosur). Ihm gehören inzwischen auch Bolivien und Venezuela an, wobei die Mitgliedschaft Venezuelas seit 2017 suspendiert ist; assoziierte Mitglieder sind unter anderem Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru. [7]

Quellen

[1](1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16) Wikipedia: Südamerika (https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdamerika), Abruf 12.10.2026. Keine Primärquelle.
[2](1, 2, 3, 4) oesterreich.gv.at: Staatenverzeichnis – Südamerika (https://tinyurl.com/2cqoeato), Abruf 12.10.2026.
[3](1, 2) Wikipedia: Anden (https://de.wikipedia.org/wiki/Anden), Abruf 12.10.2026.
[4](1, 2) Wikipedia: Amazonas (https://de.wikipedia.org/wiki/Amazonas), Abruf 12.10.2026.
[5](1, 2, 3) Wikipedia: Atacama-Wüste (https://de.wikipedia.org/wiki/Atacama-W%C3%BCste), Abruf 12.10.2026.
[6]Wikipedia: Amazonas-Regenwald (https://de.wikipedia.org/wiki/Amazonas-Regenwald), Abruf 12.10.2026.
[7]BMZ: Gemeinsamer Südamerikanischer Markt (MERCOSUR) (https://tinyurl.com/22m3wg7q), Abruf 12.10.2026.

Note

Die Angaben folgen überwiegend der Übersicht bei Wikipedia und dem Staatenverzeichnis der österreichischen Bundesregierung. Die Zahl der Staaten ist nicht eindeutig: Je nach Quelle werden auch Französisch-Guayana, die Falklandinseln oder der südamerikanische Teil Panamas mitgezählt. Die Übersicht der Kontinente auf ngo-online nennt für Südamerika abweichend 656 Millionen Einwohner.