Public Private Partnership
Staatliche Hochschule und Energiekonzern E.On forschen gemeinsam
An dem Institut sollen fünf Professuren eingerichtet werden, die "mit international anerkannten Experten auf dem Gebiet der Energieforschung" besetzt werden sollen. Das Institut soll den Angaben zufolge in den Themenbereichen Energietechnik und Energiewirtschaft arbeiten und Lösungen zur Einbindung erneuerbarer Energien in die Energieversorgung sowie zur effizienteren Nutzung von Energie erforschen. Ab dem Wintersemester 2006/07 sollen die ersten Studierenden Lehrveranstaltungen besuchen können.
E.On kündigte an, den Forschungsbetrieb des Instituts über die nächsten 10 Jahre mit einem Betrag von mindestens 40 Millionen Euro zu finanzieren. E.On-Vorstandsmitglied Manfred Krüper sagte zum Hintergrund, die Sicherung der Energieversorgung von morgen stelle eine große Herausforderung dar. "Mit der in Aachen vereinbarten Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft ergreifen wir eine wichtige Initiative, wissenschaftliche Grundlagen für zukunftsfähige Lösungen zu erarbeiten. Gemeinsam werden wir nachhaltige Konzepte für eine besonders effiziente und klimaschonende Energieversorgung entwickeln. Ich bin sicher: Das ‚E.ON Forschungsinstitut für Energie’ wird schon in wenigen Jahren international eine Spitzenposition in der Energieforschung einnehmen. Die langfristig angelegte Förderung dieser Einrichtung ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie sich E.ON seiner gesellschaftlichen Verantwortung stellt."
"Diese bisher größte Public Private Partnership eines Unternehmens mit einer deutschen Hochschule gibt uns die Chance, in einem noch breiteren Themenspektrum als zuvor Spitzenforschung mit höchstem Anwendungsbezug zu betreiben", sagte der Rektor der RWTH Aachen, Professor Dr. Burkhard Rauhut. "Durch die Unterstützung der E.ON AG können wir unsere europäische Spitzenposition in der Energieforschung und der Ingenieursausbildung auf lange Sicht behaupten."
E.On ist Deutschlands führender Atomkraftwerksbetreiber und der weltweit größte private Energiedienstleister. Der Konzern beschäftigt eigenen Angaben zufolge rund 70.000 Mitarbeiter in mehr als 20 europäischen Ländern und den USA. Seine Kerngeschäfte sind Strom und Gas. In beiden Geschäften ist E.ON auf allen Wertschöpfungsebenen von der Erzeugung über das Netz bis zum Vertrieb an die Kunden tätig. Bei der Stromerzeugung setzt der Konzern auf einen breiten Energiemix aus Kernenergie, Kohle, Gas und regenerativen Energien. In den nächsten drei Jahren sollen nach Angaben des Unternehmens rund 1,2 Milliarden Euro in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investiert werden. Zugleich plant der Konzern für ein mehrfaches dieses Betrages die Errichtung mehrerer fossiler Großkraftwerke.
Die RWTH Aachen bezeichnet sich als "eine der führenden Universitäten Deutschlands". Sie habe "den höchsten Anwendungsbezug und die größte Wirtschaftsnähe deutscher Hochschulen", was sich in der Summe der von der Wirtschaft eingeworbenen Drittmittel ausdrücke.
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Am 27. Jan. 2006 unter:
arbeitStichworte:
« Tier- und Naturschützer fordern Verzicht auf Streusalz
Londoner Institut warnt vor Konsequenzen aus Scholz' Atomwaffen-Vorstoß »

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