Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
ENERGIEWENDE AKTUELL - Zukunft made in Germany
Die Energiewende wird in zunehmendem Maße durch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in Energiegenossenschaften getragen. Innerhalb nur einer Dekade hat sich die Zahl der Energiegenossenschaften in Deutschland verzehnfacht. Führend sind bislang ländliche Regionen in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen. In der Regel organisieren sich Bürgerinnen und Bürger genossenschaftlich, um lokale Projekte in den Bereichen Wind-, Solarenergie oder Biomasse zu realisieren. Seit einiger Zeit werden auch kommunale Nahwärmenetze genossenschaftlich finanziert und getragen. Ein Grund für den Erfolg des Genossenschaftsmodells: Genossenschaften bieten sowohl konkrete Anlageoptionen, als auch die Möglichkeit zur Mitbestimmung, und sie sind meist offen für Beteiligungen auch mit niedrigen Beträgen.
Grüne in der EU
Sven Giegold über Diesel und Benzin
Am Donnerstag wird das Europaparlament über seine Position zum Revisionsvorschlag der Energiebesteuerungsrichtlinie der Europäischen Kommission abstimmen. Der Vorschlag sieht vor, europäische Mindeststeuersätze auf Energieträger festzulegen. Die ausschlaggebenden Faktoren für die Höhe der Steuer sind demzufolge für alle Energieträger der CO2- Ausstoß und der Energiegehalt (technische Neutralität). Die existierenden Verzerrungen sollen auslaufen. Der Verband der Automobilindustrie (VdA) behauptet, dass dadurch Dieselpreise in Deutschland um 22 ct pro Liter steigen würden.
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
ENERGIEWENDE AKTUELL - Zukunft made in Germany.
Eine verbesserte Energieeffizienz der deutschen Wirtschaft und der kräftige Ausbau erneuerbarer Energien zeigen Wirkung: Mit 450 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) haben die rund 1.640 emissionshandelspflichtigen Energie- und Industrieanlagen in Deutschland im Jahr 2011 rund ein Prozent weniger klimaschädliches CO2 ausgestoßen als ein Jahr zuvor - trotz sehr starker Konjunktur. Die Daten zeigen auch: Der im März 2011 begonnene Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung steht der Erreichung der Klimaschutzziele nicht entgegen.
Eilmeldung: CERN will Ergebnisse
CERN: Der LHC, die Urknall-Maschine und das Schwarze Loch von Genf
Erst vor ein paar Tagen sind beim CERN die Köpfe gerollt. Als Wissenschaftler der Forschungseinrichtung Ende 2011 angeblich überlichtschnelle Neutrinos detektiert hatten, schlug die Nachricht weltweit wie eine Bombe ein. Schließlich wäre damit Einsteins Relativitätstheorie widerlegt oder zumindest eingeschränkt worden. Umso größer war die Blamage, als man kürzlich feststellte, dass ein defektes Kabel für den Messfehler verantwortlich war.
Österliche Preiserhöhung
Verkehr: Hoher Benzinpreis zu Ostern
Seit geraumer Zeit steigen die Benzinpreise immer weiter auf ein immer höheres Rekordniveau. Pünktlich zum Osterverkehr sind weitere, drastische Preisanstiege zu erwarten, um aus dem Bedürfnis, Verwandte zu sehen oder aus den familiären Zwängen, denen viele unterliegen, das Maximum an Gewinn herauszuholen. Die großen Ölkonzerne gehören zu den wichtigsten Spielern der Weltwirtschaft und übertreffen sich jedes Jahr selbst mit ihren Gewinnen. Der Rohstoff, den sie vermarkten, wird hingegen immer knapper. Denn nicht nur der Verkehr, sondern sowohl die konventionelle Landwirtschaft als auch die Chemiekonzerne sind große, nimmersatte Abnehmer des Rohstoffes Erdöl. Das immer knapper und teurer werdende schwarze Gold ist somit einer der signifikantesten Kostentreiber der Weltwirtschaft und in anderen Teilen der Welt, wenn nicht direkt für militärische Interventionen, so doch für Hunger und Völkerflucht mit verantwortlich.
