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Zahlreiche Zivilopfer durch US-Bombenangriffe auf Tora Bora

Afghanistan

Nach Angaben von "Ärzte ohne Grenzen" wurden im umkämpften Gebiet um Tora Bora im Osten Afghanistans seit dem 1. Dezember mehr als 80 Todesopfer und 50 Verletzte unter der Zivilbevölkerung gezählt. Die internationale Organisation weist darauf hin, dass der "Krieg gegen den Terrorismus" angeblich im Namen der Zivilisation und der Wahrung der humanitären Werte geführt wird. Die Allianz unter US-amerikanischer Führung sei dafür verantwortlich, dass das internationale Völkerrecht geachtet und insbesondere die Verhältnismäßigkeit des Gewalteinsatzes gewahrt werde. Nach Beobachtungen von Ärzte ohne Grenzen vor Ort fordern die Militäroperationen eine inakzeptabel hohe Zahl ziviler Opfer. Die Organisation ruft die Konfliktparteien auf, die Auswirkungen der Auseinandersetzungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.

Die Opfer stammten nicht nur aus Tora Bora, sondern auch aus den nahe gelegenen Dörfern Pachir, Wazir und Agam.

Kurz nachdem die Bombenangriffe starteten, wurden erste Meldungen über zivile Opfer bekannt. Unter ihnen war eine Familie, deren Vater getötet, die Mutter schwer verletzt und vier Kinder leichter verletzt wurden, berichtet Ärzte ohne Grenzen. Ein sechsjähriger Junge habe ein Auge, einen Arm und ein Bein verloren. Der andere Arm habe teilweise amputiert werden müssen.

Inzwischen sei das Vertriebenenlager in Hesarshari von ursprünglich 500 auf nun 2.000 Familien angewachsen. Die Bombenangriffe um Tora Bora hätten zudem Waldbrände ausgelöst, die zurzeit nicht unter Kontrolle gebracht werden könnten.

 
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