Überstimmt

Barcelona schafft Stierkämpfe ab

Barcelonas Stadtrat entschied sich gestern gegen Stierkämpfe. Das berichtet die Welttierschutzgesellschaft (WSPA). Bei der Abstimmmung in der katalanischen Hauptstadt hätten 21 Abgeordnete mit "Ja" und 15 mit "Nein" gestimmt, zwei enthielten sich. Die Abgeordneten seien damit einer Forderung des stellvertretenden Bürgermeisters, Jordi Portabella gefolgt. Portabella, der gegen den Stierkampf ist, habe die Gesetzesvorlage vor zwei Wochen in den Stadtrat eingebracht. "Die katalonische Hauptstadt Barcelona muss ihrer Hauptstadtrolle gerecht werden und Vorreiter sein bei der Beendigung des Stierkampfes", erklärte Portabella.

"Diese Entscheidung ist ein großer Erfolg für den Tierschutz und könnte der Anfang vom Ende der Stierkämpfe in Spanien sein", sagte Martin Riebe, Geschäftsführer der WSPA in Deutschland.

Eine Umfrage aus dem Jahr 2003 belege, dass 63 Prozent der Einwohner von Barcelona gegen Stierkämpfe in ihrer Stadt seien, wobei über die Hälfte der Meinung vertreten würden, dass Barcelona sich zur Anti-Stierkampf-Stadt erklären soll. 76 Prozent betrachteten Stierkämpfe als grausam und unkultiviert. 59 Prozent der Einwohner hätten niemals eine Stierkampf besucht und nur 7 Prozent sähen Stierkämpfe als positiv für das Ansehen der Stadt.

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