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Tourismusbranche soll sich gegen Sexuelle Ausbeutung von Kindern engagieren

Sexuelle Ausbeutung globaler Wachstumsmarkt

Die Tourismusbranche soll Reisende über das Problem der sexuellen Ausbeutung durch Touristen informieren. Dies fanden 96 Prozent der Befragten einer aktuellen Studie des Evangelischen Entwicklungsdienstes. Laut der Studie würden drei Viertel der Befragten bei der Buchung einen Reiseveranstalter bevorzugen, der sich zum Schutz von Kindern einsetzt. Renate Gradistanac von der SPD- Bundestagsfraktion sagte anlässlich einer aktuellen Diskussion im Bundestag: "Die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen ist leider ein globaler Wachstumsmarkt." Als Konsequenz müsse besispielsweise das Auswärtige Amt seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu diesem Thema weiterhin aus- und fortbilden. Auch die Lageberichte des Auswärtigen Amtes müssten dieses Thema berücksichtigen.

Die internationale Tourismuswirtschaft habe sich in einem Verhaltenskodex zu ihrer Sozialverantwortung bekannt, führte Renate Gradistanac aus. Auch die deutsche Tourismuswirtschaft, die weltweit Marktführerin sei, müsse sich ihrer Verantwortung bewusst sein.

In den Chefetagen der Tourismuswirtschaft sei die Meinung weit verbreitete, dass der Einsatz gegen die Ausbeutung von Kindern das Image schädige. Diese Ansicht bezeichnete die SPD-Politikerin als "nicht nur widerlegbar, sondern auch hasenfüßig". So habe auch die Reiseanalyse 2005 festgestellt, dass 39 Prozent der dort Interviewten sich wünschten, dass die Reisebranche mehr für den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung durch Touristen tun soll. Die Reiseanalyse 2005 wurde von Tourism Watch, und der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen herausgegeben.

Gradistanac forderte außerdem den Einsatz weiterer Verbindungsbeamter in den Herkunftsländern. Es gelte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Auslandsvertretungen zu sensibilisieren und eine entsprechende Handreichung für den Einsackeln.

Insgesamt müsse die sexuelle Ausbeutung von Kindern strafrechtlich so verfolgt werden wie Delikte der Organisierten Kriminalität, sagte sie. Denn dann könnten Sonderzuständigkeiten, erweiterte Ermittlungsbefugnisse und Zeugenschutzprogramme angewandt wer

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