Greenpeace
"Monsanto walzt deutsche Landwirtschaft mit Genmais platt"
"Monsanto will mit seinen Gen-Pflanzen auch die deutsche Landwirtschaft plattwalzen. Langjährige Erfahrungen aus Nord- und Südamerika belegen, dass ein Nebeneinander von Gen-Anbau und normaler Landwirtschaft unmöglich ist", sagt Henning Strodthoff, Gentechnikexperte von Greenpeace. In einem Report legt Greenpeace heute die Strategien Monsantos zur weltweiten Kontrolle der Landwirtschaft offen. "Monsanto kauft weltweit Saatgutfirmen, besitzt weitreichende Patente auf Saatgut und Pflanzen und drangsaliert Landwirte durch Knebelverträge und Gerichtsverfahren. Dazu passt die Verunreinigung gentechnikfreier Flächen, auch wenn Monsantos Anwälte jede Absicht abstreiten würden", erklärt Strodthoff.
Am Freitag wird im Bundesrat über die zustimmungspflichtigen Teile des neuen Gentechnikgesetzes abgestimmt. In den Verhandlungen werden CDU und FDP vermutlich die Forderungen der Gen-Firmen übernehmen: Das Anbaukataster und die Haftungsregeln sollen ausgehöhlt werden, um den Gen-Anbau zu fördern. "Ein Kompromiss mit dem Bundesrat wird nicht möglich sein. Künast muss sich entscheiden. Will sie ihr angeblich wichtigstes Projekt - die Agrarwende und den Ausbau des Bio-Anbaus auf 20 Prozent der Anbauflächen - weiterbetreiben oder die Landwirtschaft den Gen-Firmen ausliefern", kommentiert Strodthoff.
Mais ist eine der wichtigsten Pflanzen auf den deutschen Feldern: Er wird auf 1,7 Millionen Hektar beziehungsweise rund zehn Prozent der bundesweit landwirtschaftlich genutzten Fläche angebaut. Erst vergangene Woche entdeckten hessische Behörden gentechnisch veränderte Maiskörner in bereits an Landwirte ausgeliefertem konventionellem Mais-Saatgut. Es handelt sich um die Sorte Clarica des US-Agromultis Pioneer.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 28. Apr. 2005 unter:
nachrichtenStichworte:
« Fördergesetz für Diesel-Filter "halbherzig und enttäuschend"
Atommüllendlager trotz Gefälligkeitsgutachten nicht zulässig »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
- Arbeitsrecht: EuGH Urteil enttäuscht
- Finca Mallorca und andere Schnäppchen
- Windenergie wieder auf gutem Weg
