Futtermittel-Skandal
Pollmer nennt Dioxin einen "Naturstoff"
Pollmer sagte, die Dioxin-Empfindlichkeit von Lebewesen sei höchst unterschiedlich. Studien hätten gezeigt, dass der Mensch eine eher unempfindliche Spezies sei. Der Wissenschaftler verwies darauf, dass es niemanden störe, wenn etwa bei Freilandeiern häufig die zugelassene Dioxin-Höchstmenge überschritten werde.
Mittlerweile sind fünf Betriebe wegen des Verdachts auf Dioxin im Tierfutter gesperrt worden. Das verseuchte Futtermittel kam aus einer niederländischen Pommes-Firma. Diese benutzte bei der Trennung von geeigneten Kartoffeln für Pommes frites ein Dioxin verseuchtes Trennmittel. Als der Giftstoff im Tierfutter entdeckt wurde, schloss auch das niederländische Landwirtschaftsministerium mehrere Bauernhöfe. In Belgien gab es acht Betriebsschließungen aufgrund von Dioxin-Verdacht.
Derzeit läuft die Untersuchung, wie hoch die Menge Dioxin ist. Einer der Höfe hatte vor der Schließung zwölf Schlacht-Bullen nach Bayern geliefert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in München werden weitere Lieferwege des Fleisches ermittelt. Es sei nicht auszuschließen, dass das Fleisch bereits in den Handel gelangt sei, sagte ein Ministeriumssprecher.
Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) forderten derweil Konsequenzen. "Der Fall macht deutlich, wie dringend wir eine europaweite Positivliste für Futtermittel brauchen." In der Liste müsse klargestellt werden, welche Stoffe Futtermittel enthalten dürfen. Die von Berlin seit langem geforderte Liste scheiterte bislang am Widerstand innerhalb der Europäischen Union. Auch NRW-Landesagrarministerin Barbara Höhn (Grüne) und der sonst meist gegen Künast und Höhn stehende Deutsche Bauernverband fordern eine Positivliste.
Nach Angaben von Künast gibt es allerdings noch keine Hinweise darauf, dass die Gesundheit von Verbrauchern durch den Skandal gefährdet sei. Nach vorläufigen Informationen liege die mögliche Belastung von Fleisch und Milch unter dem EU-Grenzwert.
Am Dienstag fiel ein erstes Untersuchungsergebnis negativ aus, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München mit.
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Am 10. Nov. 2004 unter:
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Gesetzesinitiative zur Stärkung der Fahrgastrechte auf der Schiene »
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