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EM: Deutschland zittert sich zum Sieg gegen die Niederlande

Mario Gomez mit Doppelpack

Die deutsche Nationalmannschaft hat auch das zweite Gruppenspiel gegen die Niederlande gewonnen. Nur wenige Tage nach dem 1:0-Sieg über Portugal triumphierten die Deutschen dank eines Doppelpacks von Mario Gomez mit 2:1 (2:0). Die DFB-Elf hat damit besten Karten für den Einzug ins Viertelfinale. Die "Elftal" hingegen muss am kommenden Sonntag gegen Portugal gewinnen und auf eine Niederlage der Dänen gegen Deutschland hoffen, um noch eine Runde weiter zu kommen. Bundestrainer Joachim Löw schenkte derselben Startformation wie gegen Portugal sein Vertrauen. Somit erhielt Bayern Münchens Mario Gomez im Sturm einmal mehr den Vorzug vor Miroslav Klose, was sich als die richtige Entscheidung herausstellen sollte.

„Made in Germany“ wird 125 Jahre alt | Trigema, Leica, WMF, Glashütte

Immer noch eine starke Marke:

 Trigema, Leica, WMF, Glashütte  . made in Germany, Die TOP-Marke wir 125 Vor 125 Jahren haben die Briten deutsche Firmen gezwungen, ihre Exportwaren mit dem Label „Made in Germany“ zu versehen. Die Stahlindustrie in Sheffield und Manchester hatte das im britischen Parlament durchgedrückt, weil sie sich vor der vermeintlichen Billigkonkurrenz vom Kontinent fürchtete. Das war 1887. Doch die Werkzeugmacher und Maschinenbauer in Solingen, Remscheid, Dortmund und Wuppertal nahmen die Herausforderung an: „Made in Germany“ entwickelte sich zu einem Gütesiegel, das für Qualität, Zuverlässigkeit, Präzision, Fertigungskunst und Innovation steht. Bis heute wirkt das Label auf dem Weltmarkt verkaufsfördernd.

Griechenlands Insolvenz

So notwendig wie verschleppt

Von vielen Kommentatoren werden die Gefahren einer Insolvenz Griechenlands mit Austritt aus dem Euro beschworen. Richtig, Verluste bei vielen europäischen Banken sowie ein vorläufiger Zusammenbruch der griechischen Banken wären u.a. die Folge. Allerdings käme es nicht wie bei der Lehmann-Pleite zu einem „Schock“, wie manche orakeln. Die Finanzwelt ist mittlerweile auf dieses Szenario vorbereitet, ein Überraschungsmoment besteht nicht. Auch das Argument, Investoren würden damit das Vertrauen in weitere angeschlagene Staaten verlieren, ist verfehlt. Schon jetzt zeigen die Renditen von über 16% für 10-jährige portugiesische Staatsanleihen, dass Investoren nicht mit einer vollen Rückzahlung rechnen. Eine Insolvenz Griechenlands würde im Gegenteil das Vertrauen der Märkte erhöhen: eine wirtschaftlich nicht haltbare Position würde aufgegeben, und die EU kann wesentlich glaubwürdiger vertreten in der Lage zu sein, andere Wackelkandidaten wie Portugal und Irland zu stützen.

Spielzeughersteller Steiff hat genug von der Globalisierung

Produktion wieder in Deutschland

Der Stofftier-Hersteller Steiff holt seine Produktion aus China zurück nach Deutschland. Vor vier Jahren hatte das Unternehmen Teile der Produktion aus Kostengründen nach Asien ausgelagert. Den jetzigen Schritt erklärte Firmenchef Martin Frechen den "Stuttgarter Nachrichten": "Für Premiumprodukte ist China einfach nicht kalkulierbar." Zudem nannte er zu lange Lieferzeiten als Auslöser für die Verlegung. Per Schiff waren die Kuscheltiere bis zu drei Monate unterwegs. Für Verkaufserfolge wie den Eisbären Knut, der binnen weniger Monate 80.000 Mal bestellt worden war, eine zu lange Wartezeit. Frechen sprach auch von "Qualitätsproblemen". Probleme mit Schadstoff-Belastung habe es aber nicht gegeben, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Die Rückverlagerung sei eine strategische Entscheidung.

Elf Prozent mehr Gentechnik-Pflanzen als im Vorjahr

Wunderwaffe gegen Hunger - oder Gegenteil

Zehn Jahre nach ihrer Einführung werden genmanipulierte Pflanzen bereits von 8,5 Millionen Landwirten in 21 Ländern angebaut, so ein Bericht des International Service for the Acquisition of Agri-biotech Applications (ISAAA). Die Anbaufläche genmanipulierter Pflanzen betrug 2005 90 Millionen Hektar, das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 11 Prozent. Führendes Land im Anbau sind die USA, gefolgt von Argentinien, Brasilien, Kanada und China. Steigende Popularität verzeichnen die Pflanzen vor allem bei kleineren Landwirten in Entwicklungsländern. Genmanipulierten Mais findet man aber auch in der EU. Führend ist hier Spanien, gefolgt von Deutschland, Portugal und Frankreich. Seit letztem Jahr bauen auch die Tschechen genmanipulierten Mais an.

Naturschützer kämpfen für Erhaltung der letzten weißen Haie

Biologisch ausgestorben

Der weiße Hai steht kurz vor dem Aussterben. Wenn bei der diesjährigen Cites-Artenschutzkonferenz in Bangkok nichts unternommen wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Hai ausstirbt, so die Naturschutzorganisation Nabu. Forscher sprächen schon heute davon, dass er "biologisch ausgestorben" ist. So sei es unwahrscheinlich, dass die jetzige Generation von Weibchen noch ins gebärfähige Alter kommt. Sie erreichten erst mit 15 bis 18 Jahren die Geschlechtsreife, ihre männlichen Artgenossen brauchten immerhin acht bis zehn Jahre. Hinzu komme eine Schwangerschaftszeit von 18 Monaten. Daher sei der weiße Hai, im Gegensatz zu anderen Haiarten, die auch schon zu großen Teilen vom Aussterben bedroht sind, besonders gefährdet.

US-Armee nutzt Spanien und Portugal als Militärbasen gegen den Irak

Krieg gegen den Irak

Während die UN-Waffeninspektoren medienwirksam im Irak unterwegs sind, bereitet die US-Armee in aller Stille auch von Spanien aus Militärschläge gegen das Regime von Saddam Hussein vor. Die spanische Regierung hat den Amerikanern gestattet, Militärstützpunkte auf ihrem Territorium für militärische Schläge gegen den internationalen Terrorismus zu nutzen. Dabei handelt es sich um die Marinebasis in Rota bei Cadiz in Südspanien und um den Luftwaffenstützpunkt in Moron bei Sevilla.

Interesse der Jugendlichen an Umweltthemen sinkt

Umwelt

Das Interesse der Jugendlichen in Europa an Umweltthemen hat einer neuen Studie zufolge in den vergangenen fünf Jahren stark nachgelassen. Das treffe auch auf die Angst vor Umweltschäden zu. Die Marktforscherin Julia Fauth untersuchte im Auftag von Eurocard/Mastercard in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn das Umweltverhalten von 10- bis 17-Jährigen in den 15 EU-Ländern. Die Verantwortung für die Umwelt werde in zunehmendem Maße der Politik zugeschrieben, sagte sie. Sahen bei der Vorgängerstudie 1996 noch 36 Prozent der Befragten die Umwelt als sehr wichtiges Thema, seien es nun nur noch 26 Prozent gewesen.

Öltanker "Prestige" gesunken

Umweltkatastrophe

Der unter bahamaischer Flagge gefahrene Großtanker "Prestige" ist in den Gewässern vor der spanisch-portugiesischen Atlantikküste gesunken. Nachdem das Schiff am Dienstagmorgen in der Mitte durchgeknickt und später gebrochen war, ergossen sich weitere Ölmengen ins Meer. Eine Umweltkatastrophe ungeahnten Ausmaßes bahnt sich an. Rund 200 Kilometer galicischen Strandes sind schon verseucht. In Abhängigkeit von der Strömung und der Windrichtung droht nun auch Portugal eine Ölpest.

Bundesrat billigt Vertrag von Nizza zur EU-Erweiterung

Werbeversprechen müssen künftig zutreffen

Nach dem Bundestag billigte nun auch der Bundesrat am Freitag mit den Stimmen aller Länder den EU-Vertrag von Nizza. Damit hat Deutschland das Vertragswerk als fünfter Staat der Europäischen Union verabschiedet. Mit dem Vertrag von Nizza sollen die institutionellen Voraussetzungen für die EU-Erweiterung geschaffen werden. Neben Deutschland haben bislang Frankreich, Luxemburg, Portugal und Dänemark die Ratifizierungsgesetze beschlossen. Der Bundesrat traf auf seiner Sitzung weitere Entscheidungen zum Schuldrecht, zu Arzneimittelbudgets, zur Gleichstellung von Männern und Frauen, zur Prostitution sowie zu Radarwarngeräten in Autos.