Kaviar ade
Störe dürfen vorerst nicht mehr gefangen werden
95 Prozent der weltweit gehandelten Kaviar-Menge kommen aus dem Kaspischen Meer. In den vergangenen Jahren sind dessen Störbestände permanent überfischt worden. Illegaler Fang und Handel nahmen seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion stark zu. Trotz bestehender Fangquoten - seit 1998 haben die Anrainerstaaten des Kaspischen Meers ihre gemeinsame Fangquote bereits um über 50 % gesenkt - konnte der Rückgang der Bestände nicht aufgehalten werden.
Russland, Kasachstan und Aserbeidschan haben sich jetzt dazu verpflichtet, ein langfristiges Programm zur Bestandserfassung der Störe aufzulegen und den illegalen Handel zu unterbinden. Dazu zählen zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Interpol, um die Handelswege zu untersuchen, Maßnahmen zur Bekämpfung des illegalen Fangs und Handels zu erarbeiten und unabhängige Inspektionen durch CITES zuzulassen. Turkmenistan, ebenfalls Anrainerstaat des Kaspischen Meers, hat sich dem Plan noch nicht angeschlossen, muss dies aber tun, wenn das Land nicht mit einem totalen Exportverbot belegt werden will. Sollten die Staaten aber die Beschlüsse nicht ordnungsgemäß umsetzen, droht auch ihnen für nächstes Jahr diese Zwangsmaßnahme.
Die Stör-Situation im Iran ist nach CITES-Ansicht dagegen zufrieden stellend. Iranische Kaviarexporte bleiben deswegen von diesen Maßnahmen unberührt.
Die CITES-Entscheidung traf bei Naturschützern auf Zustimmung: "Für diesen Schritt hat der WWF lange gekämpft. Endlich wird die Raubfischerei angegangen, das eigentliche Hauptproblem für den Rückgang der Störe im Kaspischen Meer", sagte Volker Homes, Artenschutzreferent bei der Umweltstiftung WWF.
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Am 22. Jun. 2001 unter:
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