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Thüringen

Thüringen ist ein Bundesland in der Mitte Deutschlands. Der Freistaat ist flächenmäßig das elftgrößte Land der Bundesrepublik und liegt zwischen dem Harz im Norden und dem Thüringer Wald im Süden. Landeshauptstadt ist Erfurt. [1] [2]

Thüringen auf einen Blick

Wappen von Thüringen: sieben rot-weiß gestreifte Löwen übereinander auf blauem Grund

Landeshauptstadt: Erfurt [1]

Gegründet bzw. Beitritt: 1920 als Land Thüringen gebildet, 1990 als Land der Bundesrepublik wiedergegründet [1]

Fläche: 16.202 km², damit das elftgrößte Bundesland [2]

Einwohner: rund 2,1 Millionen [3]

Ministerpräsident: Mario Voigt (CDU), seit 12. Dezember 2024 [4]

Höchster Punkt: der Große Beerberg im Thüringer Wald, 982,9 Meter [5]

Sitze im Bundesrat: vier [6]

Landschaft

Thüringen liegt in der Mitte Deutschlands und wird von mehreren Mittelgebirgen und Beckenlandschaften geprägt. Der Thüringer Wald zieht sich im Südwesten des Landes entlang und erreicht im Großen Beerberg mit 982,9 Metern seinen höchsten Punkt; er ist zugleich die höchste Erhebung Thüringens. Nördlich schließt sich das Thüringer Becken an, eine fruchtbare, landwirtschaftlich genutzte Senke, in der Erfurt liegt. Im Norden reicht der Harz mit seinen Ausläufern auf thüringisches Gebiet. [1] [5]

Die wichtigsten Flüsse sind die Saale, die das Land von Süden nach Norden durchquert, sowie Werra und Unstrut. Der Freistaat ist überwiegend ländlich geprägt und dünner besiedelt als der Bundesdurchschnitt. [2]

Geschichte

Der Name Thüringen geht auf das Thüringerreich des frühen 6. Jahrhunderts zurück. Danach bildete die Region lange kein zusammenhängendes Herrschaftsgebiet mehr, auch wenn es den Landgrafen von Thüringen zeitweise gelang, große Teile zu kontrollieren. Erst 1920 entstand mit dem Land Thüringen ein zusammenhängendes Gebiet, das sich aus mehreren thüringischen Kleinstaaten zusammenschloss. [1]

Im Jahr 1952 wurde das Land in der DDR aufgelöst und in die Bezirke Erfurt, Gera und Suhl aufgeteilt. Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik wurde Thüringen am 3. Oktober 1990 als Land wiedergegründet; 1993 trat die heutige Landesverfassung in Kraft. [1]

Wirtschaft

Thüringen ist ein mittelständisch geprägtes Industrieland. Das Bruttoinlandsprodukt lag 2024 bei rund 78 Milliarden Euro und damit je Einwohner deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Traditionell stark ist die Optik- und Photonikindustrie um Jena mit Unternehmen wie Carl Zeiss und Jenoptik. Hinzu kommen der Fahrzeugbau mit dem Opel-Werk in Eisenach, der Maschinenbau und eine wachsende Mikroelektronik- und Halbleiterbranche. [2]

Politik und Verwaltung

Gesetzgebung und Regierung liegen beim Thüringer Landtag in Erfurt. Bei der Landtagswahl am 1. September 2024 wurde die AfD mit 32,8 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der CDU mit 23,6 Prozent, dem BSW mit 15,8 Prozent, der Linken mit 13,1 Prozent und der SPD mit 6,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,6 Prozent. Der Landtag hat 88 Sitze. [7]

Mario Voigt (CDU) wurde am 12. Dezember 2024 zum Ministerpräsidenten gewählt. Er führt eine Regierung aus CDU, BSW und SPD; nach dem Rückzug einzelner BSW-Abgeordneter regiert das Bündnis seit 2026 ohne eigene Mehrheit im Landtag. [4]

Thüringen grenzt an Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Bayern. Gemeinsam mit diesen Ländern bildet es den mitteldeutschen Raum. [1]

Hinweis zu den Angaben

Note

Die Einwohnerzahl ist gerundet und folgt der amtlichen Statistik. Die Angabe zum Bruttoinlandsprodukt beruht auf vorläufigen Werten des Jahres 2024. Der Koalitionsstatus der Landesregierung war im Jahr 2026 in Bewegung und gibt den Stand zum Abrufdatum wieder.

Quellen

[1](1, 2, 3, 4, 5, 6, 7) Wikipedia: Thüringen (https://de.wikipedia.org/wiki/Thüringen), Abruf 11.10.2026. Keine Primärquelle.
[2](1, 2, 3, 4) Helaba Research: Im Fokus: Bundesländer – Thüringen (https://www.helaba.de), Abruf 11.10.2026.
[3]Thüringer Landesamt für Statistik: Statistisches Jahrbuch Thüringen 2025, Bevölkerung (https://statistik.thueringen.de), Abruf 11.10.2026.
[4](1, 2) Thüringer Staatskanzlei: Ministerpräsident Mario Voigt (https://thueringen.de), Abruf 11.10.2026.
[5](1, 2) Wikipedia: Großer Beerberg (https://de.wikipedia.org/wiki/Großer_Beerberg), Abruf 11.10.2026. Keine Primärquelle.
[6]Bundesrat: Stimmenverteilung der Länder (https://www.bundesrat.de), Abruf 11.10.2026.
[7]Bundeszentrale für politische Bildung: Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen – Ergebnisse (https://www.bpb.de), Abruf 11.10.2026.