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Rettet den Regenwald, ROBIN WOOD und Watch Indonesia

Occupy Unilever | Palmöl Demo in Hamburg

Regenwaldschützer und Palmölopfer aus Indonesien protestieren seit heute Morgen vor der Deutschlandzentrale des Unilever-Konzerns in der Hamburger Hafencity. Vor dem Eingang haben sie Transparente entrollt und eine provisorische Hütte errichtet. Unterstützt werden sie von AktivistInnen der Organisationen ROBIN WOOD, Rettet den Regenwald und Watch Indonesia. Gemeinsam fordern sie, den Landraub für Palmöl und die Zerstörung von Wäldern für Palmöl-Monokulturen zu stoppen. Unilever verwendet das Palmöl für seine Markenprodukte wie Rama-Margarine. Als einer der größten Palmöl-Verbraucher weltweit ist Unilever maßgeblich mitverantwortlich für das Desaster in den Tropen.

Ehrung von Jane Goodall als Hamburger Umweltbotschafterin

ROBIN WOOD fordert:

Mit einem offenen Brief hat ROBIN WOOD heute die Stadt Hamburg aufgefordert, die weltberühmte Affenforscherin Jane Goodall nicht ausgerechnet bei Unilever zur Botschafterin der „Umwelthauptstadt“ zu küren. Goodall soll am 3. September in der Deutschland-Zentrale des Konsumgüter-Konzerns in der Hamburger Hafen-City öffentlich geehrt werden. Unilever ist als einer der weltweit größten Palmölverbraucher maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Lebensräume des Orang Utans in den Tropen zerstört werden.

Bestanderhaltende Fischerei

Umweltsiegel in der Fisch-Truhe

Der World Widelfe Fund (WWF) weist darauf hin, dass es Supermarkt- kunden jetzt möglich, eine bestandserhaltende Fischerei zu fördern. WWF empfiehlt beim Kauf von Alaska-Seelachs auf das blaue Siegel des Marine Stewardship Council (MSC)zu achten. Der Marine Stewardship Council wurde 1997 auf Initiative des WWF und des Lebensmittelkonzerns Unilever gegründet. Seit 1999 ist der MSC eine unabhängige Organisation mit Sitz in London, die weltweit Fischereien nach Umweltverträglichkeitskriterien zertifiziert.

Greenpeace-Kampagne erfolgreich

Coca-Cola kühlt endlich ohne Klimakiller FKW

Seinen weltweit ersten klimafreundlichen Getränkekühler nimmt heute der Weltkonzern Coca-Cola in Berlin in Betrieb. Anstelle des extrem klimaschädlichen Fluorkohlenwasserstoffs (FKW) wird Kohlendioxid (CO2) als Kältemittel verwendet. Wenn die Praxistests mit dem neuen Kühler erfolgreich abgeschlossen sind, wird Coca-Cola weltweit fast neun Millionen Geräte schrittweise austauschen. Der Getränkehersteller reagiert mit der Umstellung auf die erfolgreiche Kampagne, mit der Greenpeace internationale Konzerne zum Wechsel von FKW auf natürliche Kältemittel drängt.

Vermarktungsstrategien

Werbung soll noch "erheblich" wirksamer werden

Über 300 Mitarbeiter aus Unternehmen, Agenturen und Medien kamen am heutigen Mittwoch beim "1. Forum Werbewirkung" des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger VDZ in Frankfurt zusammen. Gemeinsames Fazit: Werbung kann - und soll - noch viel effektiver werden. Dabei komme es viel weniger darauf an, dass noch mehr Geld in das Marketing fließe. Vielmehr machten sich die Teilnehmer Gedanken über "Strategien und Ansätze für mehr Effektivität in der Werbung". Michael Walter, Anzeigen-Fachbereichsleiter bei einem der größten deutschen Verlage "Gruner + Jahr", sagte, es gebe in fast keinem Land mehr Daten über die Mediennutzer und Zielgruppen als in Deutschland. In Zeiten von "Konsumzurückhaltung" und "Kostendruck" sei aber nicht nur wichtig wer, sondern vor allem was mit einer Werbung erreicht werde.

Patente auf Leben

Monsanto verliert in Europa Weizen-Patent auf indische Sorte "Nap Hal"

Am 20. Februar dieses Jahres hatte die Initiative "Kein Patent auf Leben", unterstützt vom Umweltinstitut München e.V., gegen das im Mai 2003 erteilte Patent der Weizensorte "Nap Hal" Einspruch beim Europäischen Patentamt eingelegt. Dem Einspruch von Organisationen aus Deutschland hatten sich die große indische Bauernorganisation Bharat Krishak Samaj und der Dachverband der europäischen Landwirte, COPA, angeschlossen. Diesem Einspruch wurde am Freitag stattgegeben. Keine Lizenzgebühren an Monsanto heißt das für die Bauern in Europa, die Weizen mit den genetischen Eigenschaften anbauen.

