krankheiten
Dr. Wolfgang Hien
Arbeit: Psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt
In den letzten Wochen sahen sich viele Experten, Institutionen und Verbände berufen, Erklärungen und Stellungnahmen zu psychischen Erkrankungen und deren bedrohliche Zunahme abzugeben, so z.B. die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitsgeberverbände (BDA) in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Verband der Deutschen Betriebs- und Werksärzte (VDBW), wie auch fast zeitgleich die Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Ende des letzten Jahres erschien auch eine Broschüre des Ausschusses für Arbeitsmedizin beim Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. Die genannten Erklärungen treffen in der Fachwelt und der allgemeinen Öffentlichkeit auf viel Interesse, doch spiegeln sie keinesfalls den Stand der arbeits- und gesundheitswissenschaftlichen Erkenntnisse wider.
Richtlinien und ärztliche Versorgung im ländlichen Raum**
Ärzte und die Gesundheit | Bedarsfplanung
Ziemlich lange schon reden Politiker von der demografischen Entwicklung, vom Demografiecheck und von Demografiewerkstätten und sie diskutieren schon geraume Zeit über gefühlte und tatsächliche Unterversorgung mit Haus- und Fachärzten.
Kampf gegen die Panik
Diagnose MS | Biografie einer Angst mit Multipler Sklerose zu leben
Gegensätzlicher könnte ein Leben kaum sein. Kindheit und Jugend geprägt von Unbeständigkeit, die Lebensrealität im Alter von 33 Jahren von strikten Strukturen durchzogen. „Einblicke“ ist die bedrückende Geschichte der jungen Autorin Cornelia Nienhaus und alles andere als ein lapidare Biografie. Neben den vielen Eindrücken der frühen Jugend verarbeitet sie ihren Schicksalsschlag, der sie 2006 ereilte. Die Diagnose MS (Multiple Sklerose) ist nicht nur ein Befund, sondern katapultiert die lebensbejahende junge Frau in einen Ausnahmezustand der Gefühle. Dennoch charakterisiert sie ungebrochene Lebensfreude – trotz niederschmetternder Diagnosen.
Gesundheit - Check für die Leber
HEPATITIS C | Ihre Leberwerte und die klassische Medizin (TCM)
Ein Routineblutcheck bringt es oft an den Tag – erhöhte Leberwerte. Doch obwohl schon jede 10. Untersuchung auffällig ist, wird selten nach den Ursachen geforscht. Unerkannte und somit unbehandelte Lebererkrankungen können Leberkrebs oder Leberzirrhose zu Folge haben. Stark im Steigen begriffen ist ferner die nichtalkoholische Fettlebererkrankung als Ergebnis des »modernen« Lebensstils verbunden mit Übergewicht, Bewegungsmangel und Fehlernährung.
Krankengymnasten, Ärzte, Häusliche Pflege
Kaufmännische Krankenkasse deckte über 1000 Betrugsfälle auf
Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hat im vergangenen Jahr über 1000 Betrugsfälle im Gesundheitswesen aufgedeckt. "Es ist alarmierend, dass die Krankenkassen jährlich um Milliarden Euro betrogen werden", sagte KKH-Vorstandschef Ingo Kailuweit am Mittwoch in Hannover. Von den aufgedeckten Betrugsfällen mit einem Schaden in Höhe von mehr als einer Million Euro habe man mehr als 400 000 Euro wieder hereingeholt. Krankengymnasten stünden mit 279 Fällen an der Spitze der Betrugsliste. Danach folgen die Ärzte mit 233 und die Häusliche Pflege mit 105 Betrugsfällen, sagte Kailuweit.
Pflegenotstand befürchtet
Krankenhäuser beklagen dramatische Einnahmeverluste
Die Krankenhäuser beklagen eine dramatische Verschlechterung ihrer Einnahmesituation und warnen vor einem Pflegenotstand. "Die Belastungen für die Kliniken sind nicht mehr zu verkraften. Ein Drittel der Krankenhäuser schreibt bereits Verluste", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, am 8. Oktober in Berlin. Das Bundesgesundheitsministerium warnte vor Panikmache. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund nannte das Barometer "ein Dokument des eigenen Versagens".
Chronische Krankheiten & Unfälle
Sozial benachteiligte Kinder sind laut Studie häufiger krank
Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien werden häufiger krank als bessergestellte Gleichaltrige. Das geht aus einer bundesweiten Studie des Robert-Koch-Instituts hervor, die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am Mittwoch in Berlin vorgestellte. Demnach sind sozial benachteiligte Kinder häufiger von chronischen Krankheiten und Unfällen betroffen, treiben weniger Sport und gehen seltener zum Arzt.