Facebook - Europäische Energiewende
Erneuerbare Energien vs. Atomkraft
Die Europäische Kommission hat ihre Gesetzesvorschläge zum Ausbau der Energieinfrastruktur in der Europäischen Union präsentiert. Es werden einmal mehr die falschen Schwerpunkte gesetzt und eine erfolgreiche Energiewende für Europa damit ernsthaft gefährdet. So soll die Infrastruktur für fossile Energieträger, dabei insbesondere Erdgas, deutlich stärker gefördert werden, als der Ausbau der Stromnetze für Erneuerbare Energien. Die EU plant 40 neue AKW’s und neue Kohlekraftwerke. Diese rückwärtsgerichtete und ignorante Politik ist in keinster Weise akzeptabel. Es darf keinen Rückschritt mehr auf fossile und nukleare Energieträger geben.
Dezentrale Speicher müssen gefördert werden
Solarenergie: Einsparungen durch EEG Gesetzentwurf möglich
Leistungsfähige Energiespeicher sind für das Gelingen der deutschen Energiewende unabdingbar. MdB Josef Göppel fordert daher eine gezielte Förderung von dezentralen Speichern, mit denen die Betreiber kleiner Solaranlagen ihren selbst erzeugten Strom rund um die Uhr nutzen können. Im Vergleich zum aktuellen Gesetzentwurf der Bundesregierung zum EEG verursacht Göppels Modell keine Mehrkosten, mittelfristig sogar Einsparungen: Ein Teil des Stroms, der bisher in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird, würde demnach in Zukunft direkt in den Speicher des eigenen Hauses geleitet werden. Dadurch könnte sich der Eigenverbrauch auf über 50% erhöhen. Der finanzielle Anreiz zum Kauf eines Speichers besteht nach dem Göppel-Vorschlag darin, dass für die nächsten zwei Jahre trotzdem 85% des selbst erzeugten Stroms über das EEG vergütet werden. Danach würde die EEG-Umlage aufgrund des höheren Eigenverbrauchs deutlich sinken.
Energie - Ein Jahr nach Fukushima
Fukushima | Die sichere Atomkraft
Ein Jahr liegt die Katastrophe in Fukushima nun zurück. Eine Zeit mit vielen Turbulenzen, Meinungen und Gegenmeinungen, Debatten über Fakten und Studien, die das eine oder das andere zu beweisen suchen. Gegenstand der Diskussion bleibt die Frage, die seit Jahrzehnten klar beantwortet ist: Ist Kernenergie sicher und verantwortbar?
Und auch dieser Jahrestag der Katastrophe in Fukushima hat erneut auf pathetische Weise gezeigt, wie hilflos Menschen mit den Katastrophen umgehen, die sie nicht verhindern können. Schweigeminuten vielerorts, Solidaritätsbekundungen und Lippenbekenntnisse, die dem Leid der Opfer wahrlich nicht gerecht werden können. Wenn wir mit den tödlichen Folgen der Atomkraft schon jetzt nicht umgehen können, wer erwartet da ein vernünftiges Maß an Risikoeinschätzung, das künftige Generationen vor dem Atomtod bewahren soll?
Energie - die Macht der Industrie
Utz Claassen: Atomblut <<ein Wirtschaftskrimi von einem Insider>>
In Atomblut schreibt Utz Claassen zweifellos aus dem Nähkästchen. Durch seine Insider-Sicht bekommen besonders aktuelle Entwicklungen, wie die Kürzung der Solarförderung und des Einspeisevorrangs für Solarstrom, ein neues Gesicht: Detailreicher und schmutziger. Sein Roman, der gerne als Abrechnung mit seiner ehemaligen Branche gewertet wird, brilliert mit Intelligenz und einem sehr hohen Niveau - aufgelockert durch gezielt eingesetzte Kraftausdrücke, die aber immer gut platziert wirken.
Claassen beschreibt die Geschichte der RuhrSTROM, die sich recht bald als RWE herausstellt, wenn ein paar Daten dieses "fiktiven" Konzerns deutlich werden. Auch wenn der Name nie genannt wird. Letztlich ist aber der eigentliche Name des Konzerns völlig unerheblich, da die Art und Weise, wie vorgegangen wird, für jeden der führenden Energiekonzerne gleichermaßen gilt. In diesem Umfeld beschränken sich die Wahlmöglichkeiten allenfalls auf Pest oder Cholera.
Energiewende muss kommen
Fukushima mahnt: EEG nicht ändern
In einem Schreiben an die rheinland-pfälzischen Bundestags- und Landtagsabgeordneten fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz die Parlamentarier dazu auf, sich für den Erhalt von zehntausenden von Arbeitsplätzen in der Solarenergie-Branche einzusetzen. Anlass für diesen Appell sind die geplanten Änderungen des Erneuerbaren Energiegesetzes (EEG). Die von der Bundesregierung vorgesehene kurzfristige und drastische Senkung der Einspeisevergütung führe bereits jetzt zu massenhaften Stornierungen bei den Installationsfirmen und ersten Kündigungen.
Nicht nur am Internationalen Frauentag:
Frauen wechseln zu Ökostrom
Wenn Frauen (und Männer) zu Ökostrom wechseln, zählen Umweltschutz und die Ablehnung von Atomenergie zu ihren wichtigsten Motiven. Frauen wollen dabei stärker als Konsumentin Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen nehmen, während Männer eher die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern fördern wollen. Stromwechsel-Trainings stellen dabei eine erfolgreiche Strategie dar, um die Entscheidung für grünen Strom und somit konkretes Handeln zu unterstützen. Dies zeigt ein Forschungsprojekt von LIFE e. V. / genanet – Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit und der Freien Universität Berlin (FU Berlin), das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wurde.
Fessenheim-Plakate sollen atomare Gefahr aufzeigen
Fessenheim – Fukushima
Der japanische Atomunfall hat uns nach Harrisburg und Tschernobyl wieder einmal die Gefahren der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie aufgezeigt und bestätigt, dass das nicht erbebengesicherte AKW Fessenheim mit seinem viel zu dünnen Fundament, eine nicht hinnehmbare Gefahrenquelle für alle Menschen am Oberrhein darstellt.
Nach der atomaren Katastrophe vor einem Jahr gab es in den Medien am Oberrhein auch Landkarten, welche die Auswirkungen des japanischen Unfalls und die neuen Evakuierungsradien, jeweils bezogen auf das eigene Land, darstellten.
Mit dem neuen trinationalen Plakat wird Fessenheim vom „Rand Frankreichs und Deutschlands“ dorthin gerückt, wohin es nach Ansicht der Umweltbewegung gehört, in das Herz unserer gemeinsamen Heimat am Oberrhein.
Umwelttipp anlässlich des internationalen Energiespartag am 5. März.
Energie sparen - nicht nur am Energiespartag
Am 5. März ist der Internationale Energiespartag. Energiesparen ist ein besonders wichtiges Dauerthema. Gefragt ist dabei der Einfallsreichtum jedes Einzelnen. Sparen bedeutet zum einen Vermeiden unnötigen Energieverbrauchs, zum andern bedarfsgerechter und effizienter Einsatz der benötigten Energie.
Infobrief 04/12
Solaranlagen und die Solarvergütung
Die Bundesregierung hat in Ihrer Antwort auf meine jüngste Anfrage zugegeben, dass für Photovoltaik-Anlagen zwischen 10 und 30 Kilowatt die neue Vergütungsabsenkung gemäß ihres Gesetzesvorschlages bis zu 37% betragen würde. Die 37% ergeben sich, wenn neben der direkten Absenkung von 32% auch die 10% des erzeugten Solarstrom berücksichtigt werden, die zukünftig nicht mehr vergütet werden sollen. Daraus ergäbe sich im Falle eine Vermarktung in Höhe des Börsenpreises von aktuell 6 ct/kWh eine Absenkung um insgesamt 37%. Im Falle eines Eigenverbrauchs und höherer Strombezugskosten statt eines Eigenverbrauchs sei von niedrigeren Zahlen auszugehen.
Erneuerbare Energie Gesetz (EEG)
Die Förderung von Photovoltaik
Das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) ist einer der deutschen Exportschlager und hat sich als wirksames Instrument zur Förderung des erneuerbare Energien Ausbaus bewährt. Genau aus diesem Grund ist es das erklärte Angriffsziel der schwarz-gelben Koalition. Das einzige, was diese Regierung für den Ausbau erneuerbarer Energien tut, sind völlig unglaubwürdige Lippenbekenntnisse, denen die Taten diametral gegenüberstehen, und die im Ergebnis eine sehr einseitige Förderstabilität von Großprojekten wie Desertec und Offshore-Windanlagen bringen.
Volkswirtschaftlicher Wahnsinn
Rösler zerstört deutsche PV-Hersteller ein Jahr vor Marktreife
Die deutschen Stromnutzer haben über 10 Jahre ein volkswirtschaftliches Wunder mitgetragen, das Philipp Rösler ein Jahr vor dem globalen Markteintritt zerstört. Dadurch bleiben zwar die Kosten bestehen, aber die Einnahmen werden im Laufe des nächsten Jahres deutlich zurück gehen. Gewinner sind der asiatische Markt und die Stromkonzerne.
Minister Rösler und Röttgen wollen stufenweisen
Solarenergie: Solarausstieg bis 2020
Auf die Solarenergie kommen sehr harte Zeiten zu. Die Minister Rösler und Röttgen haben heute einen gemeinsamen Vorschlag vorgestellt, wie der Ausbau der Solarenergie drastisch abgebremst werden soll. Der Solarausbau soll im Rahmen eines Korridors von zunächst 2,5 bis 3,5 Gigawatt quasi gedeckelt werden. Ab 2014 soll der Korridor jährlich um 400 Megawatt abgesenkt werden. Die Solarvergütung würde damit in den nächsten Jahren zum Auslaufmodell. Je günstiger die PV Anlagen werden, desto weniger soll zugebaut werden, selbst wenn die Stromerzeugungskosten unter die von neuen Kohlekraftwerken fallen. Die Absenkung erfolgt gemäß einem planwirtschaftlichen Modell, dessen Erfinder der FDP Parteivorsitzende Rösler ist.
Grünes Geld Berlin Messe mit Vortragsprogramm zu ethischen und
Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
Ob grünes Girokonto, Hypothek mit Umweltbonus-Zins für energiesparende Häuser, ob festverzinsliche nachhaltige Anleihe oder Investment in Bäume: Die Welt des Grünen Geldes hat mittlerweile eine erstaunliche Bandbreite zu bieten. „Fast jede Anlageform gibt es auch in einer nachhaltigen oder ethischen Variante – nur die ganz spekulativen nicht“, sagt Jörg Weber vom Fachinformationsdienst ECOreporter. Daher sind die grünen Geldanlagen nach seiner Ansicht für viele Anleger interessant: „Enkel-Investments“ beispielsweise beginnen mit monatlichen Beitragen von wenigen Euro.
Bundeswirtschaftsminister Röslers Solarausstiegsgesetz
Photovoltaik-Zubau in Deutschland
Noch 8 Gigawatt (GW) Photovoltaik-Zubau soll es in Deutschland geben. Dann soll Schluss sein. Dies sieht ein Gesetzentwurf vor, den Bundeswirtschaftsminister Rösler den Regierungsfraktionen im Bundestag vorgelegt hat. Der FDP-Parteivorsitzende will die Photovoltaik auf insgesamt 33,3 GW deckeln. Davon sind bislang 25 GW installiert, wobei alleine letztes Jahr 7,5 GW installiert wurden. Bereits im laufenden Jahr 2012 will Rösler den Zubau um fast 90 Prozent auf ein Gigawatt zusammen streichen.
Infobrief 01/12
Windenergie wieder auf gutem Weg
Die Windenergie ist wieder zurück auf dem Wachstumspfad. Letztes Jahr wurden 895 neue Windräder mit einer installierten Leistung von 2.007 Megawatt aufgebaut. Nach der Flaute im Jahr 2010, in dem nur 1551 Megawatt zugebaut wurden, ist der Markt nun wieder um 30 Prozent gewachsen. Dabei werden die Windräder im Schnitt immer leistungsstärker. Während 2010 noch über die Hälfte der installierten Anlagen der 2-Megawatt-Klasse angehörten, wurden im letzten Jahr mit einem Anteil von 54 Prozent vornehmlich Anlagen zwischen 2,1 und 2,9 Megawatt aufgestellt.
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