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Dieselpartikelfilter sollen für Feinststäube ungeeignet sein

"Maßlos überschätzt"

Kleinste Feinstaubpartikel sind nach Ansicht des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung wesentlich gefährlicher als große. Das Institut hält daher die Stilllegung der stärksten Rußemittenten unter den Lkw und Autobussen und eine Minimierung von Öl- und Kohleverbrennung beim Hausbrand für erforderlich. Nach Auffassung des Wissenschaftlers Gerhard Fleischhacker von der Prüf- und Überwachungsstelle CEF-Austria sind die gängigen Dieselpartikelfilter gänzlich ungeeignet, Feinstpartikel oder Aerosole von geringer Größe abzuscheiden. Die Effektivität der Partikelfiltersysteme werde "maßlos überschätzt". Partikelgrößen, die kleiner als 3 Mikrometer sind, könnten mit diesen Partikelfiltern ausnahmslos nicht abgeschieden werden. Die lungengängigen Feinstpartikel würden somit weiter an die Umwelt abgegeben.

"Besonders jene Teilchen, die unter 1 Mikrometer groß sind, sind extrem gefährlich", vermutet der Umweltmediziner und Chemiker Emil Hellemann. Grenzwerte seien nur Konsenspapiere.

Hellemann betrachtet die Diskussion als stark vereinfacht. Denn sehr wesentlich sei die Oberflächen- die Strukturbeschaffenheit der Teilchen. Demnach müssten diese Partikel individuell untersucht werden.

"Fest steht jedoch, dass die pathophysiologischen Eigenschaften der Feinstpartikel unterschätzt werden. Sie sind derart klein, dass sie sogar die Zellmembran durchwandern können, sich mit Schaltproteinen verbinden", so Hellemann. Dennoch könne man im Detail heute noch nicht sagen, welchen Schaden sie tatsächlich anrichten."

Hellemann kritisiert, dass die Erkenntnisse um Feinstpartikel nicht neu sind. Es habe aber acht bis zehn Jahre gedauert, bis der Ernst der Situation auch nur annähernd erkannt worden sei.

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