Gegen Industrielobbyismus

Offener Brief industriekritischer Verbände an den designierten EU-Präsidenten

ngo-online dokumentiert den Offenen Brief "European Commission Must Act to Curb Excessive Corporate Lobbying Power" zahlreicher industriekritischer Verbände an den designierten EU-Präsidenten José Manuel Durão Barroso vom 25. Oktober 2004 im Wortlaut:

Gewässerschutz

Internationale Seen-Konferenz gestartet

Die 9. Internationale Living Lakes-Konferenz hat heute in Kanada begonnen. Neue Mitglieder sind der südamerikanische Titicaca-See und der Plattensee in Ungarn. Der Seenschutzinitiative gehören damit mittlerweile 35 Seen weltweit an. Koordiniert wird das Netzwerk von der internationalen Stiftung Global Nature Fund mit Sitz in Deutschland. Über 200 Experten aus mehr als 35 Ländern, darunter etliche Vertreter deutscher Umweltverbände wie NABU und Deutsche Umwelthilfe, treffen sich zur diesjährigen Weltseenkonferenz, um Strategien zum Gewässerschutz zu erarbeiten.

25 Jahre Bonner Konvention

Kasachischen Tengis-See schützen damit die Saiga-Antilope überlebt

Vor 25 Jahren wurde in Bonn das "Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten" beschlossen.. Anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Bonner Konvention ruft der Global Nature Fund (GNF) GNF zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Saiga-Antilope vor allem am Tengis See in Kasachstan auf. Dabei wird der GNF von namentlichen Unternehmen wie Unilever, DaimlerChrysler und Lufthansa unterstützt. Die Saiga-Antilope ist in den Steppen Zentralasiens durch zunehmende Lebensraumzerstörung und gnadenlose Bejagung extrem gefährdet.

Erwärmt

Großkonzerne kühlen jetzt ohne FKW

Die Konzerne Coca-Cola, Unilever Ice Cream und McDonald's wollen aus der Anwendung von Fluorierten Kohlenwasserstoffen (FKW) aussteigen. Das berichtet die Umweltorganisation Greenpeace. Die Initiative unter dem Namen "Refrigerants Naturally" gilt für Greenpeace ein Meilenstein in der Kampagne zum Schutz des Klimas. Sie wird auch vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen, UNEP, unterstützt. Unilever Ice Cream werde ab 2005 nur noch FKW- freie Eistruhen kaufen und habe bereits im laufenden Jahr 14.000 Einheiten ersetzt. Coca-Cola werde innerhalb der nächsten zwei Jahre Millionen Getränkeautomaten weltweit auf natürliche Kältemittel umstellen. McDonald's wolle nach und nach die 30.000 Restaurants von der Kühlung der Lebensmittel bis hin zur Klimaanlage umrüsten.

Verbraucherinformationen

Müllermilch will per Klage Greenpeace-Kampagne stoppen

Die Auseinandersetzung zwischen Greenpeace und dem Milchkonzern Müllermilch erreicht einen vorläufigen Höhepunkt: Greenpeace wurde am Mittwoch mitgeteilt, dass die Theo Müller GmbH & Co. KG die Kampagne der Umweltschutzorganisation gegen Gen-Milch mit einer einstweiligen Verfügung stoppen will. Greenpeace informiert die Öffentlichkeit seit April 2004 darüber, dass die Milchkühe von Müller mit genmanipulierten Pflanzen gefüttert werden. Die mündliche Verhandlung wird am 9. Juni im Landgericht Köln stattfinden.

Genfood

Spitzenköche lassen Gentechnik weg

Milchreis schmeckt ohne Gen-Milch einfach besser. Das zeigen der Verband der europäischen Spitzenköche Eurotoques, Münchner Köche der Kochschule Wirtschaftswunder und Greenpeace, die am Montag auf dem Marienplatz in München gemeinsam die Kochlöffel schwangen. Ob exotisch, extravagant oder traditionell, die Milchreis-Varianten der sechs Spitzenköche haben eines gemeinsam: Alle Zutaten sind frei von Gentechnik. Die Milch stammt von Kühen, bei denen sichergestellt wurde, dass keine Gen-Pflanzen im Futtertrog landen. Kostproben des Milchreises werden an die Münchener direkt vor Ort verteilt. Mit der Aktion kochen die Organisationen Alternativen zum Gentechnik-Milchreis von Müller. Die Firma gibt keine Garantie, dass die Milchkühe für die Müllerprodukte nur Futter ohne Gen-Pflanzen erhalten.

