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Zweifel an Sicherheitsmanagement im Atomkraftwerk Philippsburg

Falsche Berechnungen

Wegen neuer Ungereimtheiten beim Betrieb ihres Atomkraftwerks Philippsburg gerät die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) abermals in die Kritik. Das Bundesumweltministerium äußerte am Dienstag in Berlin Zweifel am Sicherheitsmanagement der Betreiber. Der Block 2 des Kernkraftwerks sei trotz unzureichender Störfallbeherrschung wochenlang in Betrieb gewesen.

Das Atomkraftwerk war bereits 2001 in die Schlagzeilen geraten, nachdem bekannt geworden war, dass im Block 2 die Flutbehälter nicht genügend boriertes Kühlwasser enthielten. Das Bundesumweltministerium hatte damals eine mehrwöchige Abschaltung des Kraftwerks erzwungen. Später wurde der Vorfall von einem Untersuchungsausschuss im baden-württembergischen Landtag aufgerollt.

In der vergangenen Woche kam schließlich ans Tageslicht, dass es trotz Einführung eines neuen Sicherheitsmanagements durch die EnBW weitere Probleme bei der Störfallbeherrschung gibt. Dabei geht es um die Berechnung notwendiger Wassermengen für den Fall eines Lecks in der Hauptkühlmittelleitung, die offenbar nicht korrekt waren. Am Montag kam es deshalb zu einem Gespräch zwischen den Betreibern und der Atomaufsicht des Landes und des Bundes.

Ob die EnBW diese Anforderungen des Sicherheitsmanagements eingehalten habe, werde derzeit durch die Bundesaufsicht überprüft.

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