Kritik vom Bischof
"Junge Frauen als Arbeitskräftereserve für die Industrie"
Der katholische Bischof Walter Mixa hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Donnerstag vorgeworfen, ihre Familienpolitik sei "vorrangig darauf ausgerichtet, junge Frauen als Arbeitskräftereserve für die Industrie zu rekrutieren". Die Pläne zum Ausbau der Kleinkindbetreuung seien "schädlich für Kinder und Familien und einseitig auf eine aktive Förderung der Erwerbstätigkeit von Müttern mit Kleinkindern fixiert", meint Mixa. Die Familienpolitik der Ministerin diene nicht in erster Linie dem Kindeswohl oder der Stärkung der Familie. Die Doppelverdiener-Ehe werde von der Ministerin geradezu zum "ideologischen Fetisch" erhoben, so der Bischof. Im vergangenen Jahr hatte der Bischof gefordert, man solle die Soziale Marktwirtschaft nicht der Globalisierung opfern. Zudem solle man die Leistungen von Frauen unabhängig von ihrer Nützlichkeit für die industrielle Produktion betrachten.
Tierseuche
Blauzungenkrankheit in den Niederlanden bestätigt
Nach Angaben der EU-Kommission ist im Süden der Niederlande bei Schafen offenbar die Blauzungenkrankheit ausgebrochen. Die Blauzungenkrankheit sei eine von Insekten übertragene virale Tierseuche, die alle Wiederkäuerspezies, also auch Kühe, befallen könne. Sie sei nicht auf den Menschen übertragbar. Insofern bestehe kein Risiko, dass sie sich durch Fleisch oder Milch verbreite oder übertrage. Die Tierseuche trete in Südeuropa, vor allem in Italien und Spanien, häufig auf. Die Ausbreitung in den Niederlanden sei nun der erste Fall, der in Nordeuropa festgestellt worden sei. Zurzeit finden den Angaben zufolge weitere Untersuchungen und Labortests im gemeinschaftlichen Referenzlabor in Pirbright, Großbritannien, statt, um den betreffenden Virusstamm zu ermitteln.
Kinder, Asthmatiker & Senioren
Umweltschützer fordern Fahrverbote wegen Ozonbelastung
Angesichts des Anstiegs des bodennahen Ozons fordert die Umweltschutzorganisation Greenpeace "Fahrverbote zum Schutz der Menschen". Auch der Naturschutzbund NABU meint, dass Fahrverbote kein Tabu sein dürften. Die andauernde Hitzewelle habe die bodennahen Ozonwerte "in besorgniserregende Höhen schnellen lassen". Greenpeace fordert, auf diese Belastung von Mensch und Umwelt mit "konsequenten Fahrverboten" zu reagieren. In vielen Regionen Deutschlands sei bereits die Warnschwelle von 180 Mikrogramm überschritten worden. Der Spitzenwert von 239 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft wurde offenbar am Mittwoch in Freiburg gemessen. In Baden-Baden lag der Ozonwert den Angaben zufolge bei 229, in Schkeuditz (Sachsen) bei 224, in Karlsruhe bei 219 und in Wiesbaden bei 214 Mikrogramm. "Das Reizgas Ozon ist heimtückisch", so Greenpeace. "Es ist schwer wasserlöslich und dringt so bis in die feinsten Verästelungen der Atemwege vor." Ozon führe zu Entzündungen der Atemwege, einer Zunahme von Asthma-Anfällen und fördere Allergien. Besonders Kinder litten unter dem Gas. Der Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation (WHO), sowie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) liege bei 120 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In den kommenden Tagen sei weiterhin mit gesundheitlich bedenklich hohen Ozonwerten zu rechnen.
Sinkende Lohnnebenkosten
Krankschreibungs-Zeiten weiter zurückgegangen
Der Krankenstand der Arbeitnehmer ist weiter rückläufig. Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) teilte am Montag in Berlin mit, dass von Januar bis November 2005 die Krankheitszeiten auf 11,5 Kalendertage zurück gegangen seien. Im Vorjahreszeitraum fehlten die Beschäftigten im Schnitt 11,9 Tage, 2003 waren es noch 13,5 Tage.
Rinderwahnsinn
Neuer BSE-Fall in Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern hat seinen zweiten BSE-Fall in diesem Jahr. Wie das Agrarministerium am Freitag in Schwerin mitteilte, wurde die Seuche bei einem fast acht Jahre alten Rind festgestellt.
