Sachsen
Sachsen (amtlich Freistaat Sachsen, obersorbisch Swobodny stat Sakska) ist ein Bundesland im Osten Deutschlands. Mit rund vier Millionen Einwohnern und einer Fläche von etwa 18.450 Quadratkilometern nimmt es unter den 16 Ländern eine mittlere Stelle ein. Landeshauptstadt ist Dresden, die bevölkerungsreichste Stadt ist Leipzig. [1]
Sachsen auf einen Blick
Landeshauptstadt: Dresden [1]
Gegründet bzw. Beitritt: 3. Oktober 1990 als Land der Bundesrepublik wiedergegründet; die Bezeichnung Freistaat trägt Sachsen bereits seit 1918 [1]
Fläche: 18.449,9 km², damit das zehntgrößte Bundesland [1]
Einwohner: 4.026.599 (Stand 31. Dezember 2025) [1]
Ministerpräsident: Michael Kretschmer (CDU), im Amt seit Dezember 2017; das Kabinett Kretschmer III regiert seit dem 19. Dezember 2024 in einer Minderheitsregierung aus CDU und SPD [4] [5]
Höchster Punkt: der Fichtelberg im Erzgebirge, 1.214,8 Meter [3]
Sitze im Bundesrat: vier von insgesamt 69 Stimmen [2]
Landschaft
Sachsen hat im Süden Anteil an mehreren Mittelgebirgen: dem Erzgebirge, dem Elbsandsteingebirge und dem Lausitzer Bergland. Im Norden bestimmt Flachland das Bild, vor allem die Leipziger Tieflandsbucht und die nördliche Oberlausitz, in der Mitte das Mittelsächsische Hügelland. Die Elbe durchzieht den Freistaat von Südosten nach Nordwesten und ist der einzige schiffbare Fluss des Landes. [1]
Nachbarländer innerhalb Deutschlands sind Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg; im Osten grenzt Sachsen an Polen, im Süden an Tschechien. Der höchste Berg, der Fichtelberg im Erzgebirge, war zu DDR-Zeiten der höchste Berg des Staates. [1] [3]
Geschichte
Anders als der Name vermuten lässt, geht das heutige Sachsen nicht auf das Stammesherzogtum der Sachsen in Norddeutschland zurück, sondern auf ein Gebiet an der oberen Mittelelbe. Zur Abgrenzung heißt die Region daher auch Obersachsen; die namensgeschichtliche Verbindung zu Niedersachsen ist rein historisch. [1]
Aus dem Königreich Sachsen entstand 1918 der Freistaat. In der DDR wurden die Länder 1952 im Zuge der Verwaltungsreform aufgelöst und erst am 3. Oktober 1990 als Land der Bundesrepublik wiedergegründet, seitdem wieder mit der Bezeichnung Freistaat. [1]
Wirtschaft
Sachsen ist traditionell ein Industrieland. Schwerpunkte liegen im Fahrzeugbau, im Maschinenbau und in der Mikroelektronik; Leipzig ist über die Messe und den Logistikstandort hinaus ein wichtiges Wirtschaftszentrum, Dresden ein Halbleiterstandort. Das nominale Bruttoinlandsprodukt betrug 2021 rund 134,5 Milliarden Euro, die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2025 bei 6,9 Prozent. [1]
Politik und Verwaltung
Gesetzgebung und Regierung liegen beim Landtag in Dresden, der 120 Sitze hat. Bei der Landtagswahl am 1. September 2024 wurde die CDU stärkste Kraft; seit dem 19. Dezember 2024 regiert Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) mit der SPD in einer Minderheitsregierung, die sich im Landtag über ein Konsultationsverfahren Mehrheiten für einzelne Vorhaben sichert. Die nächste Landtagswahl ist für 2029 vorgesehen. [1] [4]
Sachsen grenzt im Südwesten an Bayern sowie an Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg und ist damit eines der Länder mit den meisten innerdeutschen Nachbarn. [1]
Hinweis zu den Angaben
Note
Die Einwohnerzahl folgt dem Stand vom 31. Dezember 2025 und beruht auf der amtlichen Statistik. Die Regierungsangaben beziehen sich auf die Landtagswahl vom 1. September 2024; die nächste Landtagswahl ist für 2029 vorgesehen. Die Angabe zum Bruttoinlandsprodukt hat den Stand 2021 und ist nicht aktueller.
Quellen
| [1] | (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12) Wikipedia: Sachsen (https://de.wikipedia.org/wiki/Sachsen), Abruf 11.10.2026. Keine Primärquelle. |
| [2] | Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund: Bundesrat (https://landesvertretung.sachsen.de/Bundesrat.html), Abruf 11.10.2026. |
| [3] | (1, 2) Wikipedia: Fichtelberg (Erzgebirge) (https://de.wikipedia.org/wiki/Fichtelberg_(Erzgebirge)), Abruf 11.10.2026. Keine Primärquelle. |
| [4] | (1, 2) Wikipedia: Kabinett Kretschmer III (https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Kretschmer_III), Abruf 11.10.2026. Keine Primärquelle. |
| [5] | Sächsische Staatskanzlei: Ministerpräsident (https://www.ministerpraesident.sachsen.de), Abruf 11.10.2026. |