Größte Photovoltaikanlage der Welt im Bau

Saarland

Im saarländischen Göttelborn wird derzeit die größte Photovoltaikanlage der Welt gebaut. Das gab der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf zusammen mit den Investoren am Montag bekannt. Die Anlage soll Strom für 3.500 Haushalte liefern und damit die mit Abstand größte Photovoltaikanlage weltweit werden. Mit dem Bau der Solaranlage soll voraussichtlich noch in diesem Jahr begonnen werden. Die neue Anlage entsteht auf dem Gelände des früheren Absinkweihers des Bergwerkes Göttelborn. Dies sei, so Mörsdorf, eine Fläche die ansonsten kaum nutzbar wäre.

Der Umweltminister betonte, dass mit der Errichtung der Anlage der Spitzenplatz, den das Saarland bei der Nutzung der Photovoltaik hat, weiter ausgebaut werde. Durch die neue Anlage können jährlich 6.300 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden.

Stefan Kasterka und Steffen Kammler von der City Solar AG, die die Anlage errichten wird, bezifferten die Investitionskosten auf 35 Mio. Euro. Die Finanzierung des Kraftwerks ist nach Angaben der Investoren gesichert. Ein Teil der Photovoltaikanlage soll als Fonds finanziert werden, dabei können Kapitalanleger Anteile am Photovoltaikkraftwerk erwerben und durch die gesetzlich garantierte Stromvergütung eine Rendite erwirtschaften.

Solarenergie

Auf einer ehemaligen Militärfläche wird die neue Solarenergieanlage eingeweiht. "Mit Solaranlagen, wie der bislang weltgrößten in Hemau, werden die Erfolge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) immer offensichtlicher", so Hans-Josef Fell, MdB von Bündnis90/Die Grünen. Das Wachstum der Photovoltaik werde immer stärker. Allein im ersten Quartal 2003 wurden im Rahmen des Hunderttausend-Dächer-Programms Kredite für 3200 Anlagen beantragt. Das ist der höchste Wert seit Einführung der jetzt geltenden Förderinstrumente.

Gerade Bayern profitiere von diesem Aufschwung in besonderem Maße: zum Einen, weil die Solarstrahlung in Bayern relativ hoch ist, zum Anderen, weil es in Bayern über 100 Solar-Initiativen gibt. Diese Intitiativen haben das Wissen über die guten gesetzlichen Rahmenbedingungen, die die rot-grüne Parlamentsmehrheit u.a. mit dem EEG geschaffen hat, verbreitet. So wurden bislang über 40 Prozent aller Solaranlagen in Bayern installiert.

Fell: "Es ist typisch, dass die bayerische Staatsregierung den Solaraufschwung nun für sich vereinnahmt, während sie das zugrunde liegende EEG im Bundesrat mehrfach bekämpft und stets dagegen gestimmt hat." Es ist zu hoffen, dass sich die bayerische Staatsregierung zuküntig nicht nur in Worten, sondern auch in Taten für die Solarenergie einsetzt. Hierfür sollte auch das riesige Arbeitsplatzpotenzials Bayerns in der Sonnenenergienutzung sprechen. So sind in den letzten Jahren etliche tausend Arbeitsplätze sowohl im Handwerk bei Montage und Wartung als auch bei der industriellen Fertigung (z.B. in Alzenau) entstanden.

Unverständlich sind für Fell einzelne kritische Stimmen aus Naturschutzverbänden. "Solare Großanlagen, wie in Hemau auf einem ehemaligen Muntionsdepot, versiegeln eben keine Böden, sondern sie lassen Pflanzenwachstum und u.a. landwirtschaftliche Weidenutzung uneingeschränkt zu", so Fell. Gerade Großanlagen tragen zur dringend erforderlichen Markteinführung und Kostensenkung der Solarstomnutzung bei. Außerdem ist die Anlage in Hemau auch ein gelungenes Beispiel für die dringend erforderliche wirtschaftliche Nutzung aufgelassener militärischer Flächen.

