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Simonis angeblich in der UNICEF-Affäre unter Druck

Krisenmanagement

Im Zusammenhang mit den Vorwürfen zum Finanzgebaren der deutschen UNICEF-Sektion ist deren Vorsitzende Heide Simonis offenbar erheblich unter Druck geraten. Auf einer Sondersitzung des Vorstands am 1. November habe sie heftige Kritik einstecken müssen, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Gerügt würden speziell das Krisenmanagement und die Informationspolitik der Vorsitzenden: Obwohl Simonis bereits Ende Mai von angeblichen Verschwendungen bei der Honorierung von Mitarbeitern und beim Umbau der Kölner UNICEF-Zentrale erfahren hätte, habe sie darüber weder den Gesamtvorstand informiert noch andere Konsequenzen gezogen.

Simonis' Verhalten nach der Sitzung werde von Insidern als Kehrtwende gewertet, mit der sie "ihre Haut retten" wolle, berichtete die Zeitung weiter. Angesichts der schweren Vorwürfe gegen sie selbst habe Simonis versucht, das Steuer herumzureißen.

In seiner Sitzung hatte der UNICEF-Vorstand dem Geschäftsführer Dietrich Garlichs überraschend das Vertrauen ausgesprochen. Es gebe keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten. Diesem Votum schloss sich Simonis an.

Zuvor hatte sie Garlichs aufgefordert, sein Amt bis zur Klärung der Vorwürfe ruhen zu lassen. Nach der Sitzung bestritt sie dann, dass es sich um Vorwürfe gegen Garlichs gehandelt habe, sondern sprach von "einer unterschiedlichen Beurteilung der Situation".

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