Umweltbundesamt
Studie fordert Verbesserung von Umweltschutz im Krieg
Langfristig spricht sich der Autor - Prof. Daniel Bodansky von der Universität Georgia, USA - dafür aus, das bestehende Kriegs- und Völkerrecht besser anzuwenden. Die Studie zeigt anhand zahlreicher Beispiele, dass selbst schwere und lang anhaltende Umweltschäden - zum Beispiel infolge der Zerstörung eines Ölfeldes oder einer chemischen Fabrik - durch das geltende Kriegs- und Umweltvölkerrecht nicht verhindert werden konnten.
Für bestimmte Bereiche schlägt der Autor langfristig neue Regeln - wie ein Verbot militärischer Aktivitäten in international anerkannten Naturschutzgebieten - vor. Bereits kurzfristig möchte der Autor das Militär verpflichten, die Umweltwirkungen militärischer Aktivitäten nach einheitlichen Maßstäben vorab zu beurteilen und diese bei der Zielanalyse oder Zielauswahl besser zu berücksichtigen.
Derartige Verfahrensregeln, die als Handlungsanleitungen Eingang in die militärische Praxis finden könnten, versprächen eine schnellere Verbesserung des Umweltschutzes als neue Völkerrechtsregeln. Gleichzeitig könnten die militärischen Verfahrensregeln das Bewusstsein für die Belange der Umwelt in Kriegszeiten stärken, und so ein erster Schritt sein, schon bestehende Kriegs- und Umweltrechtsvorschriften langfristig besser anzuwenden.
Die Studie "Legal Regulation of the Effects of Military Activity on the Environment" ist in englischer Sprache als Band 5/03 der Reihe BERICHTE des Umweltbundesamtes im Erich-Schmidt Verlag erschienen (126 Seiten, 34 Euro, ISBN 3-503-07819-3). Sie ist im Buchhandel oder direkt beim Erich Schmidt Verlag, Genthiner Straße 30g, 10785 Berlin, Tel: 030/250085-0, e-Mail: esv@esvmedien.de, erhältlich.
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