Am 29. Apr. 2003 unter: energie

Module „Made in EU

Global Solar Energy, Hersteller von flexiblen Solarmodulen, hat ein TÜV-Zertifikat erhalten, das den europäischen Ursprung seiner Module belegt. Damit profitieren Betreiber von Solaranlagen mit Global Solar Modulen in Italien ab sofort von einer zehn Prozent höheren Einspeisevergütung. Eine Untersuchung der Produktionsstätten durch den TÜV hat bestätigt, dass die Module von Global Solar hohen europäischen Standards entsprechen. Die „Conto Energia 4“, das Programm zur Einspeisevergütung der italienischen Regierung, belohnt Solaranlagen, die mindestens zu 60 Prozent europäischen Ursprungs sind. Damit soll die Verwendung von Komponenten „Made in Europe“ gefördert werden.

Global Solar Energy hat TÜV-Zertifikat für europäischen Ursprung erhalten „Das Zertifikat macht unsere Module für den italienischen Markt besonders interessant“, so Jean-Noel Poirier, Senior Vice President of Marketing & Business Development von Global Solar Energy. „Der Einspeisevergütungs-Bonus schafft einen Anreiz für Innovation und Produktion innerhalb der EU. Das Ziel ist, Arbeitsplätze in Europa zu schaffen und zu halten anstatt die Verlagerung der Produktion in Niedriglohnländer zu fördern.“

Am Standort Berlin-Adlershof fertigt das Unternehmen seit August 2011 die derzeit effizientesten flexiblen Solarmodule weltweit. Hierfür werden Solarzellen aus eigener Herstellung verarbeitet. Das Berliner Werk zur Zellproduktion ist seit 2008 in Betrieb, die Produktionskapazität liegt bei 35 Megawatt (MW). Die Konzernzentrale liegt in Tucson im US-Bundesstaat Arizona. Die dortige Modulproduktion verfügt über eine Kapazität von 40 MW. Derzeit sind insgesamt 300 Mitarbeiter an den Unternehmensstandorten beschäftigt.

Die Dünnschicht-Module von Global Solar Energy eignen sich durch ihr geringes Gewicht von 3,5 Kilogramm pro Quadratmeter besonders für Industriedächer, die keine hohen Traglasten erlauben. Sie werden nach dem Aufrollen auf die Dachoberfläche geklebt und benötigen keine Aufständerung. Mit einem Format von 5,74 auf 0,5 Meter hat das neue Modul eine Leistung von bis zu 300 Watt. Durch ein besonderes Mischungsverhältnis von Kupfer, Indium, Gallium und diSelenid erreicht es einen hohen Wirkungsgrad von bis zu 12,6 Prozent und ist damit rund doppelt so effizient wie flexible amorphe Silizium-Solarmodule.

Über Global Solar Energy Das 1996 gegründete Unternehmen ist ein führender Hersteller von Kupfer-Indium-Gallium-diSelenid (CIGS)-Solarzellen auf flexiblem Trägermaterial. Die Solarmodule von Global Solar Energy ermöglichen aufgrund ihres geringen Gewichts und ihrer Flexibilität innovative gebäudeintegrierte Anwendungen, werden aber auch in Solarkraftwerken oder faltbaren Ladegeräten eingesetzt. www.globalsolar.com

Am 10. Okt. 2011 unter: energie

Ursache: Sinkende Börsenpreise und Industrieprivilegien

Heute wurde die Prognose der EEG-Umlage für 2014 veröffentlicht. Sie beträgt 6,240 C/kWh und ist damit um 18,4 Prozent gegenüber 2013 gestiegen. Dabei betragen die reinen Förderkosten für die Erneuerbaren Energien im nächsten Jahr nur rund 0,15 C/kWh. „Der höhere Anteil der EEG-Umlage wird durch sinkende Börsenpreise beeinflusst“, informiert Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen. „So müssen beispielsweise die Stromversorger den Erzeugern erneuerbarer Energien eine per Gesetz festgelegte Einspeisevergütung zahlen. Sinkt der Börsenpreis, verliert erneuerbare Energie an Wert. Die Stromverbraucher müssen dann den fehlenden Anteil ausgleichen. Das erhöht diesen Teil der Umlage für 2014 auf rund 1,45 C/kWh.“

Ursache: Sinkende Börsenpreise und Industrieprivilegien Die Börsenpreise sind in diesem Jahr stärker gesunken als 2012 prognostiziert und die Einnahmen für den an der Börse vermarkteten erneuerbaren Strom sind geringer als erwartet, so dass für 2014 der Korrekturbeitrag (Nachholung) auf reichlich 0,8 C/kWh erhoben wird.

„Die EEG-Umlage steigt auch durch die Befreiung zahlreicher Unternehmen“, so Pause. Ziel der Befreiung ist der Erhalt deren internationaler Wettbewerbsfähigkeit. In der Ausgleichsregelung des Erneuerbaren Energiegesetzes (§§ 40 ff. EEG) ist das so festgelegt. Die Entlastung der Unternehmen wird von den anderen Firmen und auch von den privaten Stromverbrauchern getragen. Während 2011 rund 600 Unternehmen begünstigt waren, sind es in diesem Jahr fast 1.700. Für 2014 wird die Zahl bereits auf 2.300 geschätzt. Die teilweise oder komplette Befreiung von der EEG-Umlage wird voraussichtlich 5,8 Mrd. Euro betragen und diesen Teil der Umlage auf rund 1,25 C/kWh erhöhen.

Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3000 kWh sind das 2014 jährliche Mehrkosten in Höhe von rund 30,00 € (zzgl. MwSt.). Die Strompreiserhöhung durch die EEG-Umlage ist von allen Verbrauchern zu tragen und berechtigt nicht zu einer Sonderkündigung. Dennoch können insbesondere die Verbraucher, die noch einen Grundversorgungstarif haben, durch den Wechsel in ein günstigeres Preismodell oder den Wechsel zu einem anderen Versorgungsunternehmen, Geld sparen.

Am 15. Okt. 2013 unter: energie

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

eine Zukunft mit neuer Energie PV. ENERGIEWENDE hilft - Photovoltaik (PV) muss weiter ausgebaut werden Eine verbesserte Energieeffizienz der deutschen Wirtschaft und der kräftige Ausbau erneuerbarer Energien zeigen Wirkung: Mit 450 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) haben die rund 1.640 emissionshandelspflichtigen Energie- und Industrieanlagen in Deutschland im Jahr 2011 rund ein Prozent weniger klimaschädliches CO2 ausgestoßen als ein Jahr zuvor - trotz sehr starker Konjunktur. Die Daten zeigen auch: Der im März 2011 begonnene Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung steht der Erreichung der Klimaschutzziele nicht entgegen.

Industrie und Energieerzeuger vermindern CO2-Ausstoß Emissionen sinken trotz starken Wirtschaftswachstums und Kernkraftausstiegs

Insgesamt liegen die CO2-Emissionen von 450 Millionen Tonnen unter der jährlichen deutschen Emissionsobergrenze (dem so genannten "Cap") der zweiten Handelsperiode des europäischen Emissionshandels von 452,8 Millionen Tonnen. Mit dem Rückgang der CO2-Emissionen von rund einem Prozent setzt sich 2011 der innerhalb der zweiten Handelsperiode eingeschlagene Minderungspfad der CO2-Emissionen fort.

Zu den emissionshandelspflichtigen Unternehmen gehören energieintensive Branchen wie Zement- und Stahlwerke, Raffinerien, aber auch die Energieerzeuger. Nach ersten Berechnungen konnten gegenüber 2010 trotz begonnenen Kernkraftausstiegs insbesondere im Energiesektor CO2-Emissionen eingespart werden. Hier liegen die Emissionsminderungen zwischen zwei Prozent bei Großfeuerungsanlagen und sechs Prozent bei kleineren Feuerungsanlagen. Zu diesem Rückgang hat zwar neben dem starken Ausbau der erneuerbaren Energien auch - hierauf weist das UBA ausdrücklich hin - die verhältnismäßig milde Witterung beigetragen. Dennoch widerlegen die Zahlen alle Befürchtungen, die Abschaltung mehrerer Kernkraftwerke werde einen deutlichen Anstieg der Treibhausgasemissionen nach sich ziehen.

Mitteilung des Umweltbundesamtes

Am 12. Apr. 2012 unter: energie