Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern ist ein Bundesland im Nordosten Deutschlands. Es grenzt an die Ostsee und an Polen und ist unter den Flächenländern der Bundesrepublik das mit der geringsten Einwohnerzahl. Landeshauptstadt ist Schwerin, größte Stadt ist Rostock. [1] [2]
Mecklenburg-Vorpommern auf einen Blick
Landeshauptstadt: Schwerin [1]
Gegründet bzw. Beitritt: mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3. Oktober 1990 als Land neu gebildet; ein Vorläuferland gleichen Namens bestand von 1945 bis 1952 [1]
Fläche: 23.294 km², damit das sechstgrößte Bundesland [2]
Einwohner: 1.573.897 am 31. Dezember 2024 [2]
Ministerpräsidentin: Manuela Schwesig (SPD), seit 4. Juli 2017 [5]
Höchster Punkt: die Helpter Berge bei Woldegk, 179 Meter [6]
Sitze im Bundesrat: drei [3]
Landschaft
Das Land reicht von der Ostseeküste im Norden bis zur Brandenburgischen Grenze im Süden. Prägend sind die mehr als 2.000 Seen, unter ihnen die Mecklenburgische Seenplatte, und eine Küstenlinie von rund 2.000 Kilometern mit vielen Buchten. Zu Mecklenburg-Vorpommern gehören mit Rügen und Usedom die beiden größten deutschen Inseln. Die Landschaft ist dünn besiedelt; die Bevölkerungsdichte ist die niedrigste aller Bundesländer. [7]
Das Land grenzt an Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Brandenburg sowie im Osten an Polen. Zwischen den Küstenorten und dem Binnenland liegen weite Ackerflächen und ausgedehnte Wälder; mehr als die Hälfte der Landesfläche wird landwirtschaftlich genutzt. Der höchste Punkt liegt mit 179 Metern in den Helpter Bergen im Südosten, nahe der Grenze zu Brandenburg. [2] [6]
Geschichte
Ein Land Mecklenburg-Vorpommern entstand erstmals 1945 auf Anordnung der Sowjetischen Militäradministration aus Mecklenburg und dem preußischen Vorpommern. 1949 wurde es ein Land der DDR, 1952 aber wieder aufgelöst und in die Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg geteilt. [1]
Mit dem Ländereinführungsgesetz der DDR vom 22. Juli 1990 wurde das Land neu gebildet, am 14. Oktober 1990 wurde erstmals ein Landtag gewählt. Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 wurde Mecklenburg-Vorpommern eines der fünf neuen Länder der Bundesrepublik. Der Gebietszuschnitt wurde dabei gegenüber 1945 leicht verändert. [1]
Wirtschaft
Die Wirtschaftsleistung gehört zu den geringsten unter den Bundesländern; das Bruttoinlandsprodukt lag 2025 bei 63,6 Milliarden Euro, nur das Saarland und Bremen lagen darunter. Die Wirtschaft ist stark von kleinen und mittleren Betrieben geprägt. [8]
Bedeutende Zweige sind die Landwirtschaft, der Tourismus an der Ostseeküste, der Schiffbau und die Windenergie. Rund 60 Prozent der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt, der Waldanteil liegt bei gut einem Fünftel. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner lag 2024 bei 37.656 Euro. [7]
Politik und Verwaltung
Gesetzgebung und Regierung liegen beim Landtag in Schwerin. Bei der Landtagswahl am 20. September 2026 wurde die AfD mit 38,2 Prozent der Zweitstimmen stärkste Kraft, die SPD erreichte 35,5 Prozent, Die Linke 6,5 Prozent und Bündnis 90/Die Grünen 5,7 Prozent. CDU und FDP verfehlten die Fünf-Prozent-Hürde. Der neue Landtag hat 71 Sitze: 32 für die AfD, 29 für die SPD und je fünf für Die Linke und die Grünen. [4]
Da die bisherige rot-rote Koalition ihre Mehrheit verlor und SPD, Linke und Grüne eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen, strebt die SPD eine rot-rot-grüne Landesregierung an. Der Landtag tritt am 20. Oktober 2026 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen; die Ministerpräsidentin oder der Ministerpräsident muss binnen vier Wochen danach gewählt werden. Manuela Schwesig hat angekündigt, ihr Amt fortführen zu wollen. Im Bundesrat hat das Land drei Stimmen. [3] [4]
Hinweis zu den Angaben
Note
Die Einwohnerzahl bezieht sich auf den Stichtag 31. Dezember 2024. Die Wahlergebnisse sind das endgültige amtliche Ergebnis der Landtagswahl vom 20. September 2026. Die Regierungsbildung war zum Redaktionsschluss (11. Oktober 2026) noch nicht abgeschlossen; als amtierende Ministerpräsidentin führt Manuela Schwesig das Amt bis zur Wahl der neuen Landesregierung weiter.
Quellen
| [1] | (1, 2, 3, 4, 5) Wikipedia: Mecklenburg-Vorpommern (https://de.wikipedia.org/wiki/Mecklenburg-Vorpommern), Abruf 11.10.2026. Keine Primärquelle. |
| [2] | (1, 2, 3, 4) Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern (LAIV): Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden am 31.12.2024 (https://www.laiv-mv.de), Abruf 11.10.2026. |
| [3] | (1, 2) Bundesrat: Mecklenburg-Vorpommern im Bundesrat (https://www.bundesrat.de), Abruf 11.10.2026. |
| [4] | (1, 2) Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern: Endgültiges Ergebnis der Wahl zum 9. Landtag am 20. September 2026 (https://www.laiv-mv.de), Abruf 11.10.2026. |
| [5] | Landtag Mecklenburg-Vorpommern: Wahl von Manuela Schwesig zur Ministerpräsidentin am 4. Juli 2017 (https://www.landtag-mv.de), Abruf 11.10.2026. |
| [6] | (1, 2) NDR: Helpter- und Brohmer Berge: Wandern in MV (https://www.ndr.de), Abruf 11.10.2026. |
| [7] | (1, 2) deutschland.de: Bundesland Mecklenburg-Vorpommern (https://www.deutschland.de), Abruf 11.10.2026. |
| [8] | RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): Fakten zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern (https://www.rp-online.de), Abruf 11.10.2026. |