In der Süddeutschen Zeitung vom 21. September war die Meldung zu finden, dass die NADA (Nationale Anti-Doping-Agentur) im kommenden Jahr mit erheblich weniger Mitteln auskommen muss. Das Budget zur
Bekämpfung von Doping im Sport wurde vom Bundesinnenministerium um 1,35 Millionen Euro für das operative Geschäft reduziert. Die Folge davon ist eine Reduzierung der Doping-Kontrollen. Was gut ist für den Bundeshalt, ist in diesem Fall schlecht für den Sport und für die Reputation einer eigentlich vorbildlich arbeitenden Anti-Doping-Agentur. Gerade in für das (EPO-)Doping anfälligen Ausdauersportarten wie
Radfahren, Rudern, Laufen, Schwimmen, Triathlon u.a. sollten intelligente Ziel- und Trainingskontrollen weiterhin ausgebaut, statt abgebaut werden können, um einen fairen Sport zu gewährleisten. Die medialen Großereignisse Olympia und Paralympics sind Geschichte und mit ihnen wohl vorerst auch der flächendeckende und aufwendige Kampf gegen Doping. Der (faire) Sport hat durch diese Kürzung eine Niederlage erlitten.