200 Zeugen wegen Erfurter Massaker vernommen

Ermittlungen

Zwei Wochen nach dem Massaker am Erfurter Gutenberg-Gymnasium hat die Polizei bisher mehr als 200 Personen als Zeugen vernommen. Mit weiteren 120 Personen seien lediglich Gespräche geführt worden, da sie keine Hinweise zur Straftat geben konnten, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Die Zeugenvernehmungen gestalteten sich schwierig, da eine Vielzahl strafprozessrechtlicher Schranken beachtet werden müssten. So dürften keine traumatisierten Personen oder Kinder ohne Eltern als Zeugen befragt werden. Daraus resultiere ein sehr hoher Koordinierungsaufwand. In jedem Fall müssten die persönlichen Umstände des Einzelnen beachtet werden.

Die Rekonstruktion der Bluttat, bei der 17 Menschen starben, ist laut Polizei frühestens in zwei Wochen möglich. Bisher lägen noch nicht alle Ergebnisse der Untersuchungen des Bundeskriminalamtes vor.