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Prozess um umdeklarierte Schlachtabfälle verzögert sich

Schweineschwarten

Im Prozess um den Deggendorfer Fleischskandal hat das Landgericht Memmingen sechs weitere Verhandlungstage bestimmt. Bislang waren drei Prozesstage vorgesehen. Wegen der umfangreichen Beweisaufnahme seien weitere Termine nötig gewesen, sagte eine Gerichtssprecherin am Montag. In dem Verfahren geht es um mindestens 1000 Tonnen umdeklarierter Schlachtabfälle, die in die Lebensmittelverarbeitung eingeschleust worden sein sollen. Angeklagt ist der 40-jährige Ex-Geschäftsführer der inzwischen insolventen "Deggendorfer Frost GmbH".

Bei der bisherigen Verhandlung hatten mehrere frühere Frost-Kunden übereinstimmend ausgesagt, sie hätten nicht gewusst, dass ihnen lebensmitteluntaugliche Abfälle "untergejubelt" wurden. Die Verteidigung vertritt die Position, die angeblich lebensmitteluntauglichen Schweineschwarten, die an Gelatinehersteller im In- und Ausland geliefert wurden, hätten sehr wohl verwendet werden dürfen.

Was der Skandal für einzelne Firmen bedeutet, zeigt das Beispiel der "Rottaler Geflügel GmbH". Ihr Name wurde nach Bekanntwerden der Vorfälle als einer der wenigen Abnehmer vom Verbraucherministerium genannt. "Drei Großkunden sind daraufhin abgesprungen", sagte der frühere Inhaber vor Gericht aus. Sein Betrieb sei inzwischen in der Insolvenz.

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