Studie
Öko-Landbau soll 30 Prozent Energie sparen
"Ökologischer Landbau ist aber nicht nur im Hinblick auf die fossile Energie günstiger, sondern die Böden halten auch die Feuchtigkeit länger", berichtet Studienleiter David Pimentel, Professor für Ökologie und Landwirtschaft an der Cornell University. Das führe dazu, dass die Erosion deutlich geringer sei und die Böden wesentlich länger gesund blieben. Eine weitere Folge des Ökolandbaus sei daher die bessere Erhaltung biologischer Ressourcen, so Pimentel.
Der Wissenschaftler hatte die beiden Arten des Landbaus anhand von Mais- und Sojapflanzungen miteinander verglichen. An der Untersuchung nahmen auch Agrarforscher vom Rodale Institute, vom Agricultural Research Service des US-Landwirtschaftsministeriums und ein Landwirtschaftsökonom von der University of Maryland teil. Sie untersuchten neben den Erträgen auch die Bodenbeschaffenheit, die Energieeffizienz, die Humusschicht, die organischen Veränderungen, Stickstoffwerte und wieviel Nitrat aus dem Boden ausgewaschen wurde.
Sie verglichen eine Farm, die mit konventionellen Methoden Mais und Soja anbaute, mit zwei Bio-Bauernhöfen. Die Erträge aus den verschiedenen Anbausystemen waren mehr oder weniger gleich. In den ersten vier Jahren waren die Erträge aus dem Ökolandbau um knapp ein Drittel niedriger. Dann stieg allerdings der Ertrag aus dem nachhaltigen Anbau deutlich an. Besonders während trockener Perioden waren die Pflanzen aus dem ökologischen Landbau besser. Nach Angaben von Pimentel nehmen Pflanzen aus dem Ökolandbau deutlich mehr Kohlenstoff auf als jene nach konventionellem Anbau.
Nach dem Ergebnissen der Untersuchung sind besonders Mais, Sojabohnen, Weizen, Hafer und andere Getreide gut für den ökologischen Landbau geeignet, berichtet Pimentel. Für Äpfel, Weintrauben, Kirschen und Kartoffel sei dies problematischer, da es eine Vielzahl von Schädlingen gebe. Das Untersuchungsergebnis wurde in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Bioscience veröffentlicht
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Am 18. Jul. 2005 unter:
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