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Ostfalia

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
TypStaatliche Hochschule für angewandte Wissenschaften
TrägerschaftLand Niedersachsen
StandorteWolfenbüttel, Salzgitter, Wolfsburg, Suderburg
SitzSalzdahlumer Straße 46/48, 38302 Wolfenbüttel
Fakultäten12
Studierenderund 10 000
Bekannt fürangewandte Forschung; Koordination des Projekts ForestBots

Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften – Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel ist eine staatliche Hochschule für angewandte Wissenschaften in Niedersachsen. Sie hat vier Standorte – Wolfenbüttel, Salzgitter, Wolfsburg und Suderburg – und gliedert sich in zwölf Fakultäten. An der Hochschule lernen und arbeiten rund 10 000 Studierende und etwa 1 000 Mitarbeitende. Nach eigenen Angaben zählt sie zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Niedersachsen. [1][2]

Standorte

Die Ostfalia ist an vier Standorten in Niedersachsen vertreten:

  • Wolfenbüttel – Hauptsitz; Salzdahlumer Straße 46/48, 38302 Wolfenbüttel
  • Wolfsburg – seit 1988
  • Salzgitter – seit 1993
  • Suderburg – seit 2009

[1][2]

Fakultäten

Die zwölf Fakultäten verteilen sich auf die Standorte:

  • Wolfenbüttel: Elektro- und Informationstechnik, Informatik, Maschinenbau, Recht, Soziale Arbeit, Versorgungstechnik
  • Salzgitter: Verkehr-Sport-Tourismus-Medien
  • Wolfsburg: Fahrzeugtechnik, Gesundheitswesen, Wirtschaft
  • Suderburg: Bau-Wasser-Boden, Handel und Soziale Arbeit

[3]

Geschichte

Die Geschichte der Hochschule geht über ihre Vorläufereinrichtungen auf die Jahre 1853 (Suderburg), 1905 (Braunschweig) und 1928 (Wolfenbüttel) zurück. Am Technikum in Wolfenbüttel waren die Bereiche Maschinenbau und Elektrotechnik angesiedelt; 1968 wurde daraus eine Staatliche Ingenieurakademie, 1971 eine Fachhochschule. Im selben Jahr entstand durch den Zusammenschluss mit der Höheren Fachschule für Sozialarbeit in Braunschweig die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel. [1]

Seit September 2009 trägt die Hochschule den Namen „Ostfalia“; die Standorte außerhalb Wolfenbüttels kamen schrittweise hinzu (Wolfsburg 1988, Salzgitter 1993, Suderburg 2009). [1]

Studium und Lehre

Die Ostfalia bietet mehr als 90 Studiengänge aus den Bereichen Recht, Wirtschaft, Sozial- und Gesundheitswesen sowie Technik und Informatik an. Die Studiengänge sind nach Angaben der Hochschule praxisbezogen, interdisziplinär und auf Zukunftsfelder ausgerichtet. Neben dualen Studiengängen („Studiengänge im Praxisverbund“) nennt die Hochschule über 100 internationale Hochschulkooperationen. [1]

Forschung

Die Forschung ist laut Hochschule auf Fragestellungen aus betrieblicher und gesellschaftlicher Praxis ausgerichtet und in Instituten gebündelt. Die Ostfalia vergibt Forschungsprofessuren; ihre Zahl gibt die Hochschule mit 13 an. [1][6]

Projekt ForestBots

Die Fakultät Maschinenbau der Ostfalia koordiniert das Verbundprojekt ForestBots zur automatisierten Wiederaufforstung. Gemeinsam mit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK Göttingen) und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen entwickelt das Projekt einen Maschinenschwarm aus zwei vollelektrischen, geländegängigen autonomen mobilen Robotern (AMR) sowie ein Pflanzaggregat, mit dem Setzlinge auf durch den Klimawandel geschädigten Waldflächen gepflanzt werden sollen. Assoziierte Partner sind unter anderem die Agria-Werke GmbH, die Niedersächsischen Landesforsten und mehrere Forstverwaltungen und Realgemeinden. Die praktische Erprobung erfolgt auf forstlichen Versuchsflächen in Südostniedersachsen. [4][5]

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Förderrichtlinie „Digital GreenTech – Umwelttechnik trifft Robotik“ mit 1 Mio. Euro gefördert und läuft bis Ende 2027; Projektträger ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) (Förderkennzeichen 02WDG1760A). [4][5]

Beteiligte Personen

  • Prof. Dr.-Ing. Andreas Ligocki – Professor an der Fakultät Maschinenbau; im Projekt ForestBots für den Schwerpunkt Konstruktion im Bereich Mobilmaschinen beteiligt und auf der Projektseite als Ansprechperson genannt. Er leitet die Fachgruppe „konstruktive Hydraulik, Mobilmaschinen und additive Fertigung“ und hat eine der 13 Forschungsprofessuren der Ostfalia inne. Von 2014 bis 2023 war er im Dekanat der Fakultät Maschinenbau tätig, zunächst als Vorsitzender des Prüfungsausschusses, später als Dekan. [4][6]
  • Prof. Dr.-Ing. Holger Brüggemann – Professor an der Fakultät Maschinenbau; im Projekt ForestBots für den Schwerpunkt Robotik beteiligt. Zu seinen Arbeitsgebieten zählen Robotik, Digitale Fabrik, Ressourceneffizienz in der Produktion und Qualitätsmanagement. [4][7]

An dem Projekt ist außerdem die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät Maschinenbau, Anja Krauth, beteiligt; sie ist laut Projektangaben für die Entwicklung des Pflanzaggregats zuständig. [4]

Quellen

  • [1] Ostfalia – „Die Ostfalia Hochschule“ (Zahlen, Standorte, Lehre, Forschung, Geschichte):https://www.ostfalia.de/hochschule(Abruf 2026-10-09)
  • [2] Ostfalia – „Unsere Standorte“ (vier Standorte, Adresse Wolfenbüttel):https://www.ostfalia.de/hochschule/campus-einrichtungen/standorte(Abruf 2026-10-09)
  • [3] Ostfalia – „Fakultäten“ (zwölf Fakultäten, Zuordnung zu den Standorten):https://www.ostfalia.de/hochschule/fakultaeten(Abruf 2026-10-09)
  • [4] Ostfalia Campus News – „Ostfalia-Fakultät Maschinenbau koordiniert das Verbundprojekt ForestBots“ (23.03.2026):https://www.ostfalia.de/hochschule/nachrichten/nachricht/23-03-2026_innovative-technik-fuer-nachhaltige-waldentwicklung(Abruf 2026-10-09)
  • [5] Ostfalia – Projektseite ForestBots (Ablaufbeschreibung, Verbund- und assoziierte Partner):https://www.ostfalia.de/maschinenbau/forestbots(Abruf 2026-10-09)
  • [6] Ostfalia – Profil „Prof. Dr.-Ing. Andreas Ligocki“ (Fachgruppe, Forschung, Forschungsprofessur, Vita, Dekanat 2014–2023):https://www.ostfalia.de/andreas-ligocki(Abruf 2026-10-09)
  • [7] Ostfalia – Profil „Prof. Dr.-Ing. Holger Brüggemann“ (Arbeitsgebiete):https://www.ostfalia.de/holger-brueggemann(Abruf 2026-10-09)