Bundesweit Aktionen auch am Wochenende

Fehlende Kennzeichnung für Gentech-Fleisch und -Eier in der Kritik

Zum Start der Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel am Sonntag haben Umwelt- und Verbraucherschützer am Freitag gegen Gentechnik protestiert. Die Verbraucherorganisation foodwatch protestierte vor der McDonald's-Filiale am Potsdamer Platz in Berlin mit einem Großplakat "Gemein! 1.000 Menüs im Angebot, aber keinen Hamburger ohne Gentechnik." In einem der größten deutschen EDEKA-Märkte informierten 15 "Gen-Detektive" von Greenpeace in Begleitung eines als Sherlock Holmes kostümierten Aktivisten über die neue Kennzeichnung von genmanipulierten Lebensmitteln. Beide Organisationen kritisierten ebenso wie der Bio-Anbau-Verband Naturland, dass die Kennzeichnungspflicht nicht für Milch, Fleisch und Eier von Tieren gilt, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden. Händler sollen sich verpflichten, auf solche Produkte zu verzichten. Für Samstag und Sonntag sind bundesweit weitere Protestaktionen und Demonstrationen gegen Gentechnik angekündigt.

Manipuliert

Handel will zum großen Teil auf Genfood verzichten

Alle großen Handels-unternehmen und die meisten Lebensmittel-hersteller wollen ihre Produkte ohne Zutaten aus gentechnisch manipulierten Organismen (GMOs) herstellen. Das haben über 400 Firmen in Deutschland dem EinkaufsNetz, der Verbraucherorganisation von Greenpeace, versichert. Die Verbraucherschützer stellen am heutigen Mittwoch zu Beginn der Grünen Woche in Berlin den bisher umfassendsten Einkaufsratgeber zu Gentechnik in Lebensmitteln vor. Mit ihm sollen Verbraucher erkennen, welche Hersteller sie meiden sollten, wenn sie auf Gentechnik im Essen verzichten wollten. "Gen-Food hat auf dem Markt derzeit keine Chance", sagt Corinna Hölzel vom Greenpeace EinkaufsNetz.

3. Welt-Wasser-Forum

Wirtschaft und Naturschutz als Partner für lebendige Seen

Die Naturschutzstiftung Global Nature Fund (GNF) präsentierte in der vergangene Woche das neu entwickelte Living Lakes Toolkit auf dem 3. Welt-Wasser-Form (3. WWF) in Japan. Dieser in Kooperation mit Unilever entwickelte Leitfaden soll interessierten Organisationen dabei helfen, neue Partnerschaften für den Umweltschutz aufzubauen. Das Living Lakes Toolkit wurde auf der Basis von Erfahrungen entwickelt, die während der letzten vier Jahre in gemeinschaftlichen Projekten, an denen Unilever, GNF und andere Partnerorganisationen beteiligt waren, gemacht wurden.

Ende der Massentierhaltung?

Greenpeace zwingt Unilever bei Putenhaltung in die Knie

Der Hamburger Lebensmittelkonzern Unilever hat sich nach fast fünfmonatiger Greenpeace-Kampagne dazu bereiterklärt, die Massentierhaltung von Puten für "Du darfst"-Produkte zu beenden, teilte die Umweltschutzorganisation am Freitag mit. Die Puten sollen künftig doppelt soviel Platz erhalten. Durch diese Verbesserung seien die Tiere weniger anfällig für Krankheiten und müssten seltener mit Antibiotika behandelt werden, betonte Greenpeace. Unilever habe sich verpflichtet, nach einer Testphase nur noch Fleisch aus dieser Haltung zu verwenden.

Tierschutz

Greenpeace setzt mehr Platz für Puten durch

Greenpeace kann den ersten grossen Erfolg gegen Massentierhaltung nach über vier Monaten Kampagne verzeichnen. Deutschlands zweitgrösster Anbieter von Putenfleisch, die Firma Heidemark aus Garrel hat angekündigt, ab 2002 Puten aus deutlich besserer Haltung anzubieten. Heidemark reagiert damit auf eine Greenpeace-Forderung. Die Umweltorganisation fordert Handel und Nahrungsmittelhersteller auf, nur noch Puten anzubieten und zu verarbeiten, die unter diesen tierfreundlichen Bedingungen aufwachsen.

Massentierhaltung

Greenpeace protestiert mit Strohballen vor Unilever-Fleischwerk

Die Zufahrten des Unilever-Fleischwerks in Ansbach (Bayern) haben 50 Greenpeace Aktivisten am Mittwoch aus Protest gegen die Verwendung von Fleisch aus Massentierhaltung geschlossen. Mit einem Trecker lieferten die Umweltschützer 130 Strohballen an, die sie vor den Werkstoren stapelten. Auf 30 Stop-Schildern und acht Bannern fordern sie "Schluss mit Massentierhaltung bei Bifi und Du darfst". Greenpeace dokumentiert seit August die schlechten Haltungsbedingungen für Puten, die für "Du darfst"-Produkte verwendet werden. Das Fleischwerk in Ansbach stellt diese Produkte ebenso her wie die "Bifi"-Würstchen. Die Schweine, deren Fleisch für die Würstchen verarbeitet wird, erhalten nach Angaben von Unilever Futter, das Gen-Soja enthält.