Genfood
Ansinnen der US-Regierung zur Legalisierung der Gentechnik zurückgewiesen
Bush hatte am Mittwoch in einer Rede vor dem Verband der Biotechnologie in Washington gefordert, die EU solle ihren Widerstand gegen den Import gentechnisch veränderter Nahrungsmittel aufgeben, "zum Wohle eines von Hunger bedrohten Kontinents." Die Afrikaner würden sich nicht trauen, Gentechnik einzusetzen, weil sie fürchteten, ihre Waren dann nicht nach Europa exportieren zu können. Die USA klagen jetzt vor der Welthandelsorganisation WTO gegen das EU-Moratorium.
Naturland erklärte dazu, der Hunger in Afrika und in anderen Teilen der Welt sei keine Folge des EU-Moratoriums, sondern ein Folgeproblem der Armut und der sozialen Verhältnisse in diesen Ländern. Gentechnik sei für viele Bauern dort einfach zu teuer, mache die Landwirte von der Agroindustrie abhängig und sei ein Risiko für Mensch und Natur. "Es ist unverantwortlich, dass Präsident Bush den Hunger in Afrika instrumentalisiert, um die Interessen der Gentechnik Unternehmen durchzusetzen", so Felix Prinz zu Löwenstein vom Naturland Präsidium.
Deutsche und europäische NaturlandÒ Landwirte haben große Sorge, dass mit einem legalisierten Import bzw. Anbau gentechnisch veränderter Nutzpflanzen der Gentransfer auf Öko-Feldern in Europa zum Problem werden könnte. Die "Genverschmutzung" sei ein hohes Risiko. Verbraucher können sich darauf verlassen, dass auf Öko-Betrieben und in der Verarbeitung der Rohstoffe, bewusst und durch Kontrollen belegt, keine Gentechnik eingesetzt wird. Dies solle auch so bleiben.
Ökologischer Landbau, wie ihn Naturland seit Jahren für viele Klimaregionen der Welt entwickelt und wie ihn NaturlandÒ Erzeuger täglich praktizieren, sei ein hervorragender Weg, die sozialen und ökologischen Probleme der Zukunft auch in Ländern Afrikas und Asiens zu lösen. Gentechnik aber sei eine unkalkulierbare Gefahr, eine Bedrohung für Gesundheit, Natur und Artenvielfalt.
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