Chronik
Die Lebensmittelskandale seit BSE
Im Winter 2000 hielt die BSE-Krise Deutschland in Atem. Experten gehen davon aus, dass der Rinderwahnsinn über Tiermehl verbreitet wurde, mit dem Rinder und Kühe gefüttert wurden. Per Eilverordnung wurde die Verarbeitung von tierischen Bestandteilen in Tiermehl verboten.
Mit Antibiotika verunreinigte Shrimps sorgten im August 2001 für Aufsehen. In der EU ist Chloramphenicol zwar verboten, die Schalentiere waren jedoch aus Südostasien importiert worden, wo das Antibiotikum häufig zur Bekämpfung von Krankheiten und zur Wachstumsförderung eingesetzt wird.
Im Januar diesen Jahres tauchten dann erneut mit Antibiotika versetzte Shrimps in Deutschland auf. Diesmal waren sie illegal Tiermehl beigemischt worden und so an sieben deutsche Betriebe gelangt, darunter vier Tierfutterfirmen. Künast drängte erneut auf eine europäisches Schnellwarnsystem, entband wegen Pannen im eigenen Haus aber auch zwei Unterabteilungsleiter von ihren Aufgaben.
Ende Mai sorgte verseuchtes Futtermittel für einen neuerlichen Skandal. Diesmal wurde das Herbizid Nitrofen in Bio-Fleisch nachgewiesen. Die Erzeuger hatten ihre Tiere mit Futter des Herstellers GS Agri gefüttert, der wiederum das Getreide dafür von einem Unternehmen im mecklenburgischen Malchin bezog. Dort waren die Herbizid-Rückstände offenbar mit dem Weizen vermischt worden.
Parallel tauchten erneut mit Antibiotika verseuchte Lebensmittel aus Asien auf, diesmal ging es um den Stoff Nitrofuran. Auch in Geflügel aus Brasilien wurde das in Europa verbotene Antibiotikum entdeckt.
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Am 17. Jul. 2002 unter:
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