headerquote

Seite 1 bei Google kann so einfach sein.

unabhängige Autoren mit eigener Meinung

240 Aussteller zeigen Neuheiten der Solartechnik

Internationale Sonnenenergie-Messe Intersolar 2002

In Freiburg hat am Freitag die internationale Sonnenenergie-Messe Intersolar 2002 begonnen. Bis zum Sonntag präsentieren auf der Fachmesse rund 240 Aussteller aus 17 Ländern Trends und Produkte der Solartechnik. Eröffnet wurde die nach Veranstalterangaben wichtigste europäische Solar-Messe von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne). Trittin verwies darauf, dass die Solarbranche ihren Umsatz seit 1998 versechsfacht habe. Sie trage nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern sei mit 120.000 Beschäftigten auch ein wichtiger Arbeitgeber.

Die Intersolar verzeichnet seit 1999 jährlich wachsende Aussteller- und Besucherzahlen. Bei den Ausstellern konnte 2002 ein Plus von 15 Prozent erzielt werden. 39 Aussteller kommen aus dem Ausland. Die Veranstalter erwarten während der drei Messetage rund 14.000 Besucher.

Der Ausstellungsschwerpunkt der Intersolar liegt auf den Bereichen Photovoltaik, Solarthermie und Solares Bauen. Begleitveranstaltungen beschäftigen sich mit Themen wie solarer Klimatechnik oder solarer Destillation zur Gewinnung von Trinkwasser aus Meerwasser. Auf einer Sonderschau Weltmarkt werden Solarprodukte und Dienstleistungen für Entwicklungsländer vorgestellt. Trittin wies darauf hin, dass weltweit zwei Milliarden Menschen ohne Strom leben. Die Solartechnik könne ihnen den Zugang zur Elektrizität ermöglichen. Damit trage die Branche auch zu globaler Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung bei.

Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Deutschen Fachverbands Solartechnik (DFS), nannte die Intersolar "ein Spiegelbild der wachsenden Professionalität der Branche". Deutschland sei der Motor für die Marktentwicklung in Europa. 2001 wurden in Deutschland nach DFS-Angaben rund 900.000 Quadratmeter Kollektorfläche sowie Photovoltaik-Module installiert. Insgesamt hat die Branche in Deutschland über eine Milliarde Euro umgesetzt. Die Wachstumsraten lagen bei durchschnittlich 30 Prozent.

Stryi-Hipp räumte ein, in diesem Jahr sei das Geschäft verhalten angelaufen. Die Gründe dafür lägen aber nicht in der Branche. Vielmehr mache sich die allgemeine Kaufzurückhaltung bemerkbar. Stryi-Hipp lobte die Solarpolitik der Bundesregierung, der es gelungen sei, mit Anreizprogrammen die Nachfrage anzukurbeln. Trittin betonte, für die Solarbranche seien "stabile und berechenbare Rahmenbedingungen" besonders wichtig. Deshalb müsse die von der Bundesregierung eingeleitete Energiewende konsequent fortgesetzt werden.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!