Anklage wegen Vorteilsnahme

Regierungspräsidium suspendiert Dresdner Oberbürgermeister Roßberg

Das Regierungspräsidium Dresden hat den Dresdner Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) vom Dienst suspendiert. Die Behörde reagierte mit diesem Schritt auf die Zulassung der Anklagen gegen Roßberg wegen Beihilfe zum Bankrott und Untreue sowie wegen Vorteilnahme. Roßberg soll einem Freund, dem ehemaligen Fluthilfe-Koordinator Rainer Sehm, dabei geholfen haben, am privaten Insolvenzverwalter vorbei Vermögen in die eigene Tasche zu wirtschaften.

Sehm steht wegen vorsätzlichen Bankrotts in elf Fällen sowie Bestechlichkeit in zwei Fällen ebenfalls vor Gericht. Roßberg selbst hatte bereits am 10. Mai wegen der Affäre sein Amt niedergelegt und einen Urlaub angetreten. Das Verfahren gegen ihn beginnt am 6. Juni vor dem Landgericht Dresden.

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