Mercedes-Benz
Mercedes-Benz ist eine der ältesten und bekanntesten Automobilmarken der Welt. Sie geht auf die unabhängigen Erfindungen von Carl Benz und Gottlieb Daimler zurück, die 1886 erstmals ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor auf die Straße brachten. Heute bildet Mercedes-Benz den Kern der Mercedes-Benz Group AG mit Sitz in Stuttgart. [1] [2]
Mercedes-Benz auf einen Blick
Ursprung: unabhängige Erfindungen von Carl Benz und Gottlieb Daimler; Patent des Benz Patent-Motorwagens 1886 [3]
Fusion: Daimler-Motoren-Gesellschaft und Benz & Cie. zur Daimler-Benz AG am 28. Juni 1926 [4]
Stern: dreizackiges Zeichen der Daimler-Motoren-Gesellschaft, 1909 angemeldet; die drei Strahlen stehen für Land, Wasser und Luft [5]
Sitz: Stuttgart [2]
Konzern: Mercedes-Benz Group AG, hervorgegangen aus DaimlerChrysler und Daimler [6]
Marken: Mercedes-Benz, Mercedes-AMG, Mercedes-Maybach und die Elektromarke Mercedes-EQ [6]
Kennzahlen 2024: 175.264 Beschäftigte, Absatz 2,389 Millionen Fahrzeuge, Umsatz 145,6 Milliarden Euro [1]
Geschichte
Carl Benz wurde 1844 in Mühlburg im damaligen Baden geboren, Gottlieb Daimler 1834 in Schorndorf in Württemberg. Beide entwickelten unabhängig voneinander einen schnell laufenden Verbrennungsmotor für Fahrzeuge. Am 29. Januar 1886 meldete Benz in Mannheim sein Patent für einen dreirädrigen Motorwagen an, der als erstes Automobil der Welt gilt. Im selben Jahr baute Daimler mit Wilhelm Maybach in Cannstatt einen vierrädrigen Kraftwagen. [3]
Der Markenname Mercedes geht auf den Geschäftsmann Emil Jellinek zurück, den größten Händler der Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG). Jellinek trat bei Rennen unter dem Pseudonym Mercédès auf, dem Vornamen seiner Tochter, und ließ 1900 einen Rennwagen bauen. 1902 wurde der Name als Warenzeichen geschützt. 1909 meldete die DMG den dreizackigen Stern an; Benz & Cie. ließ im selben Jahr seinen Schriftzug im Lorbeerkranz schützen. 1925 wurden Stern und Lorbeerkranz zum gemeinsamen Zeichen vereint. [4] [5]
1926 fusionierten die DMG und die Mannheimer Benz & Cie. zur Daimler-Benz AG. Der Zusammenschluss war eine Reaktion auf die Wirtschaftskrise nach dem Ersten Weltkrieg. Aus ihm ging die Marke Mercedes-Benz hervor. [4]
In der Zeit des Nationalsozialismus produzierte Daimler-Benz Rüstungsgüter, unter anderem Panzer und Flugmotoren. Die Zahl der Beschäftigten stieg von gut 9.000 im Jahr 1932 auf knapp 65.000 im Jahr 1943. Ab 1941 setzte das Unternehmen Kriegsgefangene und Verschleppte aus den besetzten Gebieten ein; Ende 1944 war nahezu die Hälfte der über 63.000 Beschäftigten Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge. 1986 ließ das Unternehmen die NS-Vergangenheit von einer unabhängigen Kommission aufarbeiten. [7]
Entwicklung
1998 fusionierte die Daimler-Benz AG mit der US-amerikanischen Chrysler Corporation zur DaimlerChrysler AG. Die erhofften Synergien traten nicht ein, und 2007 verkaufte der Konzern die Mehrheit an Chrysler an die Beteiligungsfirma Cerberus. Im Oktober 2007 änderte das Unternehmen seinen Namen in Daimler AG. [8] [9]
2021 spaltete Daimler das Nutzfahrzeuggeschäft ab; die Daimler Truck Holding AG wurde am 10. Dezember 2021 eigenständig an der Börse gelistet. Daimler Truck betreibt unter anderem das Lkw-Werk in Hannover in Niedersachsen. Zum 1. Februar 2022 benannte sich der verbleibende Konzern in Mercedes-Benz Group AG um. [6]
Ab 2019 führte das Unternehmen für seine rein elektrischen Modelle die Zusatzbezeichnung EQ, vom kompakten EQA bis zur Oberklasse-Limousine EQS. Die elektrische EQS erreicht mit der 2024 vergrößerten Batterie bis zu 822 Kilometer Reichweite nach WLTP. Ab 2024 verzichtet Mercedes-Benz bei neuen Elektromodellen auf die Zusatzbezeichnung EQ. Der Konzern kündigte an, bis 2027 mehr als 40 neue Modelle auf den Markt zu bringen. [10] [11]
Bedeutung
Mercedes-Benz gehört zu den wertvollsten Automobilmarken der Welt und ist der älteste durchgehend bestehende Automobilhersteller. Der Konzern ist einer der größten Arbeitgeber der Automobilindustrie in Baden-Württemberg und wichtiger Standortfaktor für die Region Stuttgart. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die Mercedes-Benz Group einen Umsatz von 145,6 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 13,6 Milliarden Euro; der Absatz lag bei 2,389 Millionen Fahrzeugen. Für das Geschäftsjahr 2025 wies das Unternehmen einen Umsatz von 132,2 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis von 8,2 Milliarden Euro aus. [1] [10]
Neben der Kernmarke gehören Mercedes-AMG für Hochleistungsmodelle und Mercedes-Maybach für das Luxussegment zum Konzern. [1]
Hinweis zu den Angaben
Note
Die Kennzahlen für 2024 stammen aus dem Geschäftsbericht 2024 der Mercedes-Benz Group. Die Werte für 2025 sind vorläufige und nicht testierte Angaben des Unternehmens. Absatzzahlen werden teilweise gerundet wiedergegeben. Die Angaben zu Reichweiten sind Herstellerangaben nach WLTP und können im Alltag abweichen. Die Angaben zum Umgang mit der NS-Vergangenheit beruhen auf der Darstellung des Unternehmens.
Quellen
| [1] | (1, 2, 3, 4) Mercedes-Benz Group: Geschäftsbericht 2024 (https://group.mercedes-benz.com), Abruf 11.10.2026. |
| [2] | (1, 2) Mercedes-Benz Group: Unternehmen (https://group.mercedes-benz.com), Abruf 11.10.2026. |
| [3] | (1, 2) Wikipedia: Carl Benz (https://de.wikipedia.org), Abruf 11.10.2026. Keine Primärquelle. |
| [4] | (1, 2, 3) Wikipedia: Daimler-Benz (https://de.wikipedia.org), Abruf 11.10.2026. Keine Primärquelle. |
| [5] | (1, 2) Mercedes-Benz Group: Geburt des Mercedes-Sterns (https://group.mercedes-benz.com), Abruf 11.10.2026. |
| [6] | (1, 2, 3) Mercedes-Benz Group: Daimler wird Mercedes-Benz Group (https://group.mercedes-benz.com), Abruf 11.10.2026. |
| [7] | Mercedes-Benz Group: Geschichte und Verantwortung (https://group.mercedes-benz.com), Abruf 11.10.2026. |
| [8] | Wikipedia: DaimlerChrysler (https://de.wikipedia.org), Abruf 11.10.2026. Keine Primärquelle. |
| [9] | Mercedes-Benz Group: DaimlerChrysler 1995–2007 (https://group.mercedes-benz.com), Abruf 11.10.2026. |
| [10] | (1, 2) Mercedes-Benz Group: Ergebnisse 2025 (https://group.mercedes-benz.com), Abruf 11.10.2026. |
| [11] | Handelsblatt: Mercedes lässt EQ auslaufen (https://www.handelsblatt.com), Abruf 11.10.2026. |