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Süpplingenburg: Wasserburg und Kaiser Lothar III.

Süpplingenburg ist eine Gemeinde im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen und Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Nord-Elm. Sie grenzt unmittelbar an Süpplingen. Der Ort hat 649 Einwohner auf 14,32 Quadratkilometern und ging aus einer mittelalterlichen Wasserburg hervor, die als Stammsitz Kaiser Lothars III. gilt. [1]

Rundes Backsteingebäude mit Kegeldach am Ufer eines Teichs, dahinter hoher Buchenwald
Süpplingenburg liegt in der Schunter-Niederung; die Burg gilt als Stammsitz Kaiser Lothars III.

Süpplingenburg auf einen Blick

Status: Gemeinde im Landkreis Helmstedt, Mitglied der Samtgemeinde Nord-Elm [1]

Einwohner: 649 zum 31. Dezember 2025 [1]

Fläche: 14,32 Quadratkilometer [1]

Höhe: 114 Meter über Normalhöhennull, höchster Punkt der Fuchsberg im Dorm mit 181 Metern [1]

Bürgermeister: Dieter Eckner [1]

Verwaltung: Samtgemeinde Nord-Elm, Sitz in Süpplingen [1]

Wo liegt Süpplingenburg?

Die Gemeinde liegt in der Schunter-Niederung und grenzt direkt an Süpplingen. Im Osten des Ortes liegt der Sandteich, ein stehendes Gewässer, das ursprünglich mit drei Inseln angelegt wurde. Als Anfang der 1990er Jahre der Wasservorrat versiegte, wurden zwei Inseln abgetragen und eine Quelle freigelegt, um den Wasserstand wieder steigen zu lassen. Um den Teich ist ein Rhododendron-Park angelegt, der Ende Mai und Anfang Juni blüht. [1]

Am Sandteich steht das Großsteingrab Süpplingenburg. Es wurde 1976 zwischen Süpplingenburg und Emmerstedt entdeckt und 1982 an seinen heutigen Standort umgesetzt. [1]

Die Burg

Die Burg Süpplingenburg entstand im 10. Jahrhundert in der sumpfigen Schunter-Niederung; als Bauherren gelten die Grafen von Haldensleben. Sie wurde als Sumpfburg auf einer Insel in der Schunter angelegt. Die quadratische Anlage maß 70 mal 70 Meter und war von Mauer, Wassergraben und Wall umgeben. Die Kernburg verfügte über eine Kemenate und ein Wohnhaus; auf dem Burggelände stand die St. Johannis-Kirche mit Kreuzgang, ein im Kern romanischer Bau. Nördlich lag eine Vorburg mit einem Wirtschaftshof. [1]

Nahe der Burg führte der Salzweg vorbei, ein alter Nord-Süd-Handelsweg. Ab dem 11. Jahrhundert wurde er hier vom Ost-West-Handelsweg von Braunschweig nach Magdeburg gekreuzt. Ab dem 16. Jahrhundert wurden an die äußere Mauer mehrere Herrschafts- und Wirtschaftsgebäude in Fachwerkbauweise angebaut. [1]

Um 1875 wurden bis auf die Kirche alle Burggebäude und die Befestigungsmauern abgerissen und der Burggraben zugeschüttet. Heute ist die Stelle kaum noch als frühere Burg erkennbar; ihre Reste liegen im Erdboden, wie Ausgrabungen in den 1960er und 1970er Jahren zeigten. [1]

Lothar III.

Durch Heirat fiel die Burg an den Grafen Gebhard, den Vater Lothars III., bekannt als Lothar von Süpplingenburg. Die Wasserburg Süpplingenburg gilt als sein Stammsitz. [1]

Note

Lothar III. war von 1125 bis 1137 König und von 1133 bis 1137 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Einen Eindruck von den Bauten, die zur Zeit Lothars III. in dieser Gegend entstanden, vermittelt die Stiftskirche St. Peter und Paul in Königslutter — der Kaiserdom, zugleich die Grablege Lothars von Süpplingenburg. [1]

Hinweis zu den Angaben

Die Angaben beruhen auf dem Wikipedia-Artikel zur Gemeinde. Die Burg selbst hat dort einen eigenen Hauptartikel; Einzelheiten zur Baugeschichte wurden für diesen Eintrag nicht an einer Primärquelle geprüft. Die Einwohnerzahl nennt den Stand 31. Dezember 2025.

Quellen

[1](1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14) Wikipedia: Süpplingenburg (https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCpplingenburg), Abruf 11.10.2026. Keine Primärquelle.