Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) ist die Selbstverwaltungs- organisation der Land- und Forstwirtschaft in Niedersachsen. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Oldenburg und ging am 1. Januar 2006 aus der Fusion der Landwirtschaftskammer Hannover und der Landwirtschaftskammer Weser-Ems hervor. Mit rund 2.500 hauptamtlichen Mitarbeitern ist sie die größte Beratungsorganisation für die grüne Branche im Land. [1] [2]
Die Kammer auf einen Blick
Rechtsform: Körperschaft des öffentlichen Rechts nach dem Gesetz über die Landwirtschaftskammer Niedersachsen [1]
Sitz: Oldenburg [1]
Entstanden: 1. Januar 2006 aus der Fusion der Kammern Hannover und Weser-Ems [1]
Mitarbeiter: rund 2.500 hauptamtliche [2]
Präsident: Gerhard Schwetje, seit 2015 [1]
Direktor: Dr. Bernd von Garmissen, seit 2022 [1]
Gliederung: sechs Geschäftsbereiche, elf Bezirksstellen [2]
Aufgaben
Die Aufgaben reichen von der Beratung über die Förderung bis zur beruflichen Bildung. Beratung meint dabei nicht nur das Gespräch auf dem Betrieb, sondern auch ein bundesweit einmaliges Feldversuchswesen und die Beobachtung der Agrarmärkte samt Marktberichterstattung. Als zuständige Stelle betreut die Kammer rund 6.500 Auszubildende in den grünen Berufen und in der Hauswirtschaft und bietet jährlich über 500 Seminare, dazu Meisterkurse und weitere berufsqualifizierende Lehrgänge. Im Auftrag des Landes ist sie für die Umsetzung von mehr als 50 Gesetzen, Verordnungen und Programmen zuständig. [1]
Betreut werden nach eigenen Angaben rund 40.000 landwirtschaftliche Betriebe, etwa 4.300 Gartenbaubetriebe, 50.000 private Waldbesitzer sowie Betriebe der Küsten- und Binnenfischerei und der Aquakultur. Das Betreuungsgebiet umfasst rund 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und rund 500.000 Hektar Privatwald. [1]
Aufbau
In der Kammer arbeiten gewählte Vertreter des Berufsstandes und hauptamtliche Fachleute zusammen. Höchstes Beschlussorgan ist die Kammerversammlung. Ihre 138 ehrenamtlichen Mitglieder sind zu zwei Dritteln landwirtschaftliche Unternehmer und zu einem Drittel Arbeitnehmer aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Fischerei; sie konstituiert sich alle sechs Jahre neu. Die Kammerversammlung wählt alle drei Jahre den Präsidenten, zwei Stellvertreter und bis zu zwölf weitere Mitglieder, die den ehrenamtlichen Vorstand bilden. Der Vorstand wählt für sechs Jahre den Direktor, der die laufende Verwaltung führt. [1]
Die Kammer gliedert sich in sechs Geschäftsbereiche — Verwaltung, Förderung, Landwirtschaft, Forst, Gartenbau und die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt — und unterhält elf Bezirksstellen. [2]
Forst und Wald
Die Landwirtschaftskammer berät private Waldbesitzer, erstellt Waldbewertungen und Gutachten und ist für die forstliche Förderung zuständig. Bei der Borkenkäferproblematik gibt sie Hinweise für die Praxis und arbeitet dabei mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt zusammen. [3]
Note
Für den Staatswald ist die Kammer nicht zuständig. Den bewirtschaften die Niedersächsischen Landesforsten, eine eigene Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Braunschweig, gegründet am 1. Januar 2005. Die Kammer betreut den Privatwald — rund 500.000 Hektar, mehr als die Hälfte der niedersächsischen Waldfläche. Auch im Harz liegen ausgedehnte Privatwaldflächen, für die die Kammer Ansprechpartnerin ist.
Forschung und Projekte
Die Kammer ist Partner für Drittmittelprojekte in Landwirtschaft, Gartenbau, Forst und Fischerei. Im Projekt 5G Smart Country wirkt sie als Projektpartner der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften mit; dort wird in einem Reallabor die Entwicklung neuer Mobilfunktechnik für den ländlichen Raum erprobt. Dieselbe Hochschule nennt die Landwirtschaftskammer auch als Verbundpartner im Projekt ForestBots. [4]
Hinweis zu den Angaben
Die Zahlen stammen aus dem Wikipedia-Artikel und der Selbstdarstellung der Kammer. Die Angaben zur Mitgliederzahl der Kammerversammlung und zur Zahl der Bezirksstellen wurden nicht an einer Primärquelle geprüft. Die Kammer selbst nennt 2.500 Mitarbeiter; das ist eine gerundete Angabe.
Quellen
| [1] | (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) Wikipedia: Landwirtschaftskammer Niedersachsen (https://de.wikipedia.org/wiki/Landwirtschaftskammer_Niedersachsen), Abruf 11.10.2026. Keine Primärquelle. |
| [2] | (1, 2, 3, 4) Landwirtschaftskammer Niedersachsen: Porträt und Organisation (https://www.lwk-niedersachsen.de), Abruf 11.10.2026. |
| [3] | Landwirtschaftskammer Niedersachsen: Waldbewertung und Gutachten (https://www.lwk-niedersachsen.de), Abruf 11.10.2026. |
| [4] | Landwirtschaftskammer Niedersachsen: 5G Smart Country (https://www.lwk-niedersachsen.de), Abruf 11.10.2026. |