Historischer Tiefstand
Immer weniger fehlen wegen Krankheit bei der Arbeit
Im vergangenen Jahr haben die Deutschen so selten wie noch nie wegen Krankheit bei der Arbeit gefehlt. Im Durchschnitt kamen die Beschäftigten auf 7,8 krankheitsbedingte Ausfalltage, wie der Bundesverband der Betriebskrankenkassen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Der Rückgang habe der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr rund eine Milliarde Euro eingespart, hieß es. Über die Zahl derer, die sich trotz Krankheit und Erholungsbedürftigkeit zur Arbeit geschleppt haben, wurden keine Angaben gemacht.
Bundesweite Premiere
Hausarztvertrag für zentrale Steuerung von alten und schwer kranken Menschen
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein hat mit mehreren Krankenkassen den bundesweit ersten übergreifenden Hausarztvertrag vereinbart. Die Vereinbarung betrifft nach Auskunft der KV Nordrhein die Versorgung alter und schwer kranker Menschen. Die an dem Programm beteiligten Hausärzte sind für die Patienten künftig die erste Anlaufstelle. Sie sollen die gesamte medizinische Versorgung der Patienten übernehmen und die Behandlung über alle Ebenen hinweg koordinieren. Bei ihnen laufen alle Befunde und Therapieprogramme zusammen, sie koordinieren die weitere Behandlung beim Facharzt oder im Krankenhaus.
Problem Raucherlunge
WHO-Studie zu Atemwegserkrankungen
Immer mehr Menschen leiden unter einer Raucherlunge. Jährlich steigt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO die Zahl der Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), wie die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) am Montag mitteilte.
"Fehlender Markt"
Eva Köhler engagiert sich für vier Millionen "vergessene Kranke"
Es ist Brauch, dass sich die Gattinnen von Bundespräsidenten karitativ betätigen. Sie übernehmen traditionell die Schirmherrschaft für das Kinderhilfswerk Unicef und das Müttergenesungswerk. Eva Luise Köhler engagiert sich darüber hinaus für ein eigenes Projekt - für die "Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen" (Achse). "Seltene Krankheiten sind alle Krankheiten, deren Namen wir nicht aussprechen können. Doch steckt hinter jeder ein Schicksal", sagte Eva Luise Köhler am Dienstag in Berlin. Insgesamt dürften von den "seltenen Krankheiten" vier Millionen Menschen in der Bundesrepublik betroffen sein.
Statistisches Bundesamt
Kosten in Krankenhäusern gestiegen
Die Krankenhauskosten in Deutschland sind im Jahr 2003 trotz kürzerer Liegezeiten gestiegen. Die Gesamtkosten beliefen sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch auf 62,3 Milliarden Euro. Das waren 2,7 Prozent mehr als 2002. Die Kosten pro Behandlungsfall erhöhten sich um 2,4 Prozent auf rechnerisch 3214 Euro. Die durchschnittliche Verweildauer pro Patient sank dagegen von 9,2 auf 8,9 Tage.
Mal was Schönes
Chronisch Kranke müssen Krankheit nicht mehr jährlich nachweisen
Chronisch Kranke müssen seit Januar nicht mehr jährlich einen ärztlichen Nachweis vorlegen. Dies gilt für alle Patienten, die in einer Dauerbehandlung sind und bei denen eine Verbesserung der Krankheitssituation nicht zu erwarten ist. Auf diese Regelung wies das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag in Berlin erneut hin.
"Gesetz nicht zur Kenntnis genommen"
Krankenhausärzte klagen über unzumutbare Arbeitsbedingungen
Der Ärzteverband Marburger Bund übte heftige Kritik an den Klinikarbeitgebern wegen der "unzumutbaren Arbeitsbedingungen für Krankenhausärzte". Trotz der Einführung des verbesserten Arbeitszeitgesetzes vor einem Jahr müssten viele Krankhausärzte nach wie vor "am Rande der körperlichen und geistigen Erschöpfung" Patienten versorgen, kritisierte der Verbandsvorsitzende Frank Ulrich Montgomery am Donnerstag in Berlin. Übermüdete Ärzte, die 30 Stunden am Stück arbeiten, stellten auch ein Risiko für Patienten dar, betonte er.
Kult-Rockband
Karat-Sänger Herbert Dreilich verliert den Kampf gegen den Krebs
"Mich zwingt keiner auf die Knie", sang Herbert Dreilich erstmals vor 20 Jahren in einem Lied. Der Text war sein Lebensmotto, wie er selbst einmal bekannte, doch jetzt hat der Frontmann der ostdeutschen Kult-Rockband Karat einen Kampf verloren. Wenige Tage nach seinem 62. Geburtstag erlag er in der Nacht zu Sonntag in seinem Haus in der Nähe von Berlin einem Krebsleiden.
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