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Laut DGB sind fünf Millionen Menschen auf Arbeitssuche

Unterbezahlte Leiharbeiter

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach kritisiert, dass die amtliche Zahl von unter drei Millionen Arbeitslosen über das wahre Ausmaß der Erwerbslosigkeit in Deutschland hinwegtäuscht. "Noch immer sind fünf Millionen Menschen auf Arbeitssuche", sagte sie der "Passauer Neuen Presse". Die Zahl ergebe sich unter anderem, weil Ein-Euro-Jobber und Menschen in kurzfristigen Trainingsmaßnahmen in der Statistik nicht mitgezählt werden. Zudem liege die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs trotz Aufschwungs gegenüber 2001 um rund 500.000 niedriger.

Ausgedehnt hätten sich vor allem Teilzeitbeschäftigung und prekäre Beschäftigung. "Die meisten Leiharbeiter sind gnadenlos unterbezahlt und die ersten, die wieder gehen müssen", kritisiert Buntenbach. Sie fordert die Sicherung von Arbeitsplätzen durch Investitionen in Infrastruktur und Bildung.

Zugleich lobte Buntenbach das Konjunkturpaket der Bundesregierung. "Investitionen in Infrastruktur, Klimaschutz und Bildung könnten helfen, Arbeitsplätze zu sichern oder zu schaffen." Die von Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) angekündigte Ausweitung der Kurzarbeiterregelung und betrieblichen Weiterbildung befürwortet sie ebenfalls. Zwar würden sich die Auswirkungen der Finanzmarktkrise erst in einigen Monaten auf dem Arbeitsmarkt niederschlagen. Es sei aber "bereits jetzt hohe Zeit, politisch gegenzusteuern".

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