"Erkennungsdienstliche Behandlung"
Datenschützer und Opposition halten Pass mit Fingerabdruck für unnötig
Auch FDP und Linke erneuerten ihre Kritik an dem "ePass" der zweiten Generation. Die FDP-Innenexpertin Gisela Piltz monierte, die neue Technik sei nicht ausgereift. Angesichts der immer rasanteren Entwicklung bei Angriffen auf Sicherheitssysteme scheine es nur eine Frage der Zeit, wann Kontrollen mit falschen Daten auf dem Pass überwunden werden können, warnte Piltz.
Hacker kommen an Daten ran - Kriminelle möglicherweise auch
Hacker hätten bereits gezeigt, dass ein unberechtigtes Auslesen der sensiblen biometrischen Daten nicht unmöglich sei. Diese würden für Kriminelle interessanter, sagte Piltz und fügte hinzu: "An Tatorten können dann leicht Spuren von unschuldigen Dritten hinterlegt werden." Vor unberechtigten Anschuldigungen bei der Strafverfolgung sei dann niemand mehr sicher.
Jan Korte, Innenexperte der Linksfraktion im Bundestag, sagte, der Funkchip im Pass sei ein Sicherheitsrisiko. "Der neue Pass ist ein Beispiel dafür, wie die Bundesregierung mit ihrer Speicherwut nicht für mehr, sondern für weniger Sicherheit sorgt." Fachleute seien der Meinung, die bisherigen Reisepässe zählten auch ohne biometrische Merkmale zu den weltweit sichersten.
Die Fingerabdrücke sollen beim Einwohnermeldeamt gespeichert und von dort an die Bundesdruckerei übermittelt werden. Sie sollen nach Angaben des Bundesinnenministerium angeblich gelöscht werden, sobald der Pass abgeholt wird. "Früher wurden Fingerabdrücke nur von Verbrechern genommen. Heute ist jeder verdächtig, der sich gegen die Erfassung seiner biometrischen Daten wehrt", kritisierte die FDP-Politikerin Piltz.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte am 31. Oktober die neuen Pässe gelobt. Sie seien mit den biometrischen Merkmalen fälschungssicherer als bisher und verhinderten den Pass-Missbrauch.
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Am 31. Okt. 2007 unter:
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« Bundesweit 150 geothermische Kraftwerke in Planung
Vorwürfe gegen Polizei-Ausbilder einer Polizeihundeschule »

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