November 2014
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Vom Luxusgut zum Massenprodukt
Es gab mal eine Zeit als die kleine Delikatesse aus Asien - der Shrimp - nur sehr selten auf unseren Tellern landete. Doch diese Epoche gehört der Vergangenheit an. Heutzutage finden wir Shrimps in jedem Lebensmitteldiskonter zu Spottpreisen. Doch sollten wir uns nicht fragen, wie der Preis eines ehemals so teuren Produktes innerhalb von zehn Jahren um die Hälfte sinken konnte? Aquakulturen, Antibiotika, billige Arbeitskräfte und lasche staatliche Kontrolle sind die Antworten. Unsere heißgeliebten Shrimps werden in Thailand in künstlichen Becken gezüchtet, für die stark geschützte Mangrovenwälder weichen mussten. Die Gesetzte interessieren dort niemanden. Die Tiere in den stark überfüllten Becken werden mit Fischmehl und Antibiotika gefüttert, weil Krankheiten an der Tagesordnung stehen. Außerdem werden noch Pestizide und Fungizide zur Vorbeugung gegen Algen und Pilzen in die Becken geschüttet - ein wahrer Chemiecocktail, der später in unseren Mägen landet. Nachdem die Krustentiere fett genug sind, werden sie mit einer großen Pumpe abgesaugt und das Abwasser wird direkt und ungefiltert ins offene Meer oder in den anliegenden Fluss geleitet. Eine ökologische Katastrophe für die umliegenden Dörfer und unser so sensibles Ökosystem Meer.