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dioxin

Was passiert mit den betroffenen Tieren?

Dioxinskandal: Kriminelle Machenschaften rückhaltlos aufklären

Wie jetzt bekannt wurde, hat der Zulieferer von Futterfetten offenbar bereits seit März 2010 von der hohen Belastung gewusst. Damit muss jetzt endgültig von Vorsatz ausgegangen werden. Das Unternehmen hätte damit aus reiner Profigier leichtfertig die Gesundheit von Verbrauchern, aber auch Tieren riskiert, erklärt der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, und fordert eine radikale Aufklärung. Besorgt zeigt sich der Verband, wie es nun für die Tiere auf den betroffenen Höfen weitergeht. In der Folge erster, bestätigter Belastungen wurden nach Berichten bereits 8000 Legehennen getötet.

Demonstration für eine neue Landwirtschaftspolitik am 22. Januar in Berlin

Dioxin-Skandal wirft Schlaglicht auf Massentierhaltung

Dioxin Skandal um Massentierhaltung und Bio Einer Der erneute Dioxin-Skandal in der Massentierhaltung zeigt, dass die Agrarindustrie ihre selbstproduzierten Risiken nicht in den Griff bekommt. In immer größer werdenden Ställen für Hühner und Schweine werden zunehmend industriell hergestellte Futtermittel eingesetzt. So ist auch im aktuellen Dioxin-Skandal verunreinigte Ware von einem einzigen Futtermittellieferanten in mindestens vier Bundesländern in tausenden Ställen verfüttert worden. Unter dem Konkurrenzdruck zur industriellen Massentierhaltung setzen immer weniger Eier- und Fleischproduzenten selbst hergestelltes Futter ein, obwohl sich auf diese Weise Gefahren entscheidend verringern ließen.

Grüne Bundestagsfraktion fordert Sondersitzung zu Dioxinfunden

Dioxin in Futter- und Lebensmitteln

Zu den Funden von Dioxin in Futter- und Lebensmitteln erklärt *Ulrike Höfken*, rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:

Gift

Dioxinverseuchtes Tierfutter offenbar nach Brandenburg verkauft

Der Skandal um dioxinverseuchte Tierfuttermittel in Belgien und den Niederlanden hat Brandenburg erreicht. Ein Zuchtbetrieb mit Tausenden von Schweinen sei gesperrt worden, sagte der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, Jens-Uwe Schade, am Dienstag in Potsdam. Der Betrieb habe seit Mitte Dezember 2005 laut Buchungslisten insgesamt 185 Tonnen Mischfutter von dem Futtermittelhersteller in Belgien bezogen, der als Ausgangspunkt des Skandals gilt.

Entwarnung

Kaum Eier mit erhöhtem Dioxingehalt

Die baden-württembergische Landesregierung gibt nach einer landesweiten Untersuchung von Freilandeiern auf Dioxingehalt Entwarnung. Wie das Stuttgarter Landwirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte, wurde bei Proben aus den 20 größten Freilandbetrieben im Land nur in einem Fall eine Überschreitung des Dioxin-Grenzwerts festgestellt. Freilandeier aus Großbetrieben würden "in der Regel" klar unterhalb der neuen EU-Rückstandshöchstmengen liegen, schlussfolgerte das Ministerium. Entwarnung gab es sowohl für Eier aus konventionellen Großbetrieben als auch für Eier von Öko-Höfen.

"Lobby der Käfighalter"

Höhn bezeichnete Meldung zu "Dioxin-Eiern" als "falschen Alarm"

Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) hat den angeblichen Fund dioxinbelasteter Eier aus Freilandhaltung in Niedersachsen als "falschen Alarm" bezeichnet. Dem in Köln erscheinenden "Sonntag-Express" sagte Höhn, diese Meldung sei vom niedersächsischen Umweltministerium im Nachhinein auf ein "Missverständnis" zurückgeführt worden.

Bundesumweltministerium

Hintergrundbelastung der Bevölkerung mit Dioxin ist offenbar rückläufig

Das Bundesministerium für Umwelt hat sich mit einem schlichten "Info-Papier" in die aktuelle Diskussion um das Umweltgift Dioxin eingebracht. Die Bekämpfung des Umweltgiftes sei seit Jahren Ziel einer erfolgreichen Umweltpolitik. Insgesamt habe die Hintergrundbelastung der Bevölkerung mit Dioxin in den letzen Jahren um etw 60 Prozent abgenommen. Der Gehalt an Dioxinen in der Muttermilch sei seit Anfang der 90er Jahre auf unter 50 Prozent der Werte aus den 80er Jahren gesunken. Die Reduktionen wurden nach Angaben des Ministeriums mit klassischen Instrumenten der Umweltpolitik wie Grenzwerten und Verboten erreicht.

Eier-Streit

Dioxin belastet landwirtschaftliche Produkte - auch Freiland-Eier

Als Konsequenz aus den überhöhten Dioxinwerten in Freilandeiern fordert Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) verstärkte Anstrengungen im Umweltschutz. "Wir müssen mit konsequenter Umweltpolitik dafür sorgen, dass Dioxin reduziert wird und aus unserer Umwelt verschwindet", sagte Künast. Die baden-württembergische Landesregierung kündigte am Montag an, die landesweit 20 größten Freilandbetriebe zu überprüfen. Tierschützer warnten unterdessen vor einer Diffamierung der Freilandhaltung.

Verbraucherschutz

Dioxinwerte werden politisch gegen Agrarwende instrumentalisiert

Die in Eiern gefundenen Spuren hochgiftiger Dioxine werden nach Ansicht des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) benutzt, um die eingeleitete Agrarwende in Frage zu stellen. Es sei auffällig, dass Länder erhöhte Dioxinwerte meldeten, die im Bundesrat immer für Käfighaltung waren, sagte der BUND-Agrarfachmann Hubert Weiger. Diese Länder missbräuchten die erhöhten Dioxinwerte in Eiern aus Freilandhaltung, um weiter Käfighaltung für Legehennen zu legitimieren. Denn die Messergebnisse seien einen Monat alt. Dass sie nun so massiv in der Presse auftauchten, sei eine gezielte Politik gegen das Verbot der Käfighaltung.

Lebens- und Futtermittelrecht

Neues Gesetz lässt Lücken für weitere Dioxin- und Nitrofenskandale

Die Neuordnung des Lebens- und Futtermittelrechts (LFBG) wurde am Freitag vom Bundestag beschlossen. Neu ist, dass gesundheitlicher Verbraucherschutz erstmals auch beim Umgang mit Futtermitteln Vorrang eingeräumt werden soll. Genau das wird nach Ansicht der Verbraucherorganisation foodwatch aber nicht erreicht. Die Messlatte für neue Gesetze müssten die Skandale der vergangenen Jahre sein. "Skandale wie BSE und Tiermehl, Nitrofen oder Dioxine verhindert auch das neue Recht nicht", ist sich Matthias Wolfschmidt von foodwatch sicher.

Futtermittel-Skandal

Pollmer nennt Dioxin einen "Naturstoff"

Der Krebs erregende Stoff Dioxin ist bei weitem nicht so gefährlich wie angenommen, meint Udo Pollmer, Leiter des europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften. Das als Supergift bekannte Dioxin sei ein Naturstoff und befinde sich deshalb automatisch in der Nahrungskette, kommentierte Pollmer den aktuellen Futtermittel-Skandal, in dem Dioxin auftauchte. Der Stoff war vergangene Woche in Tierfutter auf Bauernhöfen Nordrhein-Westfalens (NRW) und Rheinland-Pfalz entdeckt worden. "Ich halte die Gefahr für sehr gering, die Dioxin-Gefahr wird in der Öffentlichkeit übertrieben", sagte Pollmer.

Bundesumweltministerium

Dioxin-Belastung von Ostsee-Fisch seit langem bekannt

Die Dioxinbelastung von Lachsen aus Teilen der Ostsee ist deutschen Behörden bereits seit Jahren bekannt. Besonders Fische aus der östlichen Ostsee wiesen mit großer Wahrscheinlichkeit einen hohen Gehalt an Dioxinen auf, sagte die zuständige Referentin des Bundesumweltministeriums, Christa Solbach, am Donnerstag. Hiervon hätten auch die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Bundesländer bereits seit Jahren Kenntnis.

Warnung vor Verzehr

Ostsee-Lachse mit Dioxin verseucht

Umweltschützer warnen vor dem Verzehr von Lachsen aus der Ostsee. Der Dioxingehalt der Fische liege um bis zu 60 Prozent über dem EU-weit erlaubten Grenzwert, sagte die Sprecherin der Aktionskonferenz Nordsee, Nadja Ziebarth, am Mittwoch in Bremen unter Berufung auf entsprechende Untersuchungen. In Dänemark sei bereits seit Anfang April die Anlandung von Lachsen aus der Ostsee verboten. Das Lachsfangverbot für dänische Fischer schließt die gesamte Ostsee ein.

Reduktion der Dioxin-Abgase in der Stahlindustrie

Neues System verringert giftige Emissionen

Der Leobener Montanuniversität ist in Zusammenarbeit mit der voestalpine-Industrieanlagenbau Erfolg in der Schadstoffverringerung gelungen: Die Reduktion von Dioxin-Abgasen. Mit Hilfe eines neuartigen Systems, bei dem Aktiv-Koks in den Abgasstrom eingeblasen wird, können nun die giftigen Gase erheblich reduziert werden. Abgassysteme können nun so konstruiert werden, dass einerseits die Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Umweltgrenzwerte bei der Stahlerzeugung garantiert ist und andererseits auch die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen beibehalten werden kann.

Nach dem Hochwasser

Dioxingehalt der Elbe soll sich wieder normalisieren

Aus dem vom Hochwasser betroffenen tschechischen Chemiewerk Spolana sind keine zusätzlichen Dioxinmengen in die Elbe gelangt. Analysen von Wasserproben hätten ergaben, dass die ermittelten Dioxinkonzentrationen "im Bereich von Messungen in früheren Jahren" lagen, teilte Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) am Dienstag in Berlin mit. Er zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass sich die Wasserqualität der Elbe bald von den Hochwasserfolgen erholen und keine dauerhaften Rückschläge erleiden werde. Die Folgen des Schadstofftransports aus den Sedimenten für die Nordsee müssten allerdings genauestens verfolgt und analysiert werden.

Nur 70 von 200 Kilo gefunden

Dioxin diesmal im Fischfutter

200 Kilogramm mit Dioxin belastetes Fischfutter ist aus Dänemark nach Hessen gelangt. Das Futter konnte allerdings nur teilweise beschlagnahmt werden. Wie am Donnerstag aus dem Umweltministerium in Wiesbaden verlautete, sei der "weit überwiegende" Teil bei dem betroffenen Händler sichergestellt, der Rest aber verfüttert worden. 70 der ursprünglich 200 Kilogramm Futtermittel befanden sich den Angaben zufolge nicht mehr in dem belieferten Betrieb.

Umweltgift

Mit Dioxin belastete Krabbenschalen beschlagnahmt

Hochgradig mit dem Umweltgift Dioxin belastete Krabben-Bestandteile sind im ostfriesischen Küstenort Greetsiel aufgetaucht. Die kontaminierten Krabbenschalen wurden bei einer amtlichen Futtermittelkontrolle in einem Betrieb entdeckt, bestätigte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium. 38 Tonnen der Ware seien beschlagnahmt worden.