"Scherbenhaufen"
Umweltschützer fordern "Schutzregeln vor Gentech-Verschmutzung"
Die europäischen Umweltminister haben nach Auffassung der Umweltschützer "die Gelegenheit, das Vorgehen der EFSA zu korrigieren". Es sei notwendig, dass die Mitgliedstaaten die Standards einer Sicherheitsbewertung von Gentech-Pflanzen und Nahrung bestimmen und "diese wichtige Aufgabe nicht einer derart fragwürdigen Behörde überlassen".
Auch die Europäische Kommission habe "das Gebaren der EFSA" öffentlich kritisiert und sie im April dieses Jahres aufgefordert, Langzeit-Auswirkungen von Gentech-Pflanzen zu untersuchen. Außerdem habe die Kommission die EFSA aufgefordert, darzulegen, welche Studien von der Biotech-Industrie für einen Zulassungsantrag unabdingbar seien.
Anfang des Jahres wurde GLOBAL 2000 eigenen Angaben zufolge "ein Geheimdokument der EU-Kommission zugespielt, in dem die Kommission" zugebe, dass sie nicht ausschließen könne, dass Gentech-Nahrung Allergien erzeugten oder auf lange Sicht sogar Krebs erregend wirkten. Dieses Dokument zeige auch auf, dass die Umweltauswirkungen von Gentech-Pflanzen nach wie vor weitgehend unbekannt seien.
GLOBAL 2000 hält die EFSA für "Befangen". Dies ergebe sich aus "zahlreichen Indizien". Die EFSA, deren Sicherheitsbewertung die Grundlage für sämtliche Gentech-Zulassungen sei, habe in den vergangenen vier Jahren "alle Sicherheitsbedenken der EU-Mitgliedsstaaten ignoriert". Die Behörde habe "ausschließlich positive Bewertungen" zu den Anträgen der Biotech-Industrie abgegeben. Einigen Mitarbeitern der Behörde habe man "sogar enge Beziehungen zur Biotech-Industrie nachgewiesen" können.
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Am 27. Jun. 2006 unter:
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Chemikalienverordnung REACH passierte den EU-Umweltministerrat »

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