Kahlschlag in Brasilien
Waldfläche so groß wie die halbe Schweiz wird pro Jahr abgeholzt
Die Regierung verfolge laut WWF eine inkonsistente Politik. So fördere sie Bodenspekulationen zum Ausbau von Rinderfarmen und industrieller Landwirtschaft. Illegaler Kahlschlag, Ausbeutung der Arbeiter und Kriminalität würden nicht ausreichend bekämpft. "Die Opfer dieser Politik sind Natur und Menschen gleichermaßen", sagte Evers. Der WWF kritisierte weiterhin, dass sowohl die Regierung Lula als auch die meisten Bundesstaaten noch immer keine Leitlinien für eine nachhaltige Entwicklung der Amazonasregion verabschiedet hätten.
"Regierung und Industrie müssen einfach mehr tun, um den schockierenden Raubbau zu stoppen", sagte Denise Hamu, Geschäftsführerin des WWF Brasilien. "Ansonsten wird unser Regenwald verschwinden, bevor wir ihn überhaupt richtig erforscht haben."
Zum Schutz des Waldes habe die brasilianische Regierung im Jahr 2002 das "Amazon Protected Areas Programm" (ARPA) ins Leben gerufen. Ziel sei die Schaffung von mindestens 50 Millionen Hektar Schutzgebieten. - "Die Ausweisung von Schutzgebieten ist wichtig. Aber das reicht bei weitem nicht aus, um den Kahlschlag zu stoppen. Wir brauchen eine nachhaltige Politik, die den Regenwald nützt, ohne ihn zu zerstören und so Mensch und Natur dient", sagte Hamu.
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Am 19. Mai. 2005 